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Heiliger des Monats Juni: Apostel Petrus

29.Juni: Apostel Petrus

Schöne Geschichten für das Unterbewusstsein bzw. die archaische Psyche. Das katholische Christentum und insbesondere der rheinische Katholizismus bietet mit seinen unzähligen Heiligen einen ähnlich guten psychologisch-spirituellen Service wie unser altes Kelten- und Germanentum (zum großen Teil wurden deren (Natur-) Gottheiten dem spröden Monotheismus zunutze gemacht).

Und erstaunlich nah am Alltag in mancher Hinsicht - daily Soap, Job, Beziehungskram ... und auch natürlich Politik, Wirtschaft und Lobbyismus..





Schutzpatron von Rom, Berlin und Trier, der Schlosser und Fischer, der reuigen Sünder, aller Wettererscheinungen, der Päpste und der Kirche - und dieses tapferen Bloggers.



Im 1875 erschienenen vierten Band von Stadlers "Vollständigem Heiligen=Lexikon" heißt es über Petrus: "Ohne alle gelehrte Bildung, aber von Natur aus frisch und feurig, und wie sein Bruder Andreas für alle religiösen Eindrücke empfänglich, hörte er in der Wüste die Predigten des hl. Johannes des Täufers und ließ sich unter seine Jünger aufnehmen."


Oh je, das muß man zu Ende denken. Ein junger Mann, der sich zusammen mit seiner Frau, seinem Bruder und seinen Freunden eigene Gedanken darüber macht, warum wir Menschen so sind, wie wir sind. Dem die Antworten und die Repräsentanten der Amtskirche lächerlich, verkalkt und vorgestrig, ja bösartig erscheinen. Der weiteren, ermüdenden Diskussionen mit den denkfaulen, tranigen Mitgläubigen seiner Ortsgemeinde nichts mehr abgewinnen kann, sich statt dessen zu Johannes begibt, dem König der Punks, der frech wie Rotz den Kirchenoberen sagt, was sie sind: nichts als eingebildete, aufgeblasene Fatzkes, die auf Fassade stehen, aber hinter der Fassade finden sich nur stinkende, faulende Gräber: ja "Schlangenbrut" nennt er die selbsternannten "Frommen", tödliche Nester der Lieblosigkeit, Hindernisse auf dem Weg zum Guten.


"Von Natur aus frisch und feurig", begeistert er sich von Anfang an für diesen atemberaubenden Propheten Jesus, zu dem Johannes ihn schickt. Der noch krasser, noch klarer sagt, was zählt in eines Menschen Leben, und was nicht. Er verfällt Jesus mit Haut und Haaren, hängt an seinen Lippen, behütet ihn mit dem ihm eigenen praktischen Sinn des harten, ländlichen Gang-Leaders wie ein älterer Bruder seinen gedichteschreibenden, feinsinnigen, aus der Art geschlagenen jüngeren Bruder beschützt, der halt einfach zu gut ist für diese Welt. Als dieser geliebte Spinner dann zum ersten Mal vor anderen Leuten davon spricht, daß er bald sterben müsse, zieht ihn Petrus raus aus der Runde und verbietet ihm nachdrücklich, so einen Quatsch zu erzählen, was soll der Unsinn, jetzt langts aber, warum machen wir uns die ganze Mühe mit Dir. - Heute würde er den Kleinen ungefragt zur Therapie anmelden: was zu weit geht, geht zu weit. - Jesus schimpft und wird frech, na soll er nur, der fängt sich schon wieder.
Als die Dinge aus dem Ruder laufen, ist es Petrus, der sich bewaffnet, der das Schwert auch zieht, der Blut fließen läßt, der das ganze Lumpenpack gern erschlagen hätte - aber das Weichei will nicht, gibt nach, läßt sich umbringen, mein Gott.


Dieser frische und feurige Petrus wird mit seinem Organisationstalent der Begründer der neuen Kirche des Jesus, ist nach den wilden Osterereignissen und der alles verändernden Geist-Verleihung an Pfingsten komplett unstoppable, er packt den Wolf an den Ohren, wirkt mitten in Rom im Herzen der Finsternis, wird dort unter dem irren Diktator Nero ermordet,  aber seine Schülerinnen und Schüler machen weiter.


Und da, auf dem Grab dieses begeisterten Menschen, der die gegen alle Konventionen gerichtete Flower-Power-Liebes-Message des einfach wunderbaren Jesus nach Europa gebracht hat, thront nun Benedikt der Soundsovielte, eingeklemmt von Millionen von Büchern, Tonnen von Marmor,  Zentnern von Gold, Heerscharen von verdrehten Professoren und  unzählbaren, kosmischen Mengen von lieblosen, sinnentleerten Geboten - mehr, als je ein regelwütiger Pharisäer in der Lage gewesen wäre zu erfinden.


Wie sagte Jesus zu Petrus in den guten Zeiten: "Geh und weide meine Lämmer." - Da sähen wir ihn gern, den Benedikt, den 265. Nachfolger des heißblütigen Petrus, wandelnd auf einer duftenden Sommerwiese unter dem blauen Himmel Latiums, seine Schäflein weidend, mit viel Zeit nachzudenken und lockerer zu werden, so viel viel lockerer. Und abends könnte er dann mit seiner zärtlichen Benedikta traulich bei einem Gläschen Wein in der Schäferhütte sitzen - Petrus war ja auch verheiratet und glücklicher Vater, "habemus papam" heißt das, gelle ? 









Peter Kirwel





Unser Geschichtenerzähler   Peter Kirwel

Peter Kirwel

macht jetzt hauptberuflich den Vertrieb für Topas (Bio-Hersteller veganer Wheaty-Produkte) und hält nebenberuflich die traditionellen katholischen Prozessionsbräuche (die eigentlich die ganz alten Kulte fortführen) in seinem Eifeldorf am Laufen, auch eine Punkzeit soll es gegeben haben.

















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Tags: petrus, apostel, benedikt, habemus papam
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Tomas Tranströmer, Literaturnobelpreisträger 2011

Tomas Tranströmer: Einsamkeit.

 

Als im Jahr 2011 der Literaturnobelpreis an den Schweden Tomas Tranströmer verliehen wurde, waren viele Leute irritiert: nur Lyrik, und ein ganz schmales Gesamtwerk.

Wir waren jetzt im Frühjahr auf der LitCologne und haben ihn - mit seiner Frau Monica, seinem Verleger Michael Köhler und dem Übersetzer Hanns Grössel - erlebt. Hier haben wir verstanden, warum er den Nobelpreis bekommen hat.

Tranströmer konnte selbst leider nicht vortragen - er ist seit ca. 20 Jahren durch einen Schlaganfall gelähmt. Aber es war berührend, dass er da war, mit seiner lichten, freundlichen Präsenz.

Die Sprache ist kraftvoll, mutig, mit eigener Ästhetik. Beim Zuhören spürt man förmlich, wie sich Grenzen im Kopf öffnen. Es war eine richtige Freude, diese für uns neue Poesie zu hören.

Im Internet oder in den Medien findet man leider wenige der Gedichte Tranströmers veröffentlicht, deshalb haben wir mal beim Hanser-Verlag, der die Rechte innehat, angefragt. So teuer ist das nicht - also aufgepasst: hier nun das 2. Tranströmer-Gedicht von 3, die uns besonders gut gefallen haben. Lesen, merken, ggfs. auswendig lernen - nach 6 Monaten werden sie wieder von unserer Website verschwinden.

Danach gibt es aber immer noch das schöne Buch: "Sämtliche Gedichte" ... (s.u.)










EINSAMKEIT, MORGENVÖGEL, TRAUERGONDEL



 

Nachtrag April 2013

 

(...) Ich muss allein sein
Zehn Minuten morgens
und zehn Minuten abends.
- ohne Programm. (...)                         ( aus EINSAMKEIT, Quellenangabe s.u.)

 

Es war uns eine Freude, Tomas Tranströmer in unserem Blog zu Gast gehabt zu haben.


Nach 6 Monaten (und das Gedicht EINSAMKEIT noch mit einer großzügigen Verlängerung des Hanser Verlags) sind sie nun auf unserer Website leider nicht mehr sichtbar.

 

Aber das Buch (s.u.) gibt es ja in jedem Buchhandel - unsere Empfehlung, um abends den Kopf zu erholen und die Gedanken zu bereichern -


 

 










Aus: Tomas Tranströmer: Sämtliche Gedichte. © Carl Hanser Verlag München 1997.
Das Gedicht "Einsamkeit" ist auf S. 91. Übersetzung aus dem Schwedischen: Hanns Grössel.


 

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Tags: gedichte, poesie, lyrik, tomas tranströmer, literaturnobelpreis, schweden
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Was sind 35 Jahre

Jubiläum beim blauen Haus - Jubiläum bei Heuschrecke



Am Sonntag dem 17. Juni gab es ein großes Fest beim Demeter-Kräuterhof "Het blauwe Huis" in Ruinerwold, Holland.

 

Seit 1984 arbeiten wir mit dem blauen Haus (siehe Öffnet internen Link im aktuellen FensterLieferantenportrait Het blauwe Huis) , und den Inhabern Jan Kees Luijerink und Henk Weinredere auf Gegenseitigkeit (Lieferant und Kunde) zusammen.

 

Jetzt anläßlich des Festes fiel uns nochmal auf, dass Heuschrecke und Het blauwe Huis dasselbe Gründungsjahr haben: 1977 - und beide jetzt 35jähriges Jubiläum. In dieser langen Zeit gab es viele schöne Begegnungen, geteilte Freude und Sorgen, Feste und Reisen.

 

Und heute: was für ein schönes Fest!

 

 Bilder mit Klickvergrößerung

 

 

Jan Kees kommt!
Der Hof - heute Kinderspielplatz.
Die anthroposophische Hecke - gegliedert.

Grün ...

und unsichtbare Bänke.
Wappen des Blauen Haus
Das Blaue Haus, mit Büro, Produktionsräumen, und großer Bauernküche.
Schafgarbe
Johanniskraut für das Rotöl vom Blauen Haus
Heute zeigt sich der Garten im schönsten Gewand.
Duftrosen für das Rosenöl vom Blauen Haus.


Heute ist auch Tag der offenen Tür -
und die Besucher decken sich mit Pflanzen für die eigenen Gärten hier ein.
Die Gewächstunnel gut gefüllt, hier Estragon.
Zitronenverbene - schade, dass es keine Duftphotos gibt.

Ein Lauchgewächs?
Und ein Zwiebelgewächs?

Basilikum
Ein Teich zum Gießen
Viele Varianten der Irisfamilien. Jan Kees
liebt es, (exotische) Pflanzen zu züchten.
Der Wunsch für die Rente: hierfür noch mehr Zeit zu haben.


Heiligenkraut
Pause - oder Pflanzenmeditation
Kunstvoller Heckenschnitt

Das Wohnhaus - nächstes Jahr würden Sie das nicht mehr finden.
Wunderschön, alles anzuschauen


Pauline macht die Führungen durch den Betrieb.
Beinwell
Die Pferde Elvira und Anna haben heute frei

Festgäste
und Gastgeber

Die Gastgeber Jan Kees und Henk:
nicht nur Firmenjubiläum, sondern auch
zwei runde Geburtstage !
Deshalb der Chor -

und die Salsa-Band.

Zuerst trauten wir unseren Augen nicht ...
auch Pferde können tanzen.


Gleich müssen wir leider los, die letzte Bahn fährt. Heinz-Dieter Gasper (Heuschrecke)
mit Jan Kees Luijerink. Ursula Stübner (Heuschrecke) hat fotografiert.
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Tags: het blauwe huis, heuschrecke, bio-kräuter, bio-gewürze, demeter, jubiläum
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Gute Passworte

Du kommst hier nicht rein...

Copyright: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0Früher hatte jede Burg einen Burggraben und eine Zugbrücke. Hinter den Zinnen standen Bogenschützen und schütteten wahlweise flüssiges Blei oder stinkenden Fisch auf die Angreifer.
Nur mit dem richtigen Ausweis kam man durchs Tor an den Wachen vorbei.

Jedes Schloss hat einen Schlüssel, jeder Tresor seine Kombination.
Unsere modernen Schlüssel im Internet sind die Passworte.

Was würde passieren, wenn neugierige oder böse Menschen unsere PIN fürs Online-Banking wüssten? Fort wäre das Geld.
Wenn fiese Hacker unser Ebay-Passwort wüssten, hätten wir ganz schnell einen gut erhaltenen Porsche 411 verkauft (mit Ledersitzen) und dürften die Gebühr an Ebay zahlen, bekämen aber das Geld nicht. Das bekäme ein böser Bube. Und wir hätten großen Ärger.
Für viele junge Menschen der "worst-case": Facebook-Account gehackt, das Passwort bekannt und alle Freunde verärgert, weil aus der Anonymität heraus in ihrem Namen eben diese Freunde wüst beschimpft oder gegeneinander ausgespielt wurden.

Gute Passworte sind unsere aktuellen Eichentore, Burggräben und Torwächter.

Um so erstaunlicher, was jüngst eine Untersuchung des Computerwissenschaftlers Joseph Bonneau von der Universität Cambridge ergab.
Er analysierte 70 Millionen Passwörter, die vorab anonymisiert worden waren.
Und fand heraus, dass die meisten Menschen sehr leichtsinnig zu einfache Passworte wählen.

So ist zum Beispiel der Deutschen liebstes Passwort: "123456" – <sarkasmus on> kreativ, einfallsreich und absolut sicher </sarkasmus off> ... und wenn das zu schwer zu behalten ist, wird als Passwort "password" genommen – das reicht doch, macht Sinn und ist besonders gut zu merken.
Wenn Sie mal Hacker sein möchten: mit diesen Passworten haben Sie gute Chancen, in viele Geheimnisse einzudringen.

Ich kann aus meiner beruflichen Erfahrung die Ergebnisse dieser Studie bestätigen. Als Verwalter mehrerer großer Internet-Server, bietet meine Firma Speicherplatz und E-Mail-Adressen für knapp 300 Firmen-Kunden an.
Die anfänglichen Passworte vergeben wir – unsere Kunden können aber die Passworte für Verwaltung, FTP oder E-Mail selber ändern.
Wir haben so mit vielen tausend Passworten zu tun und es ist manchmal erschreckend, wenn ein Kunde sein Passwort nennt, damit wir ihm helfen können, und dann ist es "Mausi" oder "liebe" oder das gute, alte "123456"...

Dabei gibt es doch einfache und praktikable Regeln für gute Passwörter:
1. Nichts verwenden, was in irgendeinem Wörterbuch steht.
2. Verwende eine Kombination aus Buchstaben + Zahlen + Sonderzeichen (-+%$ …)
3. Je mehr Zeichen desto besser. Alles unter 12 Zeichen ist in Stunden geknackt.
4. Nicht nur 1 Passwort für alle Dienste verwenden. (Für nicht so wichtige Angebote, die keinen Schaden verursachen können, reicht eins für alle. Für Banking, Ebay, Google und Amazon sollte es schon was Eigenes sein...)
5. Und ab und zu mal das Passwort wechseln.

Wer diese Regeln befolgt, hat online deutlich weniger Sorgen.

Wie soll man sich all diese Passworte merken?
Den leicht merkbaren Namen des Lieblings-Haustiers sollte man ja nicht nehmen.
Besser ist der Tipp, aus einem Merksatz die Anfangsbuchstaben zu verwenden. Also: aus "Ich verwende jedes Mal nur ganz ganz sichere Passworte im bösen Internet" wird dann "IvjMnggsPibI" - 12 Zeichen ist gut, Klein- und Großbuchstaben OK. Verbessern kann man das noch durch einen eingestreuten Bindestrich oder ein anderes Sonderzeichen.
Musiktexte sind auch gut: "Kiss my aura Flora, hmm its real angora. And how about you Fauna? You wanna?" (Zappa) wird dann: KmaF,hira.AhayF?Yw?
Das ist schon recht komplex und beschäftigt selbst leistungsfähige Grafikkarten-Cluster oder Cloud-Rechner-Power zum entschlüsseln für mehrere Jahre.
Und hier ist es wir bei Häusern in der real World: ist das Schloss zu stark, geht der Dieb meist zum Nachbarn...

Mehr Möglichkeiten:
Ein handschriftlicher Zettel zwischen den Büchern im Bücherregal hilft gut gegen das Vergessen – ist aber nicht wirklich sicher.
Es gibt spezielle Passwort-Safe-Programme, die die Passworte verschlüsseln.
Den Firefox-Browser zum Beispiel kann man so einstellen, dass er Passworte mit einem "Master-Passwort" geschützt abspeichert. Wird man auf einer Web-Site nach seinem Passwort gefragt, muss man nur sein Master-Passwort eingeben und Firefox füllt dann die Eingabefelder aus. Die einzelnen Passworte bleiben verschlüsselt und werden nicht angezeigt. Das ist meines Wissens bisher ungeknackt.

Das Fraunhofer-Institut in Darmstadt entwickelt derzeit einen neuen cleveren Passwort-Safe für PC und Mobilgeräte. Die Passworte werden auch hier verschlüsselt abgelegt und mit einem Master-Passwort geschützt. Zusätzlich sorgt das Programm "MobileSitter" (Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.mobilesitter.de/de) aber dafür, dass jeder Versuch, das Master-Passwort zu knacken, erfolgreich ist. Es werden immer Passworte gezeigt – die allerdings nicht stimmen. Dadurch ist es für Hacker und Datendiebe unmöglich, zu entscheiden, welches Master-Passwort richtig ist. Es darf geraten werden und es gibt damit keine Erfolgskontrolle für den Hacker.
Diese Software ist schon für einige Java-Telefone erhältlich, für iPhones soeben als App erschienen und demnächst auch für Android und PC verfügbar.

Aber bevor man einen Passwort-Safe einsetzt, gilt es, die bisher verwendeten eigenen Passworte auf die oben genannten 5 Regeln zu überprüfen und direkt mal sicherer zu machen...



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

 

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Tags: passworte, passwort, schutz, hacker, geheimnis, kombination, facebook, ebay, password, regeln, tipp, firefox, master-passwort, mobilesitter
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Gastbeitrag
19.06.2012
11:45

Makrokosmos: Blasiger Becherling

Wie aus einer Kugel ein Becher entsteht


Blasigen Becherling, Peziza vesiculosa, 1
Zwar kann man den verbreiteten Blasigen Becherling (Peziza vesiculosa) ganzjährig auf gedüngten Böden, z.B. auf Pferdeäpfeln, Misthaufen oder, wie bei unseren Funden, auf Rindenmulch unter Obstbäumen finden, selten aber erwischt man alle Entwicklungsstadien der Fruchtkörper dieses Schlauchpilzes so schön gleichzeitig.




Das macht für uns die wundersame Verwandlung der jungen Fruchtkörperkugel in einen breiten, offenen Becher nachvollziehbar.






Blasigen Becherling, Peziza vesiculosa, 2
Warum öffnet sich die Kugel überhaupt?



Ganz einfach: über die ganze Innenwand der Kugel bilden sich Schläuche, in denen sich die Sporen des Pilzes entwickeln und die wollen raus in die Welt, wenn sie reif sind.










Blasigen Becherling, Peziza vesiculosa, 3
Am Anfang sieht man nur eine kleines rundes Loch am Kugelscheitel und das wird breiter und breiter bis sich schließlich im entstandenen flachen Becher, im Endstadium eher eine "Trinkschale" gern sogar die ganze Fruchtschicht blasig ablöst, daher auch angeblich der Name "Blasiger Becherling", obwohl man u.E. eigentlich schon die frühe Fruchtkugel als "Blase" bezeichnen könnte.











Blasigen Becherling, Peziza vesiculosa, 4
Ob nun Kugel oder Blase, es entstehen Becher, Schalen oder Schüsseln und wenn die geleert sind, ist die Produktion neuer Blasiger Becherlinge garantiert, wenn ausreichend Nährstoffe in der Nähe sind.

















Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer

Bilder mit Klickvergrößerung




 



Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos © Evi Wandelt, Lothar Claußnitzer

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Tags: blasiger becherling, peziza vesiculosa
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