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Heiliger des Monats Dezember: Stephanus

26. Dezember: Stephanus


Schöne Geschichten für das Unterbewusstsein bzw. die archaische Psyche. Das katholische Christentum und insbesondere der rheinische Katholizismus bietet mit seinen unzähligen Heiligen einen ähnlich guten psychologisch-spirituellen Service wie unser altes Kelten- und Germanentum (zum großen Teil wurden deren (Natur-) Gottheiten dem spröden Monotheismus zunutze gemacht). Diese Geschichte ist auch wie die von Saulus/Paulus (siehe http://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/01/22/heiliger-strohsack-geschichten-vom-heiligen-des-monats-januar.htm plus die beiden nachfolgenden Beiträge zu Paulus) hoch politisch und erschreckend aktuell. Mit Anklängen an sozialpolitische Gruppen wie ATTAC, das Weltsozialforum und viele mehr.

 

 

 

  • Patron der Steinbrecher, der Maurer, für einen guten Tod


Stephanus, der erste Jünger Jesu, der diesem in den Tod nachfolgt. Im Plan der Autoritäten setzt der Mord am Zimmermannssohn aus Nazareth den Schlußpunkt. Diese Galiläer sind aber komplett von der Rolle, außer Rand und Band, diskutieren an jeder Straßenecke, organisieren sich.
Unaufhaltsam wächst und gedeiht die basis-kommunistische Sandalentruppe, wählt sich Funktionäre. Die meisten Stimmen erhält Stephanus, er organisiert die Armenhilfe, ein mächtiges und volkstümliches Instrument der Propaganda, das ist der Griff nach der Macht.

Der Gegenschlag erfolgt schnell und effektiv. Stephanus wird gekidnappt und vor ein Gericht gestellt. Das Gericht ist durch und durch Partei, alle Zeugen gekauft, ein abgekartetes, böses Spiel.

Was ist das mit diesem Jesus ? wollen die genervten, nervösen Richter wissen. Das Volk wird unruhig, bereitet sich hier ein Aufstand vor ? Dieser Wirrkopf ist doch mausetot, alle haben ihn gesehen, wie er im Frühjahr neben der Straße am Balken hing. Die Vorstellung ist aus, und keiner geht nach Hause.

Mit Stephanus haben sie den richtigen erwischt, er nimmt kein Blatt vor den Mund. Deppen seien sie alle miteinander, blind und blöd hätten sie den Messias umgebracht, ihren eigenen König, das verheißene Heil Israels.

Der Saal kocht, manchem ist das ein Stich ins Herz, die meisten knirschen mit den Zähnen, die Stimmung ist aufgepeitscht. Unwahrscheinlich, daß Stephanus diesen Schauprozeß mit heiler Haut verlassen wird.
Und ? Was tut dieser junge Mann, macht er in De-Eskalation, rettet er sich in   Kirchentagsgeschwafel ? - Einen Teufel tut er, Stephanos Protomartyros, Erz-Blutzeuge, Politkommissar Gottes: seine Arme breitet er aus, seine Augen reißt er auf, legt seinen Kopf in den Nacken und ruft laut und klar ins plötzliche verblüffte Schweigen: „Ich sehe den Himmel offen, die Herrlichkeit Gottes, und mein Freund Jesus steht zur Rechten des Herrn.“

Hundert Schreie wie einer antworten, sie treten und prügeln ihn durch die Stadt zum Tor hinaus, bewerfen ihn mit Steinen, bis er zermanscht tot liegt.

Ist das Feuer der Christen-Revolte damit ausgetreten, sieben Monate nach der Kreuzigung ? - Das Gegenteil geschieht. Wie zerstäubende Funken verteilen sich die Kader der Bewegung hinein ins Reich und darüber hinaus, ein Flächenbrand. Die  Gemeinde Jesu flieht, aber Ideen nisten im Kopf, und den trägt man mit sich. Saulus, einer der Schlächter des Stephanus, eilt den Entkommenen hinterher, die Lizenz zum Töten hat er vom Hohen Rat.

Nun, es hat nicht funktioniert, es funktioniert nie. Die Gedanken sind wirklich frei, Zensur ist kindisch. So, wie es nach der alten Architektenweisheit „kein dichtes Flachdach gibt“, das Wasser findet seinen Weg, so lassen sich neue Botschaften nicht zurückrufen.

Stephanus ist in der Sekunde dem Tod geweiht, als er sagt, daß er Jesus zur Rechten Gottes sieht. Den Jesus, dem man gut 30 Jahre bei allen menschlichen und allzu menschlichen Verrichtungen zuschauen konnten. Ein Mensch, dessen menschliche Mutter noch lebt.

Das genau ist der Kern der Message selbst, wogegen alles andere zu Killefitz wird: der Unerreichbare, Ungreifbare, Gott selbst, hat sich kleingemacht, ist Mensch geworden mit allen Konsequenzen. Hat uns Menschen damit groß gemacht, sehr groß, mit allen Konsequenzen.
In dieser Gottesnähe gründet die Würde des Menschen, nicht in irgendwelchen abstrakten Menschenrechten. Die Gottesebenbildlichkeit des Menschen duldet auf die Dauer keine Sklaverei, die verträgt sich schlecht mit einem rücksichtslos triebgeleiteten Verhalten wie auf dem Affenfelsen im Kölner Zoo oder am Ballermann, die geht mit Krieg nicht zusammen.

Die Mächtigen unseres Planeten wollen durchregieren, einzelne Menschen wie Jesus oder Stephanus sind denen nur Spielsteine. Guantanamo gehört besten Freunden, und diese Freunde führen mit unserer freundlichen Hilfe einen irre-mörderischen Drohnen-Krieg gegen Frauen und Kinder. In China und Rußland herrscht das Lagersystem wie eh und je, Afrika liegt weithin im Chaos, Südamerika im Würgegriff von Drogenbossen - und genau den Wirtschaftskonzernen, die uns das tägliche Stück Fleisch auf den Tisch zaubern, kaum einer fragt nach, wie.

Das Vermächtnis des ersten Blutzeugen Stephanus ist die Botschaft der hohen Würde des Menschen. Diese Botschaft überall auf der Welt durchzusetzen, wird noch das Blut ungezählter frommer Menschen kosten. Aber auch nur das Blut, mehr können die Mächtigen den Märtyrern nicht nehmen, letztlich siegt die Wahrheit. Immer.

 

 

 





Peter Kirwel, Autor der Heiligen des Monats


Peter Kirwel

macht hauptberuflich den Vertrieb für Topas (Bio-Hersteller veganer Wheaty-Produkte) und hält nebenberuflich die traditionellen katholischen Prozessionsbräuche (die eigentlich die ganz alten Kulte fortführen) in seinem Eifeldorf am Laufen, auch eine Punkzeit soll es gegeben haben.



 

 

 

 

 

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Tags: heiliges des monats, stephanus, jesus
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Gastbeitrag
24.12.2013
08:00

Mikrokosmos: Walk of Fame

Farbenfrohe Stars und Sternchen auf der Wiese

Hygrocybe punicea, granatroter Saftling, Nunkirche
Hygrocybe punicea, granatroter Saftling, Nunkirche
Hygrocybe pratensis, orangefarbener Wiesen-Ellerling, Klumpenmühle
Hygrocybe pratensis, orangefarbener Wiesen-Ellerling, Klumpenmühle
Hygrocybe lacmus, volettgrauer Saftling, Landwiesen
Hygrocybe lacmus, volettgrauer Saftling, Landwiesen
Hygrocybe calyptriformis, rosenroter Saftling, Nunkirche
Hygrocybe calyptriformis, rosenroter Saftling, Nunkirche
Hygrocybe ixotrichoderm 10x
Hygrocybe ixotrichoderm 10x




Diesmal zeigen wir “Weihnachtsdeko“ der besonderen Art:


bis in den trüben, kühlen aber noch frostfreien Spätherbst hinein beleuchten und beglänzen diese bunten (Vor)-“Weihnachtskugeln” die stumpfgrünen Magerwiesen in rot, orange, rosa, oft auch gelb und grün und braun, selten grauviolett.

 

 


Im Zeitalter industrieller Agrarwirtschaft haben solche ungedüngten, ertragsarmen Wiesen-Biotope, und damit auch die gegen Düngung empfindlichen Mycelien der Saftlinge, kaum noch eine Überlebenschance, sofern sie nicht zu Naturschutzgebieten erklärt werden.

 

 

 


Bis auf den etwas robusteren Orangenen Wiesen-Ellerling, den wir auf unserer eigenen, seit 25 Jahren nicht gedüngten Streuobstwiese angetroffen haben, stammen die abgebildeten Saftlinge aus solchen Naturschutzgebieten, zusätzlich stehen alle Saftlings- und Ellerlingsarten (also die Gattung Hygrocybe ) nach der Bundesartenschutzverordnung vom Januar 2004 (BGBl I S.1677) noch einmal gesondert unter Schutz. Nur im Rahmen von behördlich genehmigten Begehungen dieser Naturschutzgebiete (NSG) war uns die Entnahme von Fruchtkörpern in kleinen Mengen zu Bestimmungszwecken gestattet.

 

 

 


Öffentlich werden diese pilzlichen Kleinode kaum wahrgenommen, sie besitzen keinen wirtschaftlichen Nutzen, tragen nicht zum Gelingen der Energiewende bei (gegen Raps- und Maisfelder reagieren sie mit allergischem Verschwinden), sind einfach nur schön und sollen uns in dieser letzten Mikrokosmosausgabe 2013 makro-beglücken.

 

 

 


Wie ihr Glanz zustande kommt? Dazu diesmal das einzige Mikrobild: die feuchtschimmernden Arten (dazu gehört der Orangene Wiesen-Ellerling als trockene Art allerdings nicht) besitzen eine gelatinöse oder viskose Huthaut mit eingelassenem, haarfeinem Hyphengewebe. Abgebildet ist das sogenannte Ixotrichoderm des Granatroten Saftlings (Hygrocybe punicea).

 

 

 

Etwas Schneeglanz zu Weihnachten wär’ trotzdem schön.
 






Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer
 


 

 

 

 

Bilder mit Klickvergrößerung

 


Die Pilzsachverständigen bei der Arbeit ...

 


Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt und Wiesenmeister).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.

 

 

 

Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer



 

 

 

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Tags: wiesen-biotope, wiesen-ellerling, saftlinge, hygrocybe
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Die Entwicklung einer Leidenschaft

Gibt's Tee?!

Unsere Heuschrecke-Tee Test-KandidatenHier ein Rezept für die Zubereitung grünen Tees:
1. 7 TL grüner Tee für 6 Tassen kochendes Wasser nehmen.
2. Tee in eine vorgewärmte Teekanne aus Ton geben, keine Glaskanne benutzen.
3. Kochendes Wasser auf die Teeblätter gießen, möglichst weiches Wasser verwenden.
4. Etwa 2 1/2 Minuten ziehen lassen.
5. In eine andere gewärmte Kanne seihen.
6. Den Tee mit Zucker, Honig oder Kandis süßen.


Bei uns läuft das anders!
Wir sind eine Bürogemeinschaft von Webdesignern, Programmierern und Computer-Nerds in Köln und haben in diesem Jahr unsere Leidenschaft für Tee entdeckt.

Bei uns kommen ca. 5 Teelöffel grüner Tee in eine dünne Papier-Filtertüte für Halter (gibts 100 Stück für ca. 3 Euro).
Leicht zusammen gedreht kann man diese Papierfilter mit der langen Lasche auch ohne Halter in eine 1-Liter-Kanne hängen und mit dem Deckel fixieren.
Wir verwenden eine Thermos-Kanne, dann ist auch später die zweite Tasse noch heiß.
Das Wasser für den Tee nehmen wir ganz normal aus der Leitung ("et Wasser vun Kölle es joot").
Wir kochen es energiesparend mit einem separaten Wasserkocher und warten nach dem Kochen noch etwas, damit das Wasser sich beruhigen kann. Wenn das Wasser dann nicht mehr brodelt wird es über die Teefiltertüte gegossen, so dass der Beutel oben im Wasser hängt und ziehen kann. Dann warten wir 4 - 5 Minuten.
Wir lieben den Tee etwas kräftiger. Zucker, Honig oder Kandis sind vollkommen überbewertet und nicht notwendig.
Für uns ist nur eines wichtig: der feine, reine Geschmack des Tees und die anregende Wirkung.

Früher
zuckelten meine Kollegen zwischendurch zur Senseo-Pad-Kaffee-Maschine in unserer kleinen Küche, um nach Stunden konzentrierter Arbeit vor den Rechnern Erfrischung, Labsal und Atzung zu tanken.
Die Kaffee-Maschine ist mittlerweile kaum noch in Betrieb. Tee ist angesagt!


Im Sommer erhielten wir vom Bio-Tee-Großhändler "Heuschrecke GmbH" ein kleines Sortiment Grüntees als Dankeschön für fachliche Unterstützung beim geplanten Einsatz von QR-Codes auf den Verpackungen einiger Heuschrecken-Produkte.
Diese Tees sind derart hochwertig und lecker, dass nach und nach alle Kollegen zu begeisterten Teetrinkern mutierten.
Anstatt morgens nach Betreten des Büros als Allererstes einen Kaffee zu kochen, wird jetzt von Thomas, dem "numero uno" Teekocher-Ober-Babo erstmal ein "schönes Teechen" gekocht. Er hat die Zubereitung raus und wenn auf seinem Smartphone  der MP3-Hahn kräht ist der Tee fertig gezogen.

In den letzten Woche war als beliebter Morgentee ein "Dung Ti Oolong" in der "rotation": ein guter Starter in den Tag, wolkig und schön grün in der Tasse.
Ein Oolong ist ja ein halb-fermentierter Tee. Dafür müssen die Teeblätter zunächst nach dem Pflücken in der Sonne zu welken beginnen und werden danach zur Ruhe gelagert. Es beginnt eine Oxidation, bei der die Blätter immer wieder leicht gerieben und geschüttelt werden, so dass der austretende Saft mit dem Sauerstoff der Luft reagiert.
Je nach Oxidationsdauer tendiert der Oolong geschmacklich mehr zum Grün- oder zum Schwarztee.
Der von uns getrunkene "Dung" ist ein Grüntee und kann deshalb ruhig etwas höher dosiert werden, damit er kräftiger schmeckt und belebender wirkt.


Meist kommt unser Kollege und Grafik-Designer Edgar etwas später ins Büro, da er bei seiner zweiten Leidenschaft als DJ oft bis tief in die Nacht die Menschen zum Wippen & Shaken bringt. Seine erste Frage, wenn er die Bürotür durchquert: "Gibt's schon Tee?"
Der "Dung Ti Oolong" baut ihn dann rasch wieder auf und bringt den gewohnten "groove" zurück...

Gegen 11 Uhr vormittags geht dann noch ein blumiger "Grüner Earl Grey mit Bergamotte".
Der erinnert uns an Captain Jean-Luc Picard vom Raumschiff Enterprise, der vor dem Replikator (einer Nahrungs-Erzeuger-Maschine der Zukunft, wahrscheinlich Weiterentwicklung der heutigen 3D-Drucker) stehend per Sprach-Befehl einen "Tee, Earl Grey, heiß!" bestellt.
Sein Lieblingsgetränk.
Tee aus dem Replikator wollen wir nicht, unser Tee ist nicht-synthetisch und Bio-zertifiziert!
Ursprünglich war Earl-Grey-Tee ausschließlich chinesischer Schwarztee. Die Legende sagt, "dass bei einem Sturm auf einer Überfahrt auf hoher See zwischen England und China die transportierte Ladung des Schiffes stark durcheinander geworfen wurde und sich dabei auslaufendes Bergamotteöl auf mitgeführte Teeballen ergoss.
Lord Grey ließ sich bei der Ankunft des Schiffes in London die Schäden zeigen und beschloss, zunächst den „verschmutzten“ Tee zu probieren und erst dann zu entscheiden, ob die Ladung vernichtet werden müsse.
Der betreffende Tee kam bei Freunden und Bekannten jedoch so gut an, dass der Earl beschloss, den von nun an als aromatisiert bezeichneten Tee in den Handel zu bringen." (Zitat: Wikipedia.de).
Wir lieben ihn in der grünen Version!

Nach der Mittagspause steht dann Chefgrafiker und ex-Star-Fotograf Ulli ( hat 1980 das Cover der BAP-Platte "Affjetaut" fotografiert) am Wasserkocher und braut einen "lecker Marrakesch-Tee" für den Nachmittag.
Dieser Grüntee mit Nanaminze ist auch mein persönlicher Favorit. Frisch, belebend und klar in der Tasse.
Der Hamburger Comedian Olli Dittrich als "Dittsche" würde ihn "perlig" nennen. ("Das perlt aber heute wieder").
Ein Tässchen dieser nordafrikanischen Mischung gibt genug Schwung, um geschmeidig den Nachmittag mit Kunden-Support ("...mein Internet geht nicht") und langwieriger Programm-Fehler-Suche zu überstehen.

Außer Konkurrenz hatte uns Ursula von der Heuschrecke Naturkost GmbH noch einen Kräutertee dazu gepackt - Männertee "Zeit für Wesentliches".
Eigenwerbung: "Dieser Tee ist gedacht für die heutigen Männern in ihrem Spagat zwischen Beruf/Leistung und Familie ... scheinbar gegensätzliche Themen werden durch die ausgewählten Pflanzen, Blüten und Wurzeln, von Bibernell,  Eschenrinde über Odermennig und Orange, bis zu Zitronenmyrte ... in der Teemischung zusammengeführt.

Auch wenn die Zeitschrift "Titanic" den Tee schon getestet hat und der Ex-NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ihn lobte (Opens external link in new windowhttp://www.heuschrecke.com/maennertee-2.htm) - mein Ding ist das ehrlich gesagt nicht.
Kräutertee ist meines Erachtens eher zum gesund bleiben und werden, für unsere kreative Arbeit darf es ruhig etwas belebend und anregend sein, wie all die vorzüglichen Grüntees, die wir jetzt täglich genießen.
Wir haben unser Getränk gefunden!

In Köln kann man die Bio-Tees der Firma Heuschrecke in den NATURATA-Biomärkten erhalten oder ganz problemlos und bequem von zu Hause aus im Online-Shop Opens external link in new windowwww.naturata-koeln.de bestellen und liefern lassen.



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

Rezepte: Ohrenkuss kocht

Rezepte von Ohrenkuss für alle Lebenslagen

Ohrenkuss ...da rein, da raus - das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom, unter der Leitung von Herausgeberin Dr. Katja de Bragança. Ein einzigartiges und vielfach prämiertes Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen bloggen regelmäßig bei uns zu aktuellen Themen.
Diese Mal haben wir die AutorInnen gebeten, aufzuschreiben, was sie so kochen und gerne mögen. Hier die Rückmeldungen:

 

 

 

 


 



Picknick, Hühnersuppe, Frühstückstipps

Bio-Chili aus Zimbabwe von HeuschreckeMarley Thelen, Ohrenkuss-Autorin
1.Für Ein Picknick brauche ich eine Tasche mit Besteck und plastikteller und eine Tischdecke, um alles drauf aufzubauen. Am Rhein oder am Strand. Oder in Hamburg. Da brauchen wir ein Ei , ein Butterbrot und Plätzchen, oder Hamburger und was zum trinken. Und dann gehts jetzt schon los und wir fahren mit dem Fahrrad am Rhein. Salat auf jeden Fall, Nudelsalat, Kartoffelsalat, und ein kleiner grill mit Holz für Würstchen oder auch fisch mit ohne Kopf und ein scharfes Messer und eine Angel wegen Fische fangen und einen Eimer zum reinzutun. Und dipp natürlich. Honig Senf Paste, paprikapaste und knoblauchpaste und ein Baguette oder Brot. Und manchmal auch einen Bikini einpacken, wenn jemand gerne schwimmt und ein Buch zum lesen oder eine Sonnenbrille, um die Sonne zu genießen. Und nicht vergessen mit Sonnenmilch einzucremen.

2.In eine hühnersuppe gehört ein Lorbeerblatt, Ingwer, Schnittlauch, Möhren und Zwiebeln und 2 kleine Chili und ein Huhn in Wasser kochen lassen bis es anfängt zu sprudeln. Dann stell ich die Uhr oder Wecker. Und wenn das Huhn weich ist müssen wir Speck oder Haut abmachen der Rest vom Fleisch in ein Schüssel geben und Sojasauce drüber und ein bisschen geriebene Knoblauch dazu. In eine Pfanne Öl reintun und dann kommt die Knoblauch und Huhn in die Pfanne und Ingwer rein und einmal umrühren und die ganze Gemüse mit darein anschwitzen. Alles in eine Topf geben und nochmal kochen lassen. 12 Minuten ist das essen fertig.

3.Alle drei schlafen wir nachts und um 9 steht der Papa auf, macht sich fertig und kauft Brötchen und Croissants und ein paar aufschnitte
und ich gehe runter und Decke den Tisch und Kaffee kochen. Dann kommt der Papa zurück, ich geh nach oben und wecke Mama auf und Dan gehen wir runter und dann frühstücken wir.

4.Ich möchte gerne Köchin Werden und kochen lernen. So Plätzchen backen oder auch Kuchen. Und Hühnersuppe und auch italienisches essen und französisches. Das find ich super. Und auch Kaffee kochen. Und ein Lied singen. " aber Kaffee koche könne kann' se joot....."



Diktiert von Marley Thelen am 3.11.2013





 

 


 

 

Gemüsepfanne, Plätzchen und Abendbrot

Malabar-Pfeffer, Bio, von HeuschreckeJulian Göpel, Ohrenkuss Autor

Liebe Katja,

Ich kann alleine zu  Hause kochen.
Die Gemüsefanne kocht mann mit Wasser uind Öl.
Die Zutaten muss ich einkaufen und  später waschen. Ich passe auf die Hygiene auf.  Dann schneide ich das Gemüse an. Ich schäle Kartoffeln oder Gurken  Zwiebeln Mören Paprika  . Dann tue ich das Gemüse in der Pfanne  zu anschmorten. Dann tue ich noch Gewürze rein  Petersilie Tyumian  Schnittlauch  Basilikum  es fehlt noch Salz und Pfeffer.  Dann ist die Gemüsepfanne fertig. Ich gieße das Reis ab mit Kühlen Wasser. Dannach ist das Essen fretig uund dann ess ich gleich.
Ds pasiert auch in meiner Firma auch und wenn ich unterwegs bin.


Ich kann auch gut Kuchen und Plätzchen backen für Weinachten. Ich mach mir selber Abendbrot. Ich frühsthke am Samstg bei den Eltern und auch alleine. Ich habees gerlernt ider Hauswirtschaft. Ic trinke zu  Hause Tee . Ein Picknick besthet aus Brot  Brötchen  ud Gemüse und Obst das ist mann draußen wenn mann mich verabredet. Ich kann auch Kartoffelnsalat machen mit  Ei und Bockwurst das istl ecker.


Viele Grüße Julian Göpel



Email von Julian Göpel, November 2013

 

 


 



Engelsaugen

Bio-Vanillezucker von HeuschreckeJenny Busch, Ohrenkuss Autorin

Ich habe auch ein leckeres Plätzchenrezept für euch. Wir backen zu Weihnachten sehr gern Engelsaugen.


Engelsaugen:

Zutaten:
120g Mehl
75g Butter
1 Eigelb
35g Puderzucker
1 Teel. Vanillezucker
1 Priese Salz
etwas Zitronensaft
Füllung: Marmelade


Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Schüssel schütten und verkneten. Dann formt man kleine Kugeln ungefähr so groß wie ein 50cent Stück und legt sie auf ein Backblech. Man nimt Stiel eines Holzlöffels und macht in die Mitte ein Loch. In das Loch kommt dann die Marmelade. Man backt sie bei 200°C ca. 15 Minuten. Zum Schluss bestreut man sie mit Puderzucker. Dann schmecken sie total lecker.

Liebe Grüße
Jenny

 

Brief handgeschrieben von Jenny Busch November 2013

 

 

 


 


Frischer Pfefferminztee

Bio-Pfefferminze, noch auf dem FeldAnna-Lotta Mentzendorff
 
Wie ich Pfefferminztee oder Kräutertee mache:

Zuerst suche ich frische Pfefferminzblätter. Man nimmt nur die kleinen, frisch gewachsenen Blätter, weil, sonst schmeckt der Tee nicht so zart. Sondern bitterer und alt.
Dann werden die Blätter von den Stielen abgezupft und zum Trocknen ausgelegt.
Dann kocht man heißes Wasser und schmeißt die Blätter hinein. 5 Minuten ziehen lassen oder 10.
Dann werden die Blätter mit einem Teelöffel heraus gefischt und jetzt kann man frischen Pfefferminztee trinken.


Herzliche Grüße!


Anna-Lotta Mentzendorff





Email von Anna-Lotta Mentzendorff November 2013

 

 


 



Toast Hawai, Wurstsalat, Schnitzel, Spaghetti und Spiegelei


Salz Abfüllung bei der HeuschreckeVeronika Hammel, Ohrenkuss-Autorin
Ja die leute Von ohrenkuss können Rezepte schreiben
Tost hawei und wurstsalat und Schitzel und Pfankuchen und Spiegel Ei Spaghetti


Beim Tost hawei da kommt der Tost dann Butter und Schinken und Ananas und Käse
Beim Wurstsalat Da kommt Zwiebel und wurst und Gurken dann Käse Essg und ol
Beim Schnitzel Muss Man Gewürz dann Braten Man Kann Auch Panieren Mit Mehl und Eier und Semmel-Brösel
Beim Spaghetti kommen lange Nudeln und Tomaten Mark
Beim Spiegel Ei kommt Speck und Eir



Beim Pfannkuchen kommt Mehl und Eier und Salz
Gemüsse Aus der Dose
Das Wasser Raus ins waschbecken
Gemüsse in Pfanne und kochen

Beim Frühstück Teewasser Für Tee und Brot und Brötchen und wurst und Käse und Marmelade

Plätzchen kann Man Backen Mehl Eier Butter


Von Veronika

 

 

Brief handgeschrieben von Veronika Hammel November 2013

 

 

 

 

 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen in einem Kölner Hinterhof. Marc Lohmann (mit Mütze), Karoline Spielberg (vorne), Susanne Kümpel (hinten mit weißer Jacke), Angela Fritzen (auf dem Zaun), Antonio Nodal (vorne), Svenja Giesler (mit der roten Jacke) und ein Gast aus Berlin.


... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...

Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos, und man kann es abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss.de

Im August 2010 wurde das Bundesverdienstkreuz dafür an Gründerin Katja de Bragança verliehen - der Bericht ist hier: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2010/08/24/ohrenkuss-verdienstkreuz-am-bande.htm

Newsletter:  Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

Fotos und Texte © Ohrenkuss
 

 



 

 

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Tags: ohrenkuss magazin, autorinnen, down syndrom, kochen, bio gewürze
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Irgendwie total viel

Kathrin Franckenberg: Irgendwie total viel


Kathrin Franckenberg: Irgendwie total viel




Liebe Grüße - und bitte nicht untergehen....in dem Trubel der Adventszeit




Kathrin Franckenberg



 



Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de







"Galumphierend:
 
Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…
 

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"  

Kathrin Franckenberg

 

 

 



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Tags: point zero painting, authentisches malen, intuitives malen, kreativität
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