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Kille Enna: Hibiscus-Limonade

Erfrischendes Hibiscusgetränk 'Karkadeh'

 

Kille Enna: Karkadeeh
An dieser Stelle erschienen bereits viele Rezepte der dänischen Spitzenköchin, Autorin und Fotografin Kille Enna (siehe Portrait unten). Von ihren zahlreichen Kochbüchern gibt es zwei auf Deutsch: 'Der echte Geschmack', Christian Verlag GmbH, München, und 'Unser Essen - natürlich', ein Projekt von Ikea of Sweden.
 
In ganz jungen Jahren leitete Kille Enna ein Spitzenrestaurant in London. Mit den Jahren wandte sich sie immer mehr dem Wesentlichen zu, den Aromen, Essenzen, Eigenarten der "Rohstoffe". In ihren Kochbüchern entdeckt man zwischen vollständigen Gerichten auch kleine, betörend einfache, aber sehr sinnliche Rezepte, wo sie ohne Scheu vor Verrücktheiten den Frucht- oder Gemüsesorten mit Hilfe von ungewöhnlich ausgesuchten Gewürzen zu Höhenflügen verhilft (diese gefallen uns am besten).
 
Zum Sommer mailte Kille für unseren Blog ein ganz kleines Rezept, in das man sich verlieben kann: Karkadeh, das ägyptische 'Nationalgetränk' aus Hibiscusblüten.




Hibiscus lemonade - Karkadeeh

 

 

Back in 2001 I tasted Karkadeeh for the first time. On my Egyptian cooking trip where I was the private cook of 22-spoiled guests. They were - and I - staying in beautiful old hotels at night. One day we spent the night at the Old Winter Palace in Luxor and were served an ice-cold red welcome drink. The taste was something in between summer berries and lemons. Very delightful. There was a thick layer of pink foam on top, which kept its shape in astonishingly long time. I was totally impressed, how did they do this?

 

Bereits im Jahr 2001 probierte ich Karkadeeh zum ersten Mal. Auf meiner ägyptischen Koch-Reise, wo ich die Privatköchin für  22 verwöhnte Gäste war. Sie  - und ich - wohnten in schönen, alten Hotels in der Nacht. Eines Tages verbrachten wir die Nacht im Old Winter Palace in Luxor und bekamen ein eiskaltes, rote Begrüßungsgetränk serviert. Der Geschmack war etwas zwischen Sommerbeeren und Zitronen. Sehr reizvoll. Es war eine dicke Schicht aus rosa Schaum oben, die ihre Form eine erstaunlich lange Zeit behielt. Ich war total beeindruckt, wie haben sie das gemacht?

 

  Kille Enna: Karkadeeh mit Minze und Ingwer
If you want to achieve the same result, the readymade lemonade needs to go into the blender. Wait 10 seconds. Now pour the summer fruit coloured liquid into champagne glasses. Enjoy instead of alcohol on a summer evening in the gardening. Traditionally, Karkadeeh is served ice cold. But the lemonade can successfully be warmed in the cold months of the year.

 

Wenn Sie das gleiche Ergebnis erreichen wollen, muss die fertige Limonade nochmal in den Mixer. Warten Sie 10 Sekunden. Nun gießen Sie die Sommerfrucht-farbige Flüssigkeit in Champagner-Gläser. Genießen Sie sie statt Alkohol an einem Sommerabend im Garten. Traditionell wird Karkadeeh eiskalt serviert. Aber die Limonade kann ebenfalls sehr gut in den kalten Monaten des Jahres erwärmt werden.

 

 Ingredients / Zutaten

 

  • 20 g of whole, dried hibiscus flowers - getrocknete, ganze Hibiscusblüten

  • 100 g light cane sugar - heller Rohrzucker

  • 1 L water - Wasser

 


Place all the ingredients in a pot. Bring the liquid to a boil and let it simmer for 10 minutes. Turn heat of. Wait 10 minutes. Sieve, chill and blend (not necessary) the lemonade. Serve ice cold. Happy summer holidays.

 Bio-Hibiscusblüten aus einem Frauenprojekt in Burkina Faso

Alle Zutaten in einen Topf geben. Bringen Sie die Flüssigkeit zum Kochen und lassen Sie sie 10 Minuten köcheln. Schalten Sie die Hitze aus. Warten Sie 10 Minuten. Sieben, kühlen und mixen (nicht notwendig) Sie die Limonade. Eiskalt servieren. Glückliche Sommertage.

 


Tasty note: Fresh spearmint leaves and grated ginger can be added, as soon as you take the pot of the heat. 


Pikante Note: Frische grüne Minze Blätter und geriebener Ingwer können hinzugefügt werden, sobald Sie den Topf von der Hitze nehmen.

 

 

 

 

 

 
Summer thoughts,

Kille Enna

 

 




Kille Enna, Köchin, Gewürzspezialistin und Autorin

Kille Enna, Spitzenköchin, Buchautorin und Fotografin, lebt in Ystad.

Sie wird in Schweden und Dänemark fast wie ein "Idol für die naturbelassene Küche" verehrt, (siehe auch unser Portrait: Opens internal link in current windowKille Enna, Spitzenköchin, Fotografin, Autorin ).
 
Ihr Markenzeichen ist die tiefe Kenntnis im Umgang mit Aromen - sei es ganz puristisch im Umgang mit Früchten und Gemüsesorten, im Umgang mit Säure, Schärfe, Süße, - oder sehr reichhaltig im Umgang mit Gewürzen. Ihre Rezepte sind virtuos, was erst Erstaunen und dann ein sinnliches, lebensfreudiges Begreifen hervorrufen vermag. 

Mehr über Kille Enna:   Öffnet externen Link in neuem Fensterkilleenna.com
Text und Fotos © Kille Enna

 

Buchtipps auf deutsch:
Kille Enna und Georg Schweisfurth: Der echte Geschmack. Christian Verlag GmbH, München Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.christian-verlag.de . Rezepte nach Jahreszeiten, mit wunderschönen Fotos von Kille Enna.
Unser Essen - natürlich. © STABIL. Projekt und Produktion: Ikea of Sweden. Fotos, Texte und Rezepte: Kille Enna. 2013. Bezugsquelle über die IKEA-Einrichtungshäuser
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tags: hibiscus, limonade, karkadeh, kille enna, bio-kräuter
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Heiliger des Monats Juni: Eskil von Södermanland

12. Juni: Eskil von Södermanland

Heiligengeschichten sind schöne Geschichten für das Unterbewusstsein bzw. die archaische Psyche. Das katholische Christentum und insbesondere der rheinische Katholizismus bietet mit seinen unzähligen Heiligen einen ähnlich guten psychologisch-spirituellen Service wie unser altes Kelten- und Germanentum (zum großen Teil wurden deren (Natur-) Gottheiten dem spröden Monotheismus zunutze gemacht).
Aber manchmal ist es dann doch zuviel. Egal welche Religion, welcher spirituelle Hintergrund - die Menschen mit ihren dunkelsten Seiten - ob es Geschichtsbücher sind oder die Tageszeitung.

 

 


Heutzutage wundert man sich zu hören, daß das riesige Grönland irgendwie zu dem lütten Dänemark gehört. Die Ursache liegt gute 1000 Jahre zurück. In unermüdlicher, emsiger Heimarbeit haben die Dänen eine beträchtliche Überbevölkerung zu Stande gebracht, die nordischen Winter sind lang. Dieses Jungvolk drängt nun in die große weite Welt. Sie hoffen, überall etwas  besseres als Räucherhering vom Torffeuer zu finden, und recht haben sie. Also werden der Osten Englands, ganz Norwegen, Island, Grönland und sogar Teile Nordamerikas durch die überschüssigen Wikingersprößlinge besiedelt.


Dieser Einwanderungen halber versteht man sich in Nordeuropa rein sprachlich prächtig, was erklärt, daß im Gegenzug gerade aus Britannien zahlreiche Mönche als Entwicklungshelfer Richtung Schweden und Dänemark aufbrechen. Zu tun ist viel, das Christentum hat eben erst Fuß gefaßt, die Sitten sind außergewöhnlich rau.
Unter dem Patronat des fortschrittlichen Königs Ingo wirkt so auch der englische Priester Eskil als Bischof für Jahrzehnte in Tuna, heute zu seinem Andenken Eskilstuna genannt,  am dem riesigen See Mälaren in Södermanland westlich Stockholm.


Der Firnis der Zivilisation ist bekanntlich erschreckend dünn, ihre Errungenschaften werden nicht von jedermann geschätzt. Sven, König Ingos Schwager, gelingt es, diesen vom Thron zu verdrängen, in dem er die Mehrzahl der Krieger in der Heeresversammlung hinter sich bekommt. Wie lauten seine verführerischen, allgemein überzeugenden Wahlversprechen ? Schluß mit Lesenlernen und so `nem Tünkram, die 10 Gebote in die Tonne, wir sind Schweden und keine Warmduscher,  und vor allem: die Rückkehr der Blutopfer !! Alles brüllt bis zur Heiserkeit Hurra, dem alten König Ingo schmeißt man Dreck hinterher, und dann wird gleich eins der am Rand der Wiese grasenden Pferde gemeinsam zerfetzt, alle drinken vom warmen Blut, Bäume werden mit Blut beschmiert, lustig wird weiter geschlachtet, die Musik geht los, und zwanglos beginnt ein traditionelles schwedisches Barbecue.


Bischof Eskil sieht sein Lebenswerk vor der Vernichtung stehen. Die Offene-Hose-Machos der Kriegs-Häuptlinge mit ihrem Gesetz des Dschungels wüten wie zu Zeiten ihrer Großväter, als sich die Opferbäume unter den reingehängten Menschenopfern bogen. Der südliche Nachbar Deutschland baut steinerne Brücken, prächtige Paläste, kunstvolle Kirchen mit farbigen Fenstern, lauscht abends gesittet den Minnesängern, verpaßt sich ab und zu ein paar Beulen in Schaukampf-Tournieren, lernt in Italien römisches Recht, erschließt sich die Literatur der Welt.
Eskils eigene Schützlinge dagegen saufen und raufen sich in endlosen „Opferfesten“ die Rübe weg, es ist ein Trauerspiel.
Eskil nimmt seinen Job ernst, er kann nicht einfach so wegsehen. Viele, die jetzt „den wilden Mann machen“, sind Eskils Pfarrkinder, ja Schüler, es bricht ihm das Herz. Seinen ganzen Mut und seinen Glauben an das Gute im Menschen zusammennehmend macht er sich auf den Weg in den Nachbarort Strängnäs, wo unter dem Vorsitz Svens gerade mal wieder die Sau rausgelassen wird. Man läßt den Bischof nicht lange reden – einer steht auf und schlägt ihm einen Stein gegen den Kopf, jetzt traut sich ein zweiter der Helden und haut mit der Axt drauf, und schon wieder haben der Fortschritt und die Zivilisation einen Märtyrer mehr.


Wenig später kehrt Ingo zurück, und „Blut Sven“ wird in einem in Brand gesteckten belagerten Haus selber gegrillt, der Nostalgie-Trip zurück in die Barbarei ist zu Ende – zu Ende für die Schweden. Dafür reißt der Faden, aus dem der schützende und schmückende Mantel der Kultur gewebt wird, immer mal wieder woanders. In Deutschland ist das noch gar nicht lange her, später zerlegte sich Jugoslawien ohne Sinn und Verstand, aktuell ist Afrika an der Reihe, und das wird auch nicht aufhören, wir Menschen sind so. Erklärt eine Gruppe oder ein Gewaltherrscher die Regeln der Moral aus „höheren Gründen“ für aufgehoben, dann trösten sich die Menschen damit, daß sie ihre Laster nun ausleben können, ist ja auch mal schön. Während der Nazi-Zeit erstickte manche Gestapo-Dienststelle an den täglich waschkörbeweise eingehenden Anzeigen: jeder gegen jeden, aus Neid, aus Gier, das sind zwei der Todsünden, es gibt sieben, der Mensch ist auch im Bösen erfinderisch.


Der heilige Eskil hat die rote Karte gezogen, als es Zeit dafür war – und das ist eine gute Haltung, das geht jeden Tag. Warum weiter naturvernichtende Konzerne unterstützen, wenn man doch auch Bio-Lebensmittel und faire Produkte einkaufen kann ? Um ein paar Euro zu sparen – für was ? Warum wild pokernde Banken fördern, wenn man sein Geld mittlerweile auch bei ehtisch aufmerksamen Häusern sicher parken kann ? Und warum in drei Teufels Namen Strom vom Atomkraftwerk ? Wir haben alle Möglichkeiten, man muß einfach machen, und auch immer öfter mal nein sagen.
Fußball ohne rote Karte wird zum Rugby, Christi Himmelfahrt zum „Vatertag“, Gott bewahre.






 

 

 Herzlichst

 

Peter Kirwel

 





Peter Kirwel, Autor der Heiligen des Monats


Peter Kirwel

macht hauptberuflich den Vertrieb für Topas (Bio-Hersteller veganer Wheaty-Produkte) und hält nebenberuflich die traditionellen katholischen Prozessionsbräuche (die eigentlich die ganz alten Kulte fortführen) in seinem Eifeldorf am Laufen, auch eine Punkzeit soll es gegeben haben.


Peter verweist noch auf auf das Ökumenische Heiligenlexikon, deren Kalenderfunktion er gerne nutzt:  " ... vor allem, da die überkonfessionell und unabhängig sind -  wer sich weiter in die Welt der Heiligen vertiefen möchte, kann das ganz bequem auf der unerschöpflichen Seite www.heiligenlexikon.de tun".


 

 

 





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Tags: heiliger des monats, eskil, bischof, england, grönland, dänemark, schweden, wikinger
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Juni

Kathrin Franckenberg: Junisonne

 

Kathrin Franckenberg: Junisonne

 

Junisonne

 

Strahlend im Sein.











 



Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de







"Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"  

Kathrin Franckenberg

 

 

 

 

 

 

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Tags: point zero painting, authentisches malen intuitives malen, kreativität
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