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Gastbeitrag
30.03.2011
15:24

Mikrokosmos: Allerweltskandidaten

Schneeweißes Haarbecherchen

Dasyscyphella nivea, Schneeweißes Haarbecherchen 

Um diese schönen weissen Haarbecherchen (Dasyscyphella nivea) zu finden, wär’ es nicht unbedingt nötig gewesen, im Sandstein-Steinbruch bei Flonheim herumzuklettern.




Aber auf der Suche nach geeigneten Wiesenpilzstandorten ist uns dieser ganzjährig vorkommende Allerweltskandidat quasi vor die Füsse gefallen, als wir ein Stück feuchtes morsches Holz in der beschatteten, mit Laubbäumen bewachsenen Talsohle des Steinbruch umdrehten.

 

 

 

Dasyscyphella nivea, Schneeweißes Haarbecherchen

Das Holz war bereits so stark verrottet, dass wir die Baumart nicht mehr bestimmen konnten, aber Eiche oder Buche, gerne in Hohlräumen und auf vergrabenen Holzstücken, wie die Bestimmungsliteratur sagt, kommen als Substrat in Frage.



Bereits mit bloßem Auge sind besonders die Becherrandhaare der nur 0,5-2mm großen gestielten, gesellig wachsenden Fruchtkörper, die von aussen gänzlich mit Haaren bedeckt sind, zu erkennen.








Dasyscyphella nivea, Schneeweißes Haarbecherchen, Mikrobild
Unsere Mikrobilder zeigen diese Haare in 400- und 1000-facher Vergrößerung. Gut zu erkennen ist, dass die Haare septiert und die Haarspitzen leicht keulig und glatt sind, andernfalls könnte man auch noch auf andere kleine, weisse, behaarte Becherchen tippen.

 

 

 







Dasyscyphella nivea, Schneeweißes Haarbecherchen, Mikrobild











Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer

Bilder mit Klickvergrößerung





Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos ©  Evi Wandelt / Lothar Claussnitzer

 








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Tags: allerweltskandidat, weiße haarbecherchen, pilze, pilzsachverständige
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Mutter Erde ist stinkesauer

Kathrin Franckenberg: Mutter Erde ist stinkesauer

 

Kathrin Franckenberg: Mutter Erde ist stinkesauer


























 

 





















Kathrin FranckenbergKathrin Franckenberg ist Künstlerin, Meisterschülerin von M. Cassou, USA ("Point Zero"), Kunstglaserin, ausgebildet im "Begleiteten Malen", Ergotherapeutin, SI-Therapeutin (DVE) für Kinder, tätig in der Erwachsenenbildung und begleitet seit mehreren Jahren kleine und große Menschen auf ihrem kreativen Weg.   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.malfreude.de



"Galumphierend:

Hat in seinem Wortklang etwas Lebendiges. Wie ein freudiges, galoppierendes Pferd seiner inneren Bewegung zu springen und zu hüpfen folgt, so folge ich auch mit dem Pinsel in der Hand, dem, was sich in mir regt. Und dem, was mich auch von „Außen“ berührt und bewegt. Was entsteht, in mir, ist auch diese Lebendigkeit, die verschiedenen Tempi, wenn es langsam wird, wenn ich stolpere, wenn ich falle, wenn ich wieder aufstehe – metaphorisch gesehen – und es hat auch eine Qualität von Absichtslosigkeit und nicht festlegen wohin, kein Ziel, ein Im Moment erleben mit der permanenten Möglichkeit, alles wieder zu zerstören und zu verändern. Das ist das spielerische Element. Das ist das Kreative. Das ist Spiel. Alles fällt auch wieder auseinander und wird neu zusammen gepuzzled, um sich beim nächsten Pinselstrich wieder zu transformieren. Es ist ein lebendiger Prozess, im Geboren werden und Sterben – ein Feld, das Kreativität ist. Ein Raum des alles und nichts, aus dem heraus Kreativität sich als Form und Farbe sichtbar werden lässt. Spontan, unreflektiert, unzensiert, erforschend, momentan…

Ja, und vielleicht berührt es etwas, das der Betrachter auch in sich kennt…"   Kathrin Franckenberg



Bilder vergrößern = bitte einmal anklicken.




 



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Tags: point zero, artshift, intuitives malen, kunst
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Heiliger des Monats März: Kardinal Clemens August Graf von Galen

22. März: Kardinal Clemens August Graf von Galen

Schöne Geschichten für das Unterbewusstsein bzw. die archaische Psyche. Das katholische Christentum und insbesondere der rheinische Katholizismus bietet mit seinen unzähligen Heiligen einen ähnlich guten spirituellen Service wie unser altes Kelten- und Germanentum (zum großen Teil wurden deren (Natur-) Gottheiten dem spröden Monotheismus zunutze gemacht).




 

Wie Namen täuschen können: da heißt einer Clemens, also "der Sanftmütige", und sein ganzer Charakter zeigt sein Leben lang das Gegenteil von Milde.
Photographien des 2005 seliggesprochenen Bischofs von Münster zeigen oft einen eher grimmigen Kirchenfürsten. Niemand, mit dem man das heute allseits beliebte Batik-Hippie-Hemdchen-Image der Welt-Jugendtag-Kirche verkaufen könnte.

Im Januar haben wir mit Arnold Janssen einen Heiligen kennengelernt, der mit lebenslanger "heiliger Sturheit" und Hartnäckigkeit sein Ziel verfolgt und erreicht. Beim Grafen von Galen geht es um das genaue Gegenteil. Der Bischof von Münster zeigt uns den heiligen Löwenmut im alles entscheidenden Moment.

1878 wird er auf Burg Dinklage aus westfälischem Ur-Adel geboren, und bleibt dieser Prägung sein Leben lang treu. Politisch steht er weit rechts, Demokratie ist nicht wirklich sein Ding, er ist stramm katholisch und stramm deutsch-national. Als Hitler 1936 das seit dem ersten Weltkrieg entmilitarisierte Rheinland besetzen läßt, begrüßt er (seit 1933 Bischof von Münster) das ausdrücklich.

So weit, so normal im damaligen erzkonservativen Klerus - gegen den unsere heutige Bischofskonferenz wie eine wilde Anarcho -Truppe aus 68er Tagen  ausschaut.

Bischof Clemens August stellt sich mit dem Papst und den meisten seiner "Kollegen" 1937 in einem Rundschreiben gegen die Rassenpolitik der Nazis - wie bekannt, ohne konkrete Folgen, es ist halt nur ein Protest, das verläuft alles im Sand. Der Papst und die Kirchenleitung taktieren, haben letztlich Angst vor einer echten Auseinandersetzung, einer Situation wie in der Sowjetunion, wo die dortigen Machthaber die Kirche praktisch ausgerottet, zehntausende Priester und Mönche umgebracht haben.

Als die Regierung 1941 jedoch, von Verwaltung, Polizei und unzähligen Ärzten fleißig unterstützt, damit beginnt, in ihren Augen "unwertes" Leben zu vernichten, lernschwache Kinder von der Schulbank weg, Menschen in Altersheimen und Kliniken zu ermorden, kommt für unseren Bischof der Moment der Wahrheit. Anders als viele seiner Amtskollegen entscheidet er sich aus seiner menschenliebenden, christlichen Grundeinstellung für die totale Konfrontation, die die Bereitschaft zum Martyrium einschließt. Er hält 3 Predigten, die zum Deutlichsten gehören, was in der gesamten Nazizeit in Deutschland öffentlich gesagt wurde. Er droht klipp und klar damit, daß sich Katholiken an diesen Staat nicht mehr gebunden fühlen können, er kündigt den Nazis de facto Ihre einseitig verkündete "Volksgemeinschaft" auf.

Hitler schäumt und tobt und fordert den Kopf des Bischofs, doch der gewiefte Machtmensch Goebbels weist nachdrücklich auf die Gefahr hin, daß sich die katholischen Teile Deutschlands tatsächlich abwenden könnten. Die Hinrichtung von Galens wird auf "nach dem Endsieg" verschoben (und findet deshalb nie statt), die sogenannte "Euthanasie"-Mordaktion wird eingestellt.

Das Regime rächt sich für diese massive Niederlage mit einer harten Gangart gegen die Kirche in den verbleibenden Jahren bis zum Zusammenbruch. Alle Orden werden verboten, die kirchlichen Schulen geschlossen, das ganze kirchliche Leben unterdrückt, viele Priester und Gläubige bezahlen mit dem Leben für ihre Überzeugung und ihren Widerstand.

Clemens August ist ein Heiliger des Kairos, des rechten Augenblicks, den die Griechen gar als Gott verehrten. Jetzt oder nie, Sekt oder Selters: manchmal gibt es nur schwarz und weiß, richtig oder falsch.




Peter Kirwel








Unser Geschichtenerzähler   Peter Kirwel

Peter Kirwel

macht hauptberuflich den Vertrieb bei Öffnet externen Link in neuem   FensterViana/Tofutown.com, und hält nebenberuflich die traditionellen katholischen Prozessionsbräuche (die eigentlich die ganz alten Kulte fortführen) in seinem Eifeldorf am Laufen, auch eine Punkzeit soll es gegeben haben.







heupd | Moratorium gestoppt, Laufzeitverlängerung gekippt

Ein entscheidender Sieg der Wutbürgerbewegung gegen Atomstrom

BERLIN heupd | Nachdem die Aussetzung der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke (Moratorium) schon im Vorfeld nach Androhung von Schadensersatzklagen der Atomkonzerne gescheitert war, hat jetzt eine kleine Bürgerinitiative einen überraschenden Erfolg errungen.

Praktisch über Nacht war eine Gegen-Schadensersatzklage eingereicht worden, die vom Bundesgerichtshof wegen ihrer Brisanz nun vorrangig behandelt wird. Auf mehreren hundert Seiten war dank Wikileaks und Anonymous die illegale Einflussnahme der Atomlobby auf die Regierung, die schließlich den im Jahr 2000 gesetzlich verankerten Ausstieg aus der Kernenergie kippte, detailliert dargestellt. Belege, Emails, Schriftverkehr und Handnotizen als Anlage belegten ausreichend den Verdacht auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Daher begann die Generalstaatsanwaltschaft schon heute früh ab 5:30 Uhr zu ermitteln. Im gesamten Bundesgebiet finden zeitgleich Hausdurchsuchungen bei Politikern und Energieunternehmen statt.

Prof. Monika Harms, Generalbundesanwältin beim Bundesgerichtshof, betont, die Klage der Wutbürgerbewegung gegen Atomstrom werde in jedem Fall vorrangig behandelt. "Ein Gesetz, das Rot-Grün zum Schutz und im Auftrag der Bevölkerungsmehrheit auf den Weg gebracht hat, durch Bestechung, Drohung und Regierungserpressung zugunsten des Profits Weniger zu sabotieren, ist eindeutig strafbar. Weder die Laufzeitverlängerung kann ihre Gültigkeit behalten, noch die Einflussnahme straflos bleiben." Harms hebt ebenfalls die historische Bedeutung des nun folgenden Prozesses hervor. Zum ersten Male werde Industrielobbyismus zum Schaden von Bürgern und Bürgerinnen strafrechtlich geahndet. hg/us







heupd - Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten

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Tags: moratorium, laufzeitverlängerung, atomsausstieg, atomlobby, industrielobbyismus
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Mal was Gutes:

Es lebe die Ozonschicht!

Foto: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts studierte ich an der Universität zu Köln, rauchte eine Menge lustige Dinge und interessierte mich für alternatives Wissen.
Heilkunst, Kräuterkunde, Yoga, spirituelle Praktiken, Ernährung, Hügelbeete, bio-dynamischer Gartenbau, eben alles, was der "Normal"bürger nicht wahrnahm.

An der Uni gab es einen Typen, der auf Einladung auch unsere Wohngemeinschaft besuchte und uns einen Vortrag über die Gefährdung der Ozonschicht hielt. Seine Sorge um die Zukunft der Erde war so groß, dass er seine Abende mit kostenlosen Vorträgen verbrachte, um die Menschen zum Erkennen des Problems und zum Umdenken zu bewegen.

Er hatte Schaubilder mitgebracht und skizzierte auf einem mitgebrachten Flipchart, wie die Gase von Spraydosen und das Kühlmittel aller entsorgten Kühlschränke langsam, gaaanz langsam durch die Luft nach oben schaukelten und erst in 20 Jahren die Ozonschicht erreichen würden und dann diese schützende Schicht auflösten, so dass harte UV-Strahlung Pflanzen, Tiere und Menschen schädigen kann.

Er beschrieb die Erde als Organismus, der durch Einwirkung kurzsichtiger Menschen dabei war, sein schützendes Gewand zu verlieren. Durch diesen engagierten jungen Mann wurden wir uns der Gefahr bewußt und konnten unser Verhalten ändern.

Foto: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0Jahre später wurde dieses Wissen zum Allgemeingut. Meldungen aus Australien, wo Menschen wegen des Ozonlochs nur noch mit speziellen Bekleidungen an den Strand gehen konnten zur Normalität.
Unsere Tochter bekam immer Sonnencremes mit "Lichtschutzfaktor 30" und ich habe mich mit dem früher geliebten exessiven Sonnenbaden zurückgehalten.
Vieles an unserem Ökosystem Erde haben wir Menschen in den letzten 50 Jahren erfolgreich gestört.

Umso hoffnungsvoller ist es, einmal eine gute Nachricht zu lesen:      

Laut einer Meldung von sonnenseite.com, deren Öko-Newsletter ich abonniert habe, "wird die Ozonschicht etwa Mitte des 21. Jahrhunderts wieder die gleiche Dicke haben wie zu Beginn der 1980er Jahre." Hier wird eine Meldung von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zitiert, die entscheidend bei der Erstellung des Berichts der World Meteorological Organization (WMO) zur Entwicklung der Ozonschicht in der Stratosphäre mitgewirkt haben.

"Grund für diese positive Entwicklung ist die erfolgreiche Regulierung der Produktion und des Gebrauchs von fluor-, chlor- und bromhaltigen Substanzen wie zum Beispiel FCKW durch das Montreal-Protokoll
von 1987 und nachfolgende internationale Vereinbarungen", erläutert Prof. Martin Dameris vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre.

Foto: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0Also haben nicht nur einige alternative Kölner Studenten das Problem verstanden, sondern auch Wissenschaftler und Politiker die richtigen Konsequenzen gezogen.

"Nach dem Bericht der WMO wird erwartet, dass sich durch die Klimaänderung die Rückbildung der Ozonschicht insgesamt beschleunigt. Das Ozonloch über der Antarktis wird sich bis etwa Mitte dieses Jahrhunderts wieder
weitestgehend geschlossen haben." schreibt sonnenseite.com (Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.sonnenseite.com/Zukunft,Entwicklung+der+Ozonschicht,17,a18355.html).

Wir können die Welt verändern - so oder so!
Durch unser Engagement und unser bewußteres Umgehen mit der Umwelt konnten Phosphate in Waschmitteln reduziert werden, kann man jetzt in jedem Supermarkt Bio-Produkte kaufen und sogar die Ozonschicht erholt sich wieder. Positive Ergebnisse, die mir zeigen, das wir mit unserem Protest und alternativen Forderungen nicht so arg falsch lagen.
Jetzt geht es um die nächste Stufe Umweltschutz: Ersetzung und Abschaltung der Atomkraftwerke!

Mehr Infos zur Erdatmosphäre unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.dlr.de



Wolfgang Kurtz
Wolfgang Kurtz

ist Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.
Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.

Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.



 

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Tags: all, ozonschicht, umwelt, ozonloch, sonnenseite
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