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Verrückte Weltreise (2): Rezept

Rezept: Pramitas Himalayan Cold Tea --- Besuch auf Kanchanjangha Tea Estate

Kanchanjangha Tea Estate - morgendlicher Blick auf die Wohnhäuser
Kanchanjangha Tea Estate - morgendlicher Blick auf die Wohnhäuser
Die Teefabrik
Die Teefabrik
1997 biozertifiziert
1997 biozertifiziert
Das Wandern, anstatt überall mit dem Auto hinzufahren, haben wir genossen. Benedikt, Tara, Ursula, Dilli, Pramita. Heidi hat fotografiert.
Das Wandern, anstatt überall mit dem Auto hinzufahren, haben wir genossen. Benedikt, Tara, Ursula, Dilli, Pramita. Heidi hat fotografiert.
Teepflückerinnen von KTE
Teepflückerin für KTE
Teepflückerin KTE
Teepflückerinnen KTE. Es gibt auch männliche Teepflücker.
Auf dem Weg zu den angeschlossenen Bio-Kleinbauern
Auf dem Weg zu den angeschlossenen Bio-Kleinbauern
Besuch bei Kleinbauern - Dilli erklärt uns das Anbauen in 3 Etagen - bodennah ist Ingwer, darüber Mais, darüber Mandarinenbäume. Alle sind unterschiedlich reif und stören sich nicht.
Besuch bei Kleinbauern - Dilli erklärt uns das Anbauen in 3 Etagen - bodennah ist Ingwer, darüber Mais, darüber Mandarinenbäume. Alle sind unterschiedlich reif und stören sich nicht. (Das Hütchen tragen die älteren Herren, entsprechend hat Heidi auch eins zum Abschied bekommen)
Besuch bei einer kleinen Bio-Tee-Cooperative. Gruppenbild aller Damen.
Besuch bei einer kleinen Bio-Tee-Cooperative. Gruppenbild aller Damen (1.v.l. Pramita, 2.v.re Tara). Sie haben einen erstaunlich guten Himalaya Manual Tee gemacht.
Monsunzeit
Monsunzeit
In der Teefabrik - die Teeblätter welken
In der Teefabrik - die Teeblätter welken
Teeverkostung verschiedener Schwarz- und Grüntees von KTE. Es war ein Vergnügen, die Tees vor Ort zu probieren - noch keinen Containertransport hinter sich - ganz frisch und süßlich.
Teeverkostung verschiedener Schwarz- und Grüntees von KTE. Es war ein Vergnügen, die Tees vor Ort zu probieren - noch keinen Containertransport hinter sich - ganz frisch und süßlich.
Am letzten Morgen zu Ehren des Heuschrecke-Chefs: Open Hair-Day
Am letzten Morgen zu Ehren des Heuschrecke-Chefs: Open Hair-Day (Tara und Pramita)
Pramita ist verantwortlich für Finanzen, aber auch für internationale Kontakte, z.B. (Fairtrade-) Organisationen
Pramita ist verantwortlich für Finanzen, aber auch für internationale Kontakte, mit z.B. (Fairtrade-) Organisationen.
Die Küche, ein Lehmherd, ein Pfannekuchen-stövchen und ein 2-Flammen-Gasherd. Die Küche ist ähnlich wie die indische, sehr köstlich.
Die Küche, ein Lehmherd, ein Pfannekuchen-Stövchen und ein 2-Flammen-Gasherd. Die Küche ist ähnlich wie die indische, sehr köstlich.
Alle Gewürze gibt es von Heuschrecke in Bio-Qualität im Naturkostladen.
Alle Gewürze für Pramitas Tee gibt es von Heuschrecke in Bio-Qualität im Naturkostladen - die Zimtblätter hoffentlich dieses Jahr auch noch.

 

 


Wie schon berichtet, führte uns unsere Sommerweltreise über Simbabwe nach Nepal und Darjeeling. Wir haben unsere Projektpartner für Bio-Gewürze und -Tees besucht, und dabei ca. 35.000 km in 20 Tagen zurückgelegt.

 

 


Nepal-Tee (Palpasa, wer erinnert sich?) hatten wir ganz am Anfang unserer Heuschrecke-Zeit im Sortiment, dann verschwand dieser Tee plötzlich vom Markt.
Weil wir Kleinbauern-orientiert herumgereist waren, wollten wir nun auch die Teefarm Kanchanjangha Tea Estate im Osten Nepals besuchen, um zu prüfen, ob dies Projekt für uns in Frage kommt.
Theoretisch ein Katzensprung von Darjeeling entfernt, war es reell doch eine 6-stündige Fahrt über den Umweg zum richtigen Grenzübergang, dann holprige Straßen in die Berge bei Regen und dichtem Nebel. Kanchanjangha Tea Estate liegt im Panchtar District, ca. 50km Luftlinie von Darjeeling (ca. auf derselben Höhe) und ca. 60 km Luftlinie südlich des 8000ers Kanchenjunga entfernt.

 

 


KTE, wie die Teefarm kurz genannt wird, hat eine interessante Geschichte und Gesellschaftsstruktur: Der Gründer Deepak Prakash Baskota, Vater der jetzigen Qualitätmanagerin Tara, begann 1984 -  erst 26jährig - mit einem ha Land nach britischem Vorbild den ersten nicht-postkolonialen Teegarten aufzubauen. Dieser wurde genossenschaftlich mit etwas über 100 Mitgliedern weitergeführt, und als erster Teebetrieb in Nepal 1997 biozertifiziert.

 

Zusätzlich sind über 300 Kleinbauern, selbst in kleinen Dorf-Kooperativen organisiert, angeschlossen. Sie liefern die frischen Teeblätter an KTE, in deren Teefabrik sie zu fertigem Tee verarbeitet werden.

 

 


Die Charakteristik dieser Ost-Nepal-Tees ähnelt guten Darjeeling Tees - die klimatischen Bedingungen sind dieselben, und in weiser Voraussicht hat der Gründer von KTE Teestrauch-Samen von sehr guten Darjeeling-Plantagen (u.a. von Phoobsering - in unserem Sortiment) besorgt. Es gibt grüne und schwarze Tees - einige werden wir zum Winter (hoffentlich klappt es pünktlich mit dem Container) listen.
Die Tees von KTE, sowohl von der Farm als auch von den Kleinbauern, haben uns durchweg gut gefallen. Typik für Kanchanjangha ist ein Weichheit mit feiner Süße und vielschichtigem, würzig-floralen Aromen.

 

KTE-Tees gibt es schon länger hier in Deutschland von diversen Firmen, trotzdem könnten kräftige zusätzliche Umsätze gut gebraucht werden - sehr einfache Verhältnisse ...

 

 


Geschäftsführer Dilli R. Baskota, Qualitäts- und Marketingmanagerin Tara Baskota Adhikari und Finanzvorstand Pramita Bajracharya (Pramita hatte uns schon am Flughafen Bagdogra/Darjeeling in Empfang genommen...), begleiteten uns über die ca. 2 Tage, die wir dort waren. Wir wanderten durch die Berge, besuchten Kleinbauern und besichtigten die Teefabrik. KTE möchte als zweites Standbein gerne Gewürze wie Ingwer, Cardamom, Zitronengras, Zimtblatt und Orangenschalen vermarkten, nur fehlen noch die geeigneten Trocknungs- und Verarbeitungsmaschinen. Außerdem werden wildwachsende Heil- und Gewürzpflanzen gesammelt - auch Szechuan-Pfeffer haben wir entdeckt (vielleicht auch bald bei uns).

 

 


Nachmittags gerieten wir - da Monsunzeit - natürlich in den Regen. Abends kochte Pramita, die aus einer heilkundigen Familie stammt, einen salzigen Gewürztee für uns, um die drohende Erkältung auszutreiben. Sie erzählte von ihrer Großmutter, die den Enkeln diesen Tee zusammen mit einem heißen Fußbad verabreicht hat, wenn sie nass und kalt geworden waren.
Es war eine schöne, heimelige, wenn auch leider kurze Zeit auf KTE. Wir haben uns von ihrer Gastfreundschaft und dem offenen Teilhaben-Lassen am Alltag reich beschenkt gefühlt.

 


Jetzt sind wir schon wieder 2 Wochen zuhause - aber Pramita hat uns das mündlich überlieferte Rezept noch mal aufgeschrieben und gemailt - hier kommt es für alle, die neugierig auf salzigen Gewürztee sind. Da es bei uns dieses Jahr auch so etwas wie Monsun gibt, trinken wir ihn im Moment jeden Abend:

 

 

 




Pramitas Himalayan Cold Tea

 

 

"Thank you so much that you liked my grandma's recipe of spice infusion.
Actually I haven't yet measured any ingredients while cooking but I can say that it's the blend of the following ingredients."

 

 



10 Zutaten:

  • 2gms of fresh ginger
    (2g frischen Ingwer)
  • a pinch of turmeric powder
    (eine Prise Curcuma)
  • 10 seeds of fenugreek
    (10 Bockshornklee-Samen)
  • 2pcs of cloves
    (2 Knospen Gewürznelke)
  • 2.5gms of cumin seeds
    (2,5g Kreuzkümmel-Samen)
  • 2gms of cinnamon bark
    (2g Zimtstange)
  • 1 pcs of cinnamon leaf
    (1 Zimtblatt)
  • 0.5gms of black pepper powder
    (0,5g Pfeffer schwarz gemahlen)
  • 2gms of big cardamom
    (2g Cardamom groß - als Ersatz Cardamom ganz grün nehmen)
  • salt as per your taste
    (Salz nach Geschmack. Bei Pramita schmeckte es ein bißchen wie eine Gewürzbrühe.)

 


Add all these ingredients in three glass of water and boil it till the solution is dried to one and half glass.
(Alle Zutaten mit 3 Tassen Wasser kochen. Solange kochen, bis die Flüssigkeit auf 1,5 Tassen reduziert ist).

Then its ready to drink.

 

"This is our home made recipe that we take when we suffer from cold.
Actually its being used from generation to generation and my grandma used to take it as a medicine for cold without taking the tablets and it worked also.
It would be my pleasure if you post it as Pramitas Himalayan cold-Tea in your website. I will take it as a gratitude for my grandma (who is no more with me now) who had done so much for me.
Hope this recipe gets popular in your place."




best regards
Pramita

 

 

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Tags: nepal, bio-tee, bio-gewürze, kanchanjangha tea estate, small farmer, kleinbäuerliche bio-landwirtschaft
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I Ging Nr. 61 Innere Wahrheit

Gabriele Seifert: I Ging - Outside Projekt

 

Die Künstlerin


Am Rande der großartigen David Hockney-Ausstellung im Kölner Museum Ludwig 2012/13, in der Museumsnacht und der danach stattfindenden Museums-Party (ja, das hatte der vorherige Direktor Kasper König eingeführt: Kunststudenten erklären Besuchern die Objekte, danach gibt's Party) lernten wir die Kölner Künstlerin Gabriele Seifert kennen. Weil Christiane - ex-Heuschrecke-Mitarbeiterin und Bioladen-Pionierin mit ihr dort war. Vom Hölzchen aufs Stöckchen auf die Schafgarbenstengel kommend, kommen wir auf ihr I Ging-outside Projekt.
In ihrem aktuellen Kunst-Projekt "I Ging-outside", jetzt im fünften Jahr, bringt Gabriele das ehrwürdige I Ging im Kölner Stadtbild (und auch anderswo über die Welt verstreut - bis nach Südkorea) in passenden Kontexten ein. Dank der Künstlerin gibt es einige im Heuschrecke-Blog, passend zu den Jahreszeiten.
I Ging, abgesehen von eigenen schüchternen Versuchen mit selbstgesammelten Schafgarbenstengel (70er Jahre) ist die Domaine von unserem Lieblingslieferanten (Wildkräutersammlung in Kroatien), der dieses Orakel fest in seinen Geschäftsalltag eingebunden hat und so seinen Handlungshorizont erweitert. Nicht so untypisch, wie man auf den ersten Blick denkt ...
Doch unter den jüngeren Jahrgängen ist das I Ging - genauso wie der Kultfilm Harold & Maude -  merkwürdigerweise aus der Wahrnehmung ziemlich verschwunden ...

Das I Ging - outside Projekt


In Köln und anderswo (bis nach Südkorea ...), finden sich goldene I Ging-Zeichen auf Wegen, Bäumen, Brücken und Plätzen. Dieses Zeichensystem, das aus 64 einzelnen Hexagrammen besteht und denen jeweils ein Begriff zugeordnet ist, ist vor über 3000 Jahren in China entstanden. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, das unsere Welt sich in einem ständigen Wandel befindet , man diesen aber klug beeinflussen kann.
Gabriele Seifert setzt diese I Ging-Zeichen in einen räumlichen Kontext und fügt ihnen so eine weitere Bedeutungen hinzu, - wortwörtlich, witzig oder tiefsinnig. Diese Serie mit dem Titel I Ging-outside wird von ihr umfangreich fotografisch dokumentiert. Die Fotos erweitern die Bedeutungen der I-Ging Zeichen durch zufällig anwesende Menschen, Tiere oder auch Wettereinflüsse.
Meistens sind sie fest angebracht, mit goldener Farbe auflackiert, aber es gibt auch zarte, vergängliche I Ging-Zeichen von Gabriele. So schön passend bei der Inneren Wahrheit: im Moment in voller Blüte, vielleicht im nächsten Moment weggepustet oder verwelkt. Ein achtsamer Moment, den man nicht festhalten kann.

 

Diesmal: Auf einer Wiese

 

"... gestern habe ich auf dem Weg ins Atelier einen Abstecher in den Rheinpark gemacht, bin ein wenig über den Rasen gelaufen und habe mich dann unter einen Baum gesetzt, um Euch ein Gänseblümchen-Orakel zu machen. Es bedeutet „Innere Wahrheit“."


Gabriele Seifert: I Ging 61 Innere Wahrheit

 

   61. Innere Wahrheit




 


 Gabriele Seifert

Gabriele Seifert ist 1959 geboren und lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Köln.
 
Arbeitsbereiche: Malerei, Zeichnung, Collage, Video und Installation.

Sie hat Philosophie und Kunst an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf studiert.

Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.gabrieleseifert.net





I Ging-Postkarten von Gabriele SeifertGabriele Seifert: I Ging - T-Shirts
I Ging - Postkarten und T-Shirts

Wer einmal etwas Besonderes verschenken oder verschicken will:
Eine Auswahl von 10 Motiven umfasst die Postkarten-Edition "IGing-Orte/Gold". Diese kann über Gabriele Seifert bestellt werden gs<at>gabrieleseifert.net
Neu: I Ging-T-Shirts von Gabriele Seifert. Die Website mit dem Shop Opens external link in new window8x8signs.com ist fast fertig ...



Fotos © Gabriele Seifert
IGing ist noch keine Trademark dieser Börsenkapitalfirma No.1  (noch heißt es <i-dsching>, nicht <ai-dsching>).











 

 

 

 

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Tags: i ging, gabriele seifert, köln, kunst
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Gastbeitrag
07.08.2014
08:00

Ohrenkuss im Sommer

Bläcke Föös und schöne Frauen in Bikinis

Ohrenkuss, Gruppenfoto. Foto: Britt SchillingOhrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft gGmbH. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen regelmäßig bei uns zu aktuellen Themen.

Dieses Mal haben wir die Autorinnen um Sommertipps gebeten. Unsere Frageliste wurde in der Ohrenkuss-Redaktion in einem Email zusammengefasst und an die Ohrenkuss-Außenkorrespondenten bis nach Australien versandt. Die Antworten hat Anne Leichtfuss für uns zusammengestellt (vielen Dank, liebe Anne):

 

 




In der Ohrenkuss-Redaktion ist Sommerpause. Sechs Wochen ohne Redaktions-Sitzungen. Was machen die Autorinnen und Autoren in dieser Zeit, mag man sich fragen. Wir haben Glück – sie haben es uns verraten: Sie geben sich dem Sommer hin, in vollen Zügen. Und Tipps für andere Sonnenhungrige haben sie auch: Lieblings-Bücher für den Strandkorb oder die besten Orte, um dort den Sommer zu verbringen.Ohrenkuss-Autorin Jeanne Marie Mohn: Dach









Wichtig ist es, im Sommer und überhaupt, genug zu trinken. Ein Glück, wenn man mit den Getränke-Vorlieben so flexibel ist wie Julian Göpel: „Ich trinke gerne alles. Außer kein Leitungswasser.“
Den Sommer würde er am liebsten auf Mallorca verbringen: „Ich möchte gerne nach Mallorca fliegen und faul am Strand liegen. Ich möchte Cocktail trinken ohne Alkohol.“
Lars Breidenbach, Fernkorrespondent aus Bochum, liest gern im Urlaub. Und was? „Nee, kein Buch, nur Zeitungen, Autozeitung und andere, aber nur (im) Ferienhaus, nicht (am) Strand.“
Wo er in diesem Sommer liest, verrät er uns auch: „Holland, Domburg, am Strand, im Sand laufen, Ping Pong spielen, Füße im Meer kühlen, nicht so weit rein nur Füße oder bis Bauch, oder Eisdiele, Erfrischung, manchmal auch Eis am Strand, Eiswagen fährt rum.“
Den perfekten Ferien-Tag beschließt er mit einer DVD: „Guter Film (für) Ferien, Feierabend, Video oder DVD, auch Die Schöne und das Biest.“



Ohrenkuss-Autorin Marley Thelen: Kuss (Kate und William)








Für Dominic Edler fühlt sich eins ganz besonders nach Sommer an: „Die Wellen an Meer zu sehen.“  Und nicht nur das Meer erregt seine Aufmerksamkeit: „Am Sandstrand die schönsten Frau im Bingens [Bikini] anzuschauen.“
Deshalb wünscht er sich, „die erste Sommer-Liebe kennen zu Lehren. Mit andern im die Sommerdisco zugehen und an Sonnenuntergänge den erste Kuss zu wagen zu ein Mädchen.“

 

 






Aus einer der ersten Ohrenkuss-Ausgaben vor 15 Jahren: Krimi
Das klingt nach Liebe und nach Abenteuer! Julia Bertmann lässt es da, aufgrund der Hitze, ruhiger angehen: „Sommer heißt in diesem Jahr für mich, eine Woche Urlaub mit meiner Schwester auf Korfu. Ich liege am Swimmen-Pool oder am Strand, unter einem Sonnenschirm mit der Sonnenbrille auf der Nase. Und einem spannenden Buch vor der Nase. Wenn es zu heiß wird, gehe ich einfach ins Wasser oder trinke einen coolen Cocktail.“

 

 








Anna-Lisa Plettenberg liebt Sommer-Picknicks: „Ich möchte gerne auf der Wiese Picknicken wollen  mit meine Freundinnen  und freund und nehme zum Essen mit Kartoffelsalat oder schnitzel oder Bretzel mit. Ich ziehe mich  gemütlich an. So ist der Sommer endlich da  und können starten mit Kurzen Sachen anziehen. Ich lege mich auf dem wiese wenn es warm ist oder Heiß ist und braun ich mich.“

 


Verena Elisabeth Turin genießt den italienischen Sommer. Sie hat gleich drei Tipps fürs perfekte Sommer-Getränk:

1)      Sprite
2)      MilchOhrenkuss-Autorin Svenja Giesler: Angela Merkel im Sommerurlaub
3)      Aranciata.

Und dazu isst sie „mehrere Löffel Schokoladencreme aus einem mittelgroßen Glas.“
Auch modisch hat sie eine Sommer-Empfehlung parat: „Meine liebste Mode für diesen Sommer sind halblange geblümte Röcke. Danach hellgrüne, hellblaue, weiße, türkise, rote gelbe einfärbige kurzärmliche Laibchen.“
Außer sie trägt ihren Badeanzug: „Für mich ist der interessanteste Sommer- Sport das Schwimmen. Weil ich für die Landesmeisterschaften in Schwimmen trainieren kann. Am liebsten tauche ich in die Unterwasserwelt hinunter.“

 


Auch Björn Langenfeld hofft auf Lesestoff für den Sommer. Was er am liebsten lesen würde? „Liebesbuch von meiner Freundin, selbstgeschrieben für mich.“
Und er empfiehlt die einzige richtige Kleidung für große Hitze: „Bläcke Föös.“ Für alle, die des Rheinischen nicht mächtig sind: Das sind nackte Füße. Und wo trägt er die zur Schau? Was ist sein liebster Urlaubs-Ort?Siegburg, weil ich da wohne und es da schön ist. Urlaub überall!“

 


Tim Kelly lebt in Australien. Dort hat er ebenfalls den Ohrenkuss Fragebogen zum Sommer beantwortet.
Seine liebsten Getränke für den Sommer sind „Water. Mineral water. Maybe beer. Maybe champagne, or wine. And whiskey.” Wahrscheinlich wechselt das je nach Tageszeit.
Tim interessiert sich für Mode. Was seine eigene Sommerkleidung angeht, ist er jedoch sehr flexible: “I always go on Foxtel. I used to watch fashion on the catwalk. They always wear winter or different ones. Women always wear bikinis, men wear shorts, hat, sunglasses. I like to wear anything. Mensfashion.”
Wir haben ihn auch gefragt, wo er sich im Sommer am liebsten aufhält. “Beaches! They way you get a tan. Summer tan.” Und auch für den Fall, dass es dort zu heiß wird, hat er noch einen Tipp:”The way to keep cool we always turn on the aircon to keep cool.”

 


Gabrielle Garrigan lebt ebenfalls in Australien. Dort gibt es eine Sportart, ideal für den Sommer: “In the australien we played netball.” Es wird in Mannschaften gespielt und funktioniert so ähnlich wie Basketball.
Und sie liebt es, draußen zu sein im Sommer: “Holiday house also BBQ outside and fun with Friends Family.”

Ohrenkuss-Ausgabe Wunder: Johanna von Schönfeld, Marc Lohmann, Verena Günnel und Christiane Grieb, fotografiert von Swetlana Gasetski.

 



Rückantwort erbeten:


Gabrielle hat Fragen an die Leserinnen und Leser des Ohrenkuss Sommer-Textes:
How do you like summer? Is it hot or cold?
And in other Place? What sports do you do in summer? How about you?
Please answer!”
Wer Gabrielle antworten möchte, kann das tun. Sendet uns seine E-Mail (leichtfuss@ohrenkuss.de), wir leiten die Antworten an sie weiter.

 


Jetzt, nach Beantwortung des Sommer-Fragebogens, sinken alle Autorinnen und Autoren wieder zurück in ihre Liegestühle und nehmen noch einen kalten Schluck ihres Lieblings-Getränks. Nach der Sommer-Pause werden wieder Texte geschrieben. Wichtige Dinge recherchiert. Interviews geführt. Getan, was getan werden muss. Aber zuerst genießen wir die Sommer-Pause.

 

 


Zusammengestellt von Anne Leichtfuß

 

 

 

 

 

 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.


... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.
 
Fotos, Zeichnungen und Texte © Ohrenkuss, Fotos: 1) Britt Schilling  Opens external link in new windowbrittschilling.de,  2) SWETLANA GASETSKI
Zeichnungen von den Ohrenkuss-AutorInnen

 

 

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Tags: ohrenkuss, down syndrom, sommertipps
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Verrückte Weltreise (1)

Bildbetrachtung: Kulturlandschaft Darjeeling

  • 10 Dinge, die man sieht und die man nicht sieht

 

 

Reise 2014, Obststand in Kurseong


1) Ein appetitlicher Obst- und Gemüsestand, ein potentieller Käufer davor. Am Sortiment erkennt man, dass es sich eher um eine tropische Gegend handelt - allerdings verraten die Gesichtszüge noch nicht genau, wo.


2) Auf dem Dach des Obststandes spielt sich folgendes ab:







Darjeeling-Bahn
3) Wir sind in Kurseong, einer Kleinstadt in Darjeeling. Hier fährt durch die enge, dichtbefahrene und fußgängerbevölkerte Straße die berühmte Schmalspur-Darjeelingbahn - vielleicht hat jemand den Kinofilm Darjeeling unlimited noch im Gedächtnis? Die Darjeelingbahn passiert auch den (ehemals) höchst gelegenen Bahnhof der Welt in Ghum.

 

 

 

 




Darjeeling-Bahn













Darjeeling-Bahn
4) Darjeeling, im nördlichen Zipfel Indiens, angrenzend an Nepal, Sikkim/Tibet und Buthan, ist nepalesisch geprägt. Nachdem die Briten Mitte des 19.Jh. die Teepflanze aus China erfolgreich in die Region eingeführt hatten, siedelte die Kolonialmacht Nepalesen als Arbeitskräfte für die Teeplantagen an.
Heute, in der 4. Generation, ist die nepalesische Sprache noch gegenwärtig. Die Gesichtszüge der Menschen erzählen über die ursprüngliche Herkunft.
Politisch ist Darjeeling dem Bundesstaat Westbengalen angehörig - seit den 80er Jahren gibt es allerdings Autonomiebestrebungen nach einem freien "Ghorkaland", gespeist aus wirtschaftlich-sozialen Problemen, aber auch aus der eigenständigen Identität.



5) Dieses Jahr haben wir in unserem - etwas verrückten, zugegebenermaßen - Urlaub unsere Lieferanten besucht. Gestartet haben wir unsere Reise in Zimbabwe mit einem Besuch beim Kleinbauernprojekt KAITE, unserem Partner für Chili, Baobabpulver, Papayablatt, in Kürze Moringablatt, und einiges mehr.

 


Über Zambia ging es weiter nach Nepal zum Kanchanjangha Tea Estate - einer genossenschaftlichen Betriebsform mit angeschlossenen Kleinbauerngruppen. Deren darjeeling-ähnlichen Tees werden wir zum Herbst/Winter listen. Auch hier werden interessante Kräuter und Gewürze gesammelt und angebaut, die vielleicht noch den Weg in unser reichhaltiges Sortiment finden.

 

 

 

 


Teefelder in Darjeeling, Bio-Plantage Singell


In Darjeeling besuchten wir klassische Bio-Fairtrade-Teeplantagen unseres langjährigen Partners, die seit wenigen Jahren zusätzlich selbstständig organisierte Kleinbauerngruppen betreuen und deren Tees verarbeiten. In der Umbruchsituation in Darjeeling - Proteste gegen die postkoloniale Teeplantagenstruktur / Autonomiebestrebungen - ist das nun ein interessanter Schritt. Da wir gezielt Kleinbauernprojekte unterstützen, werden wir ebenfalls zum Winter einige dieser neuen Tees listen.


 

 

 


Die Teepflückerinnen von Singell bringen die Morgenpflückung zur Teefabrik
6) Die alte Teeplantagenwirtschaft, das britische Erbe, befindet sich in der Krise. Nach dem Plantation Labour Act ist der Plantagenbesitzer - staatlich oder privatwirtschaftlich - verantwortlich für die Versorgung der ArbeiterInnen, in den Bereichen Wohnen, Nahrung, Bildung und Gesundheit. Heute ist vieles vernachlässigt, die Häuser nicht mehr in gutem Zustand, Grundlöhne zu niedrig, hohe Jugendarbeitslosigkeit.

Ein Grund dafür sind  z.B. auch zu niedrigen Teepreise, die im Export erzielt werden. Nach unseren Eindrücken werden bei Fairtrade-Plantagen einige Mängel, für die eigentlich die Besitzer zuständig sind, mit den Fairtrade-Prämien aufgefangen.

 

 

 

 


In der Teefabrik wird der angelieferte Tee gewogen ...
7) Die Teeplantagenstruktur, die zwar theoretisch eine gute und sichere Rundumversorgung darstellt, ist im Empfinden der Menschen nicht mehr zeitgemäß, da sie andererseits ein großes Maß an Vorher- und Fremdbestimmung darstellt. Die Unzufriedenheit äußert sich in Streiks, befürchtet werden Unruhen, aber es werden auch neue Wege (selbständiges Kleinbauerntum, Bio-Anbau auf mittlerweile 70% aller Teeplantagen, Fairtrade-Initiativen, Ökotourismus) gefunden. Wir können die einzigartige Kulturlandschaft Darjeelings erhalten und fördern, in dem wir gerechte Preise für diese köstlichen Tees bezahlen.

 

 

 


... und in ein Buch zur Abrechnung eingetragen
8) Eine neue Arbeit der Soziologin Opens external link in new windowSarah Besky über die Struktur Darjeelings beschreibt das Miteinander von Mensch und Natur als "landscape". Die TeearbeiterInnen haben ein persönliches und emotionales Verhältnis zu ihren Teesträuchern, die sie pflegen und beernten. Sie sind sozusagen miteinander verwoben. Nimmt man diesen Landscape- Gedanken an, ergeben sich neue Frage zu Grundbesitz - wem gehört eigentlich das Land, wem die Pflanzen?


9) Auf unserer sehr intensiven Reise unter dem Thema "kleinbäuerliche Bio-Landwirtschaft" haben wir verschiedenste Gesellschaften gesehen - ganz ursprüngliche in Zimbabwe, und postkoloniale Gesellschaften in Indien, die deutlich durch das britischen "Heritage" geprägt sind (Gebäude, Anlagen, und die alten Teepflanzen sind immer noch unverzichtbare Betriebsmittel).


10) Nun sind wir wieder zurück, die Betriebsferien sind zuende, Stapel an Arbeit und die Herbst-Messesaison stehen an. Danach werden wir natürlich zu allen Reisestationen ausführliche Bild-Berichte schreiben. Zwischendurch, bis das alles fertig ist, gibt es im Blog noch einige "Häppchen" unserer verrückten Weltreise.

 

Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner

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Tags: bio-kleinbauern, zimbabwe, kaite, all organic africa, nepal, darjeeling
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