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Himbeerkerne

Balkan-Habsburg-Connection



Es begann mit der harmlosen Anfrage eines netten Kunden, der für einen Kunden was besorgen wollte. Ein alltäglicher Fall.


Für Kosmetikzwecke - Ölpressung - sollten wir 10 - 20 Tonnen Bio-Himbeerkerne besorgen und nach Österreich liefern. Das feine Öl der Himbeerkerne ist der neueste Coup der Naturkosmetikindustrie.


Balkan: biozertifizierte Wildsammlung in Kroatien - Bergbohnenkraut aus DalmatienWeil wir gut vernetzt sind, und immer neugierig, können wir so etwas meist lösen. In diesem Fall läuft der Kontakt über unseren kroatischen Lieblings-Lieferanten, dessen fitte Bio-Inspektoren der französischen Biokontrollstelle, Sektion Osteuropa (Bukarest, leider nicht fit), zufällig Serben sind. Diese zertifizieren zufällig auch in Serbien große Bio-Fruchtbetriebe, wo die Kerne nach der Fruchtverarbeitung anfallen. Gut, wenn man damit noch etwas Geld in einem nicht gesegneten Land verdienen kann, einigen einen Gefallen tun kann - eine schön gedachte Win-Win-Situation.


Nach hektischen Recherchen und Abstimmungen mit den betroffenen ca. 7 Firmen (schließlich ist die Himbeersaison kurz), sind die Beteiligten übereingekommen, die Kerne nicht vor Ort zu trocknen, sondern frisch gekühlt oder auch tiefgekühlt zu transportieren (Schimmeln vermeiden).


Soweit war alles klar - die Himbeerkerne würden im Kühlhaus bis zum Transport zwischengelagert bis genug zusammengekommen wäre, und dann für 800 EUR nach Österreich in die Provinz zum Kunden transportiert, incl. Verzollung. Ein ganzer, verplombter Bio-TK- oder Frisch Sattelzug - viele Grenzen.


Doch da bestand der Kunde des Kunden in Österreich auf einem Vorabmuster.

Balkan: biozertifizierte Wildsammlung in Kroatien - die alten BewohnerInnen des entsiedelten Inlands sammeln für uns
Nun ist es nicht vorgesehen, einfach Frischwaren-Muster ohne Wert aus Serbien in die EU herauszuschicken. Das Plastiktütchen voller Bio-Himbeerkerne als Ware in die EU zu exportieren hätte schon mehr als ein Viertel dessen gekostet, was für die komplette LKW-Fahrt veranschlagt war, weil der serbische und der österreichische Zoll jeder auf seine Weise, in der Transportszene berüchtigt sind.


Natürlich gibt es auf dem vorkriegs- und nachkriegsgebeuteltem Balkan pragmatische Lösungen für so etwas, den Jugo-Koffer und den internationalen Busfahrer. Natürlich wissen das auch die Gegner des freien Warenverkehrs, die Behörden. Und es geht wegen der Animositäten der Balkanesen auch nicht in jede Richtung. Am besten können es die Serben noch mit den Bosniern.


Der Transport via Belgrad-Wien-Bus über Kroatien wurde als komplett unmöglich eingeschätzt. Der Busfahrer wusste, wie der serbische Zoll ihn filzen und mit ihm und dem Tütchen umgehen würde. Logische Lösung: der Sarajewo-Wien-Bus würde wahrscheinlich keine Probleme haben beim Übergang Bosnien-Kroatien usw. .... Also schaffte der serbische Vermittler das Tütchen Himbeerkerne irgendwie zum bosnischen Busfahrer.

Balkan: biozertifizierte Wildsammlung in Kroatien - Wasserminze für unseren Waldtee
In Wien würde ein Kontaktmann warten, ein in Wien lebender Serbe, und das Tütchen nachts um 0:30 im Empfang nehmen. Eine Kopie des Ausweises des Kontaktmanns beim Busfahrer sollte gewährleisten, dass er in Wien als berechtigter Empfänger erkannt würde.


Der Bus kam mitten in der Nacht mit mehreren Stunden Verspätung an, der Kontaktmann war schon nach Hause, ins Bett gegangen.


Hektische Telefoniererei zwischen uns Kölnern und den anderen ca. 7 Beteiligten, unserem Kroaten in Zagreb, der Fruchtfirma in Serbien und dem Kunden in Wien.


Der Busfahrer konnte tagsüber nicht erwischt werden, der schlief.


Letzte Hoffnung: Der bosnische Busfahrer würde am selben Abend vom Busbahnhof wieder starten, und der in Wien lebende serbische Kontaktmann wollte zufällig am selben Abend vom selben Busbahnhof in seine alte Heimat Belgrad reisen. Wir hatten gehofft, die beiden würden sich treffen, die Himbeerkerne noch schnell irgendwo deponieren können, wo sie dann an unseren Kunden weitergeleitet hätten werden können.
Balkan: Drago baut für uns in Kroatien die Bio-Sonnenblumenblüten an

Die beiden haben sich verfehlt, alles ist irgendwie anders gelaufen, die Synchronizitäten waren gegen den Deal, und nachdem alle Seiten soviel Energie in diese Geschäftsidee gesteckt hatten, und es wirklich eine innovativ-positive Idee war, mit der man in Deutschland reihenweise Nachhaltigkeitspreise hätte abräumen können, waren wir in Köln, in Zagreb, in Serbien, in Wien und anderswo in Österreich doch enttäuscht. Dem Kunden konnten wir angesichts des drohenden Ernte-Endes nur noch sagen, dass das Geschäft nur laufen würde, wenn er 300,-EUR in sein Vorabmuster investieren wollte. Die Himbeerkerne sind, nachdem die Kühlhausrechnung stieg und stieg, längst wie in den anderen Jahren zum Trocknen (und Schimmeln) nach draußen gebracht worden und dienen wieder als Brennmaterial.




Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper (haben gerade einen wundervollen Urlaub auf dem Balkan verbracht)



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Tags: bio, balkan, busfahrer, jugokoffer, himbeerkerne
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Sommer-Tipps

Medien-Empfehlungen aus dem All

Die Sommerferien 2011 nähern sich dem Ende.
Viele Freunde und Bekannte kommen soeben aus dem Urlaub zurück oder sind schon wieder im Lande.
Wer jetzt in der verbleibenden Zeit bis zum Arbeits- oder Schulbeginn sich noch etwas bilden und vergnüglich entspannen möchte, für den habe ich hier meine Auflistung der kürzlich gesehenen, gehörten oder gelesenen sinnvollen Beschäftigungen. Da diese Rubrik „Nachrichten aus dem All“ heisst, sollte es nicht erstaunen, wenn viel Science Fiction oder ähnlich ausgespacetes dabei ist...

1. Sehen

Source Code
Source Code CoverEin Mann wacht in einem Zug auf, der Richtung Chicago fährt. Er soll eine Bombe entschärfen, aber es gelingt ihm nicht. Er bekommt die Chance, es immer wieder neu zu versuchen.
Was sich anhört wie eine Mischung aus „Und ewig grüßt das Murmeltier“ und einem Terroristen-Film, hat sogar noch einen Schuss „Matrix“: der Ex-Afghanistan-Kämpfer Colter Stevens (hervorragend gespielt durch Jake Gyllenhaal) wird durch Forscher der US-Army immer wieder zu einem virtuellen Leben erweckt um die Bombe zu finden. Er hat jeweils 8 Minuten und kommt der Lösung immer näher.
Sehr ruhig und klar entwickelt sich die Handlung in dem fahrenden Zug. Mit jedem „Erwachen“ bewältigt der Protagonist seine Aufgabe besser und lernt auch die ihm gegenüber sitzende Mitreisende immer näher kennen. Der Film wird gut enden.
Regie führte Duncan Jones, der Sohn von David Bowie, der schon 2010 mit seinem Debut „Moon“ zu Recht bejubelt wurde. Die Kamera fliegt über die weite Ebene auf Chicago zu, begleitet den Zug und die Mitreisenden.
Ein beeindruckender Film, der im Gedächtnis bleibt.

Avatar
Avatar CoverDER Film des Jahres 2011 – ich habe ihn 2x im Kino gesehen und natürlich in 3D. Wobei ich der Überzeugung bin, dass 3D-Kino sich nicht durchsetzen wird. Die Brille stört und schirmt vom Nachbarn ab, macht einsam.
Natürlich sind die Effekte in diesem Film überwältigend, die Räumlichkeit lässt den Planeten „Pandora“ sehr real werden. Aber auch ohne 3D bleibt ein wunderschöner Öko-Science-Fiction, der davon handelt, dass böse imperialistische Ausbeuter von der Erde dem Land der umweltverbundenen Ureinwohner kostbare Rohstoffe entreißen wollen und sogar den Stammesbaum der Eingeborenen vernichten.
Ein Soldat von der Erde, dessen Geist in einen nachgezüchteten Körper (Avatar) der Eingeborenen versetzt wurde, lernt das wilde und naturverbundene Volk der Navii kennen und die Häuptlingstochter lieben und begehrt schließlich gegen seine Erd-Vorgesetzten auf.
Was hier vereinfacht klingt wie Karl May im All, ist nie kitschig sondern bezaubert mit einer Natur, die zwar dem Computer entstammt aber uns die Wunder des Lebens klarer macht. Der Regisseur James Camereron, der mit „Avatar“ und  „Titanic“ die beiden bisher kommerziell erfolgreichsten Filme der Filmgeschichte schuf, hat vor Avatar viel unter Wasser gefilmt und getaucht. Deshalb schweben bei „Avatar“ Quallen-ähnliche Baum-Samen durch die Luft und Schritte über bemooste Äste lassen das Moos phosphoreszieren. Soo schön!

True Grit
True Grit CoverMein dritter Film-Tipp kommt nicht aus dem All sondern aus dem Wilden Westen. Vielleicht hätte ich noch warten sollen, bis der SciFi-Film „Cowboys and Aliens“ anläuft, ein Film in einer alternativen Realität, in der sich Cowboys und Indianer zum gemeinsamen Kampf gegen die fiesen Aliens verbünden – aber der Film läuft erst ab dieser Woche in den Kinos und da muss ich noch warten.
Beeindruckt hat mich in „True Grit“ die sehr ernste, realistische Stimmung des Films. So pur und schnörkellos muss es wohl zugegangen sein, damals im Wilden Westen. Harte Männer, schnelle Schüsse und viel Elend, Armut und Schmutz.
Und eine Hauptdarstellerin, die mit ihren 14 Jahren alle an die Wand spielt, mit einem strengen Ernst erwachsener ist als alle Erwachsenen.
Das Mädchen  will ihren ermordeten Vater rächen und engagiert, weil die Behörden ihr nicht helfen wollen, den versoffenen Marshall Cogburn (gespielt von Jeff Bridges). Auf der Suche nach dem Mörder reiten sie durch die visuell beeindruckende Landschaft Arkansas und treffen auf skurrile Gestalten.
Regie führten hier die Brüder Ethan und Joel Coen, die mit dem Hauptdarsteller Jeff Bridges schon 1998 die Komödie „The Big Lebowski“ gedreht hatten.
Absolut sehenswert!

2. Hören

Janelle Monáe
Janelle Monáe - Coverwird gefeiert als die Wiederkehr des Funk, größer als Prince und lebendiger als James Brown. Sie studierte in New York an der „American Musical and Dramatic Academy“ und entwickelte dort 2007 ihr erstes Konzept-Album „Metropolis“.
Ihr Bühnenkostüm ist unverkennbar: die knapp 150 Zentimeter große Janelle Monae  trägt eine gewagte, nach vorn getrimmte Afro-Frisur, einen hochgeschlossenen Anzug und schwarz-weiße Lackschuhe. Auch ihr Tanzstil ist bemerkenswert.  
Vollkommen „aus dem All“ ist die Geschichte ihres zweiten Albums „The ArchAndroid“ (2010) auf dem sie die Androidin Cindi Mayweather spielt, einen Roboter mit menschlichen Zügen im Jahr 2719, der sich unerlaubterweise in einen Menschen verliebt.
Das Konzept hat starke Bezüge zum Film „Metropolis“ von Fritz Lang (1927) aber auch zu den SF-Stories eines Philip K. Dick.
Und die Musik ist eine wilde Mischung aus temporeichen, gut tanzbaren Funk- und HipHop-Stücken, ruhigeren Balladen und verrückten Varieté-Songs.
Unbedingt hören: „Öffnet externen Link in neuem FensterTightrope“, „Dance or die“, „Faster“ und „Cold War“.
Und noch besser: „Janelle Monae“ auf Youtube.com eingeben. Sehen + Hören!

Erdmöbel
Erdmöbel CoverDas ist eine fast-Kölner Band (aus Münster nach Köln umgesiedelt) die durch poetische und wundersam lyrische Texte aufleuchten. Die 4 Jungs um Sänger Markus Berges und den Produzenten und Elektroniker Ekki Maas experimentieren seit 1996 mit Rock, Pop und zunehmend elektronischen Klängen. Dabei entstanden zeitlose Liebeslieder und rätselhafte Hymnen.
Ich wurde durch den Dürener Gitarristen Johannes Spiegelhoff Ende der 90er Jahre auf die Band aufmerksam gemacht, deren Name übrigens aus dem DDR-Begriff für „Sarg“ abgeleitet wurde.
Im Januar 2001 haben wir dann „Erdmöbel“ live im „Blue Shell“ in Köln gesehen und ich war begeistert. Autogramme gab's auch (siehe Scan unten).
EkiMas hat sein Büro am Eigelstein und läuft auch schon mal ganz entspannt über den Flohmarkt in der „Alten Feuerwache“.
Für mich der Höhepunkt ihres Schaffens und ein absoluter Hör-Tipp: „Öffnet externen Link in neuem FensterErste Worte nach Bad mit Delfinen“ mit den Stücken „Wette unter Models“ und „So küßte sie“ und das elektronischere Album „Erdmöbel versus EkiMas“.
Wikipedia: „Zahlreiche überregionale Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Die Zeit, Zeitschriften wie der Stern sowie Musikmagazine wie der deutsche Rolling Stone und der Musikexpress haben (...das aktuelle Album...) "Krokus" äußerst positiv, zum Teil hymnisch, besprochen.„
Autogramme Erdmöbel

3. Lesen

Haruki Murakami – 1Q84
Haruki Murakami - 1Q84 CoverEin Japaner, der lange in Amerika gelebt hat und viele amerikanische Autoren ins Japanische übersetzt hat, schreibt selber seit 1980 und wird mit jedem Buch stärker.
Das neueste Werk „1Q84“ beginnt im Tokio des Jahres 1984 und wechselt hinüber in eine Parallelwelt, die der Autor „1Q84“ nennt. Die Heldin Aomame arbeitet als Killerin und tötet im Auftrag einer alten Dame „böse Männer“ und insbesondere Vergewaltiger und Kinderschänder. Getrennt von ihr existiert der junge Tengo, ein Schriftsteller, der sich als Kind in sie verliebt hatte und nun wieder zu ihr finden will. Doch erst muss Aomame ihren Auftrag ausführen und trifft auf eine Zielperson, die ihr spirituell und geistig unfassbar überlegen ist.
Murakami erzählt immer mit mystischem Einschlag – so wird die Parallelwelt durch 2 Monde am Himmel gekennzeichnet. Nicht jeder Mensch ist das, was er scheint und Seelen sind magisch-realistisch durch die Risse in der Welt verbunden. Aber Murakami erzählt auch schlicht und klar, ja sehr japanisch.
Die Fremdartigkeit fasziniert und lässt gespannt weiter lesen.
So vergehen 1000 Seiten wie im Flug... 




Wolfgang Kurtz

ist
Wolfgang Kurtz Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem    FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.
Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.

Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

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Tags: source code, avatar, true grit, janelle monae, erdmöbel, haruki murakami
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Heilige des Monats August: Helena

18. August: Helena

  • Patronin der Archäologen und der Schatzsucher, der Stadt Trier, angerufen zur Aufdeckung von Diebstählen und alles Verborgenen



Heilige, die was taugen, sind Radikale, so oder so oder so. Mit dem industriegrau sauertöpfisch-frommen Getue mancher Kirchenkreise / Kirchengreise haben die dann so viel zu tun wie Jesus mit den päpstlichen Samtschlappen, nämlich nüscht.


Helena ist die einem recht schummrigen levantinischen Schankwirt von irgendwem unter dunklen Umständen geborene Tochter. Später führt sie selber eine derbe balkanesische Rummelbude, in der sich die Soldaten der Donaufront "entspannen". Konni, der wildeste Haudrauf von all den unzählbaren Sandalenheinis wird ihr Dauer-Schatz: und weil er so schön brutal ist und nach 100 Schlachten immer noch lebt, bringt er es zum guten Schluß tatsächlich zum römischen Kaiser. Paff pardautz, wer hätte das gedacht ! - Pech nur für Lenchen, denn die muß er nun erst mal in der Besenkammer verstecken und statt dessen eine parfümierte und frisch gebügelte höhere Tochter heiraten.


Konni sitzt in Trier und regiert so vor sich, aber Helena denkt gar nicht dran, nur in der Eifel spazieren zu gehen und den Wölfen beim Heulen zuzuhören. Sie fuhrwerkt im Hintergrund so lange hin und her, bis die höhere Tochter ins Kabuff kommt und  ihr uneheliches Söhnchen Konstantin den römischen Chef abgeben darf. Zähigkeit siegt, man hat der Beispiele mehrere.


Helena, inzwischen Christin geworden, hat viel nachzuholen und tut´s auch: als Queen Mum mit der goldenen Kreditkarte räumt sie im Heiligen Land mit der Brechstange so auf, daß es staubt, läßt Tempel abreißen und Kirchen bauen, findet das Grab Jesu, sein Kreuz, sein letztes Hemd, tonnenweise Souvenirs, es geht richtig rund. Ihr Sprößling, ganz braver Sohn der Matrona Maxima, hat die Christen inzwischen zu ehrlichen Leuten gemacht, die Antike ist vorbei, es geht Vollgas ab ins Mittelalter, Helenas Palast in Trier wird zum Dom umgebaut (und steht immer noch).


Im Nachhinein hat man an Helena viel herumgeflickt "wegen Ihrer Herkunft usw.", alles Käse. Den Herren Klerikern war die fromme Helene wohl einfach einen Zahn zu steil - aber Jesus stand ja definitiv eher auf die ganze lebensfrohe Prolobande als auf so steifleinene Scheinheilige. - Also denn Prost auf´s Trierer Lenchen mit Riesling aus Riol - und den Deckel holen wir als Heiligenschein !!











Unser Geschichtenerzähler   Peter Kirwel

Peter Kirwel

macht hauptberuflich den Vertrieb bei Öffnet externen Link in neuem   FensterViana/Tofutown.com, und hält nebenberuflich die traditionellen katholischen Prozessionsbräuche (die eigentlich die ganz alten Kulte fortführen) in seinem Eifeldorf am Laufen, auch eine Punkzeit soll es gegeben haben.





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Tags: heilige des monats, helena, konstantin, trier
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Glückliche Rezepte: Kille Enna (2)

Sommer: Köstlicher Kirschstreuselkuchen






Kille Enna, Köchin, Gewürzspezialistin und Autorin
Kille Enna lebt in Ystad und ist in Schweden und Dänemark vielleicht so etwas wie Sarah Wiener hier - siehe unser Portrait:Opens internal link in current window Kille Enna, Spitzenköchin, Fotografin, Autorin.

Sie liebt Gewürze, ihre Aromen, und ist begeistert von unseren Qualitäten.
Wir wiederum sind begeistert von ihrer überschwänglichen Energie, ihrem Mut und der Kreativität in dem, was sie tut. Wir haben selten so lebensfreudige, authentische Rezepte gesehen wie in ihrem Kochbuch *). Wir werden hier mit und mit ein paar ihrer Rezepte passend zu den Jahreszeiten vorstellen.
















Bio-Cardamom HeuschreckeBio-Ingwer Heuschrecke
Gewürze:
Wenn es nicht möglich ist, die Gewürze selber frisch zu mahlen, oder frischen Ingwer zu bekommen, empfehlen wir als Alternative folgende Bio-Gewürze aus unserem Sortiment, die bereits gemahlen sind. Wir mahlen selber bei uns im Haus, in kleinen Partien nahe zum Verkaufstermin, sodass die Gewürze frisch und intensiv sind. Unsere Mühlen mahlen nicht staubfein, sondern lassen eine ganz kleine Körnung, sodass die ätherischen Öle gut erhalten bleiben. Im Blogbeitrag: Öffnet externen Link in neuem Fenster"Unsere Gewürzmühlen" erhalten Sie einen Einblick in unsere Produktion.

 

 
  • Cardamom - kleine Schoten von einer schilf- oder ingwerähnlichen Pflanze, erfrischend, etwas mentholartig im Geschmack. Grün ganz, oder grün in der Schale gemahlen. Unser Cardamom stammt aus Guatemala.

  • Ingwer - ganz oder gemahlen. Unser Ingwer stammt vom Kleinbauernprojekt Sahyadri Spice Farmers / PDS in Kerala, Indien.
    Bio-Nelken Heuschrecke
    Bio-Piment Heuschrecke
  • Gewürznelke - ganz oder gemahlen. Unsere Nelken stammen vom Kleinbauernprojekt SOFA / Biofoods in Sri Lanka.
  • Piment - aromatische Beeren von einem Baum, Geschmack erinnert an Pfeffer und Nelken. Ganz oder gemahlen. Unser Piment stammt aus Guatemala.



 

 





Köstlicher Kirschstreuselkuchen



Zutaten:


Ergibt 1 Kuchen

  • 250g kalte Butter
  • 400g Weizenmehl
  • fein abgeriebene Schale von
  • 1 unbehandelten Zitrone
  • 150g heller Rohrzucker
  • 10 Kardamomkapseln, frisch gemahlen
  • 1 1/2 TL frisch geriebener Ingwer
  • 10 Gewürznelken, frisch gemahlen
  • 6 Pimentkörner, frisch gemahlen
  • etwas Butter für die Form


Für die Füllung:

  • 650g frische Kirschen



1) Für den Boden: Butter in kleine Stücke schneiden und in das Mehl reiben.
Die übrigen Zutaten hinzufügen und schnell zu einem Teig verarbeiten. Alternativ alle Zutaten in einer Küchenmaschine vermischen, bis ein krümeliger Teig entsteht. Den Teig herausnehmen und rasch mit der Hand verkneten.

2) Den Teig halbieren. Eine Tarteform (28 Zentimeter Durchmesser) gut mit Butter fetten. Eine Teighälfte auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die Tarteform damit auskleiden. Die Tarteform und die zweite Teighälfte in den Kühlschrank stellen.

3) Für die Füllung: Kirschen putzen, waschen und entsteinen. Hierzu einen Entsteiner verwenden, damit die Kirschen ganz bleiben. Dann in der Form verteilen. Den verbliebenen Teig mit einer Vierkantreibe grob reiben und über die Kirschen streuen. Die Früchte müssen ganz vom Teig bedeckt sein.

4) Den Backofen auf 175 °C vorheizen und den Streuselkuchen darin etwa 1 Stunde backen, bis er goldbraun und knusprig geworden ist.

 









Buchcover: Kille Enna und Georg Schweisfurth: Der echte Geschmack. Christian Verlag

*) Kille Enna und Georg Schweisfurth: Der echte Geschmack. Christian Verlag GmbH, München Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.christian-verlag.de . Rezepte nach Jahreszeiten, mit wunderschönen Fotos von Kille Enna. Die vorgestellten Rezepte finden Sie auf S.35 und 43.

Wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung von Kille und dem Christian Verlag.









 

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Tags: bio gewürze, cardamom.ingwer, piment, nelken, kirschstreusel, kille enna, kochbuch der wahre geschmack
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Sommer (2)

Kathrin Franckenberg: Sommer (2)




Kathrin Franckenberg: August


 

 

 

"Was hat der Sommer mit uns vor?"

 

 

 

 

 



Kathrin FranckenbergKathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de



"Galumphierend:

Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"   Kathrin Franckenberg



Bilder vergrößern = bitte einmal anklicken.

 

 

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Tags: august, sommer, kreatives malen, intuitives malen, point zero painting
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