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Heiliger des Monats Januar: Thomas von Aquin

28. Januar: Thomas von Aquin



Schöne Geschichten für das Unterbewusstsein bzw. die archaische Psyche. Das katholische Christentum und insbesondere der rheinische Katholizismus bietet mit seinen unzähligen Heiligen einen ähnlich guten psychologisch-spirituellen Service wie unser altes Kelten- und Germanentum (zum großen Teil wurden deren (Natur-) Gottheiten dem spröden Monotheismus zunutze gemacht).
Fast immer aber auch erschreckend aktuell - die Menschheit lernt nie aus.

 

  • Schutzpatron der Universitäten und Schulen sowie aller dort Lehrenden und Lernenden



Geistige Bewegungen brauchen mal mehr, mal weniger gedanklichen Überbau. Genügt dem Punk ein einziges Wort ("nein"), so bringt es der Marxismus-Leninismus auf breite weite Bücherwände - durchaus in der Nachfolge des gestopft rappelvollen kirchlichen "Palastes der Scholastik".


Die Grundlage dieser katholischen Gelehrsamkeit ist ganz amtlich der Thomismus, die gesammelte Schreibe des Thomas von Aquin: bis heute, das letzte Konzil hat´s bestätigt. Tausende und abertausende von Seiten Theologie, eisern konsequent durchgedacht, viel Plato, den ganzen Aristoteles, die Kirchenväter, die Tradition, die Bibel, alles drin, alles stramm auf Linie gebracht, ein geschlossenes System, von dem Querdenker abperlen wie der Regen vom frisch gewachsten Papamobil.


Der kleine Tommy hat nicht wirklich eine Chance: 1225 geboren landet er 1230 im Kloster, eine Berufung direkt aus der Windel in die Kutte. Der Abt von Monte Cassino ist ein Verwandter seiner adligen Familie, und Tommy soll irgendwann mal was Großes mit spitzer Mütze werden. Ein bißchen heiligen Bock zeigt der Teenager, als er durchsetzt, zum neuen Bettelorden der Dominikaner gehen zu dürfen - ansonsten verläuft sein Leben schnurgerade, nie wird er vom 5. Lebensjahr bis zu seinem Tod etwas anderes tun als Theologie zu lernen und zu lehren. Mit messerscharfem Verstand ordnet er, was Antike und Mittelalter bisher so zusammengebracht haben, und nennt das Ergebnis "Summa Theologia", will sagen "wir haben fertig".


Wie viel Überbau braucht eine Bewegung ? Was bietet hilfreiche Antworten gegen Spinner, was ist erwürgendes Zuviel ? Es sind ja nicht zufällig die Theologen ihrer Zeit, die den unberechenbaren Sponti Jesus ans Kreuz bringen, nachdem sie ihm Tag für Tag an den Hacken geklebt, das Leben versauert und jedes, aber auch jedes Wort im Mund verdreht haben. In grausligster Pharisäer-Tradition rechtfertigt Thomas bei Gelegenheit die Todesstrafe für Abweichler, Andersdenkende - wie war das, "besser einer stirbt für das Volk ..." ? Oder schärfer: hätte der wilde Zimmermann aus Nazareth eine Chance gehabt, unseren heiligen Thomas zu überleben ?


Jesus sagte "all you need is love, sonst nix". Nie hat er was geschrieben, nie sieht man ihn den Staub der Bibliotheken aufwühlen. Sein Leben ist seine Predigt, und die versteht, mit Verlaub, jeder Depp.






Peter Kirwel




Unser Geschichtenerzähler Peter Kirwel

Peter Kirwel

macht jetzt hauptberuflich den Vertrieb für Topas (Bio-Hersteller veganer Wheaty-Produkte) und hält nebenberuflich die traditionellen katholischen Prozessionsbräuche (die eigentlich die ganz alten Kulte fortführen) in seinem Eifeldorf am Laufen, auch eine Punkzeit soll es gegeben haben.



 

 




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Tags: heiliger, thomas von aquin, summa theologica, punks
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I Ging - outside

Gabriele Seifert: Der Donner, die Dauer, die Stockung.



Am Rande der großartigen David Hockney-Ausstellung im Kölner Museum Ludwig 2012/13 (schnell hingehen, nur noch bis 3.2.13), in der Museumsnacht und der danach stattfindenden Museums-Party (ja, das hatte der scheidende Direktor Kasper König eingeführt: Kunststudenten erklären Besuchern die Objekte, danach gibt's Party) lernten wir die Kölner Künstlerin Gabriele Seifert kennen. Weil Christiane - ex-Heuschrecke-Mitarbeiterin und Bioladen-Pionierin mit ihr dort war. Vom Hölzchen aufs Stöckchen auf die Schafgarbenstengel kommend, kommen wir auf ihr I Ging - outside - Projekt.

I Ging, abgesehen von eigenen schüchternen Versuchen mit selbstgesammelten Schafgarbenstengel (70er Jahre) ist die Domaine von unserem Lieblingslieferanten (Wildkräutersammlung in Kroatien), der dieses Orakel fest in seinen Geschäftsalltag eingebunden hat und so seinen Handlungshorizont erweitert. Nicht so untypisch, wie man auf den ersten Blick denkt ...

Gabrieles aktuelles Projekt - das ehrwürdige I Ging im Kölner Stadtbild -  interessierte uns - und - hurra - nun gibt es dank der Künstlerin Kostproben im Heuschrecke-Blog.

Beim Joggen am Rhein kommen wir übrigens jetzt immer an "Vor der Vollendung" vorbei. Hier meinte unser kroatischer, sehr versierter I Ging-Forscher (IGing bald als APP?) jedoch, es müsse richtig heißen: "Nicht verstanden Haben". Wir werden uns das noch erklären lassen ...





Das I Ging - outside Projekt


In Köln, aber auch anderswo, finden sich goldene I Ging-Zeichen auf Wegen, Bäumen, Brücken und Plätzen. Dieses Zeichensystem, das aus 64 einzelnen Hexagrammen besteht und denen jeweils ein Begriff zugeordnet ist, ist vor über 3000 Jahren in China entstanden. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, das unsere Welt sich in einem ständigen Wandel befindet , man diesen aber klug beeinflussen kann.

Gabriele Seifert setzt diese I Ging-Zeichen in einen räumlichen Kontext und fügt ihnen so eine weitere Bedeutungen hinzu, - wortwörtlich, witzig oder tiefsinnig. Diese Serie mit dem Titel I Ging-outside wird von ihr umfangreich fotografisch dokumentiert. Die Fotos erweitern die Bedeutungen der I-Ging Zeichen durch zufällig anwesende Menschen, Tiere oder auch Wettereinflüsse.

Nr.12 Die Stockung. Foto: Gabriele Seifert

   Nr.12 Die Stockung.




Nr.32 Die Dauer. Foto: Gabriele Seifert

   Nr.32 Die Dauer




 Nr.51 Der Donner. Foto: Gabriele Seifert

   Nr.51 Der Donner

 

 

 

 


 Gabriele Seifert

Gabriele Seifert ist 1959 geboren und lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Köln.
 
Arbeitsbereiche.: Malerei, Zeichnung, Collage, Video und Installation.

Sie hat Philosophie und Kunst an den Kunstakademien Münster und Düsseldorf studiert.

Weitere Informationen unter Opens external link in new windowwww.gabrieleseifert.net


Eine Auswahl von 10 Motiven umfasst die Postkarten-Edition "IGing-Orte/Gold". Diese kann über Gabriele Seifert bestellt werden gs<at>gabrieleseifert.net


Fotos © Gabriele Seifert
 
IGing ist noch keine Trademark dieser Börsenkapitalfirma No.1  (noch heißt es <i-dsching>, nicht <ai-dsching>).
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Tags: i ging, gabriele seifert, köln, kunst
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Dichtung & Wahrheit

Automatische Texte

Seit über 3 Jahren gibt es nun den Heuschrecken-Blog.
Erschaffen, um den Kunden und Freunden des Naturkost-Großhändlers Heuschrecke mehr (Hintergrund-)Informationen rund um die Themen Tees, Kräuter und Gewürze zu vermitteln.

Angereichert mit einigen Kultur-Themen, die von freiwilligen, ehrenamtlichen Redakteuren geliefert werden.
Das bedeutet, jeden Monat zum Abgabe-Termin die Feder (respektive Tastatur) zu schwingen und immer neue Themen zu finden und ansprechend darzustellen.
Über was könnte ich schreiben? Passt das in mein Ressort? Interessiert das die Leser überhaupt?
Manchmal existiert auch 3 Tage vor dem Abgabe-Termin noch keine zündende Idee.
Manchmal erwischt die Idee den Autor im Wald, auf dem Fahrrad, unter der Dusche und dann ist das neue Thema gefunden.
Ein Abend dient dem Roh-Entwurf, dem ersten Zusammentragen der Gedanken und Bilder und dem ersten schriftlichen fixieren.
Am nächsten Abend wird dann Material gesucht, Internet-Links notiert, Fotos gemacht oder bearbeitet, und der Text wird noch einmal verfeinert. Der dritte Abend schließlich dient der Endfertigung, der Rechtschreibkorrektur und dem Online-Stellen des Beitrags im dafür vorgesehenen TYPO3-Blog-System.
Also schon einiger Aufwand an Recherche und Schreiben.

Dabei gibt es jetzt Lösungsansätze, wie diese Arbeit automatisiert werden könnte:
Sie wünschen Poesie oder Prosa?
Geben Sie einige Stichworte vor und die Software erschafft daraus einen Text.
Einige Parameter wie Seitenzahl, Stimmung, Genre und Tendenz ausgewählt und schon rattert der Maschinen-Texter los.

Schon seit den ersten Computern wird versucht, Texte zu generieren, die wirken, wie von Menschen gemacht.
Ein beeindruckendes Beispiel war in den 80er Jahren auf dem "Commodore C64" das synthetische Analyseprogramm "Eliza" mit der man sein Befinden und seine Probleme besprechen konnte. Das wirkte damals verblüffend echt.

Oder die Markow-Ketten, mit denen man bestehende Texte neu mischen kann:
www.aiplayground.org/artikel/markov/
www.doctornerve.org/nerve/pages/interact/mrkvform.shtml
Damit wird zum Beispiel aus dem John Lennon Song-Text "Imagine" fast schon ein japanischer Haiku:

"Imagine no Heaven
It's easy if you can
No need for And"
 
Auf der Website www.poetron-zone.de/poetron.php lässt sich ein anderer Gedichte-Erzeuger kostenlos ausprobieren.
Mit einigen eingebbaren Startbegriffen entstehen Gedichte wie:

Das Lassen der Gewürze

Gewürze müssen senden.
Sie senden besser und klein.
Sie tanzen fein und gesund.

Oh Heuschrecke! Vergiss dieses nie!
Ach was wohl tanzen, was lassen?
Die Blumen... Tanzende Gewürze!

Besser senden die Gewürze,
besser und gesund.

(Gedicht Nummer 6229774)

Wahrscheinlich gibt es auch schon Software, die ganze Bücher generieren kann.
Bei dem zu erwartenden Bücherhunger nach den Rekord-Verkaufszahlen für eBook-Reader zum Weihnachtsfest 2013 werden die Verlage überlegen, ob statt teurer Autorenhonorare nicht auch ungleich preiswertere Text-Generatoren ausreichen.
Bei vielen Büchern für den Massenmarkt hat man ja eh das Gefühl, dass jeder vom anderen abschreibt und immer gleiche Plots nur immer wieder variiert werden. Herz & Schmerz, Liebe & Leidenschaft, Action & Abenteuer, Morde & Marotten...

Im Internet weiß niemand, dass Du ein Hund bist...

In diesem Blog können Sie sicher sein, lieber Leser und liebe Leserin, dass echte Menschen mit echten Themen und Anliegen für Sie schreiben.
Wenn's auch Arbeit macht - von einer Maschine lassen wir unsere Kreativität nicht ersetzen.



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.



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Tags: automatisch, schreiben, poesie, blog, prosa, software
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Kille Enna: Zitronen zum Start ins neue Jahr

Zitronen - Pickles




Kille Enna, Köchin, Gewürzspezialistin und Autorin
Kille Enna, Spitzenköchin, Buchautorin und Fotografin, lebt in Ystad.
Sie ist in Schweden und Dänemark vielleicht so etwas wie Sarah Wiener hier, ein "Idol für die naturbelassene Küche" -  siehe
unser Portrait:Opens internal link in current window Kille Enna, Spitzenköchin, Fotografin, Autorin
Kille liebt Gewürze, ihre Aromen, und ist begeistert von unseren Qualitäten.
Wir wiederum sind begeistert von ihrer überschwänglichen Energie, ihrem Mut und der Kreativität in dem, was sie tut. Wir haben selten so lebensfreudig beschwingte, authentische Rezepte gesehen wie in ihrem Kochbuch (siehe Buchtipp unten, auch ein schöner Geschenktipp mit den künstlerischen Fotos von Kille Enna).

Das Nachkochen ist wie ein sich Hineinvertiefen in die jeweiligen Früchte oder Gemüsesorten, die im Zentrum stehen - eine Auseinandersetzung mit allen Geschmacksfacetten, Aromen und Eigenarten  - verstärkt durch die reichhaltigen Gewürzen, die Kille Enna ihren "Stars" aus der Natur gerne an die Seite stellt. Dadurch, oder manchmal auch durch überraschende Säure, Schärfe, Herbe oder Süße, werden die Sinne hellwach ...


Die Zitronen-Pickles hatten wir für unser Weihnachtsfestessen ausprobiert, und das Beschäftigen mit diesem intensiven Gelb und dem strahlend hellen Duft erscheint uns nun das Richtige als erstes Rezept des neuen Jahres.
Sozusagen etwas Lebenselixir in den oft trüben Januartagen.
Mit 40g des Edelsalzes "Fleur de Sel" auf 500g Zitronen ist es ein echtes Würzmittel. Unter Umständen wird im Gericht später kein weiteres Salz mehr benötigt - evtl. nur noch etwas abschmecken.



Fleur de Sel von Heuschrecke Benötigte "Gewürze": Fleur de Sel
Fleur de Sel bildet sich nur bei bestimmten Witterungsverhältnissen – Sonne und Wind – wie eine feine Eisschicht auf der Wasseroberfläche des Salinenbeckens.
Poetisch ausgedrückt ist es die Hochzeit von Sonne, Wind und Wasser.
Mit einem speziellen Holzgerät wird es vorsichtig von Hand ‚geerntet’. Da es nicht gewaschen wird, können dunkle Algen- oder Mineralpartikel enthalten sein.
Spitzenköche lieben dieses Salz. Es hat einen besonders weichen Geschmack mit vielen mineralischen Nuancen. In den frischen, feinen Gerichten mit guten Zutaten bringt es die Eigen-Aromen von z.B. Fisch, Gemüse, Kräutern, und hier die Zitronen, sehr gut hervor.








ZITRONEN-PICKLES

Kille Enna: Zitronen-Pickles
Die Zitronen-Pickles mit ihrer säuerlichen Note sind so etwas wie der Inbegriff meiner Küche. Darum tauchen sie in diesem Buch (s.u.) auch immer wieder auf. Der Geschmack ist raffiniert, sehr anpassungsfähig und harmoniert mit den meisten Gerichten – ganz gleich, ob süß oder herzhaft. Suchen Sie dafür aber stets die absolut besten Zitronen oder Limetten aus, die Sie finden können. Da das Hacken viel Zeit in Anspruch nimmt, verwenden Sie dafür möglichst einen Zerkleinerer.


Zutaten
Ergibt etwa 300 g

  • 500 g vollreife unbehandelte Zitronen
  • 40 g Fleur de Sel
  • 175 g heller Rohrzucker
  • 250 ml Wasser



1) Zitronen heiß abwaschen, in dünne Scheiben schneiden, alle Kerne entfernen und Zitronenscheiben sehr fein hacken. Fleur de Sel untermischen und Zitronen bei Zimmertemperatur bis zum nächsten Tag (etwa 24 Stunden) durchziehen lassen.

2) In einen Topf geben, Rohrzucker und Wasser hinzufügen und zum Kochen bringen. 20–30 Minuten sanft köcheln lassen, bis eine dicke Masse entsteht, die leicht durchsichtig ist.

3) Zitronen-Pickles in ein sauberes Einmachglas füllen und an einem trockenen, kühlen, dunklen Ort lagern. Geöffnete Gläser sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden. Hier halten sich die Pickles problemlos bis zu einem halben Jahr.

 

 best wishes

 Kille Enna







Buchcover: Kille Enna und Georg Schweisfurth: Der echte Geschmack. Christian Verlag

*) Kille Enna und Georg Schweisfurth: Der echte Geschmack. Christian Verlag GmbH, München Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.christian-verlag.de . Rezepte nach Jahreszeiten, mit wunderschönen Fotos von Kille Enna.
Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung von Kille Enna und dem Christian-Verlag. Dieses Rezept finden Sie auf S.43.

Rezepttext u. Foto © Kille Enna   Öffnet externen Link in neuem Fensterkilleenna.com

Fotos Gewürze: Heuschrecke






 

 



 

 

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Tags: kille enna, zitronen pickles, fleur de sel, bio-gewürze
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Eule für 2013

Kathrin Franckenberg: Die Eule für 2013



Kathrin Franckenberg: Die Eule für 2013





"Die Eule lebt in ihrem eigenen Rhythmus, da ist der Tag mit der Nacht vertauscht - so wie wir es leben.

Sie sieht hinein,  in die tiefsten, verborgensten, dunkelsten Winkel.

Tagsüber sitzt sie still auf ihrem Ast und ist für uns nicht erreichbar, sie rührt sich nicht und doch ist sie präsent.

Wir könnten vor ihr herumturnen - sie lässt sich nicht beirren und wenn es dunkel wird, erwacht sie und erfüllt ihr Leben.

 

Ich würde gerne durch ihre Augen sehen und mich überraschen lassen des Nachts, in der Dunkelheit, im Unsichtbaren fliegen, und meinen Kopf um 180 Grad drehen können.

Wäre das spannend!“

 



 

Kathrin Franckenberg


 



Kathrin Franckenberg
Kathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de



"Galumphierend:
 

Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"  

Kathrin Franckenberg


 

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Tags: eule, intuitives malen, point zero painting, kunst, 2013
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