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Ist Bio out?

Ist Bio out? Oder ...

 

... war es nie 'in', sondern nur zufällig mal eine Zeitlang geduldet - und wer entscheidet in welchem Auftrag darüber?


Bioland-Ysopfeld am Weltkulturerbe MittelrheinAktuelle Diskussion: Die CDU-CSU-FDP-Regierung will aus den Mitteln des Bundesprogramms ökologischer Landbau nun auch konventionelle Landwirtschaft und Industrie fördern. Lesen Sie dazu unten die Pressemitteilung des Bundesverbands Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel e.V..
(Hier ist der Auftraggeber klar, der bestimmt hat, dass Bio out ist.)


Zufällig ?
Der einzige Lehrstuhl in Deutschland für Demeter-Landwirtschaft wird gerade abgeschafft.
Wir erhalten Seminarangebote "zur Sicherung der Glaubwürdigkeit biologischer Produkte", und das als Bio-Pionier der 70er Jahre.


Hat sich ‚Bio' überholt? Wer überholt ‚Bio' ?


Im Sinne der Bio-Pioniere (Ende 60er - 70er Jahre) ist es natürlich nicht überholt, aber es gibt noch viel zu tun, zu forschen und neu zu denken. Auch spannend, wie die jüngeren Generationen das "Erbe" nun weiterentwickeln werden.


Bio in den Händen der Industrie und der EU-Bürokratie (ab 1993) wurde allerdings laufend für deren Zwecke angepasst. Jeder emanzipatorische Sinn, jede kreative Förderung darf den agro-industriellen Mainstream-Komplex nicht überfordern, und wird damit möglichst nivelliert. Die Bio-Nische ist über die Niedlichkeitsgrenze hinaus gewachsen - jetzt gelten wieder die Hauptspielregeln - siehe Förderungsentzug der Solarindustrie und Förderungszuwachs des Atomenergie-Sektors der 4 Multis mit ihrem Potential, die Entscheidungsträger zu 'durchdringen'.


Bio-zertifizierte Wildsammlung in den unberührten Bergen Kroatiens, eine logistische Meisterleistung!Was lernen wir?
Das "bekannte" Bio wird gerade durch Industrialisierung, durch wenig sinnige Bürokratisierungs-Regelungen (z.B. soll der eigentlich fachfremde Zoll Bio-Produkte auf Echtheit prüfen und abstempeln) und viele Marktprozesse schlachtreif vorgeführt.
Die Kontrollsysteme sind z.T. so lächerlich gestri(x)ckt, dass es geradezu nach investigativen JournalistenjobberInnen schreit !
Für kleine außereuropäische Projekte genügt ein kleiner Fehler auf den Exportpapieren für Bio-Ware, und die Ware verliert irreparabel die Bio-Anerkennung; obligatorische Rückführung und neuer Versuch (Neuimport) bleiben noch theoretisch.
Wir haben uns schon so daran gewöhnt, dass es uns gar nicht mehr so absurd vorkommt...
Nur, da unser Betrieb gerade eine EU-Bio-Rechnungshof-Kontrolle hinter sich hat, wo 8 (!)  Personen das Drittlandimportsystem anhand unserer Bio-Importe geprüft haben, da kommen einem doch ärgerliche Zweifel.


Es wird Zeit, gleichzeitig global, und trotzdem immer kleinteiliger und stärker in Kreisläufen denkend ein "neues Bio Verständnis" zu entwickeln, das über die jetzigen Biozertifizierungen hinausgeht (und weniger papier- und zollfixiert ist).


Als einer der EntwicklerInnen können wir uns eine Restituierung vorstellen, die ohne den EG-Bio-Papier- und Bürokratiezirkus bei Drittlandimporten auskommt.
Analog einer globalen Beurteilung einer Region oder eines Landes nach den Kriterien von Transparency International und Menschenrechts-Chartas wie Amnesty International könnte grundsätzlich entschieden werden, ob ein glaubhaftes Biozertifikat aus einem demokratiefernen Land überhaupt sinnvoll ist. Das hört sich eventuell rassistisch an, berücksichtigt aber eben die völlig ungleichzeitige Entwicklung, die zu einer Art Bio-Kolonialismus führt.
Wir als InsiderInnen sehen so viel Bioware auf scheinheiligen Papieren durchgezollt, gesegnet mit zufälligen Rückstandsanalysen aus immer denselben 10 EU-Bio-Kolonien wie China, Türkei, Ägypten usw., wo die Ware nicht mehr wirklich bis zum Acker und seinen BäuerInnen zurückverfolgt werden kann.


Kein Vorwurf an die dortigen Bauern, Händler und Zertifizierer - die hauen uns nur kunstfertig nach tausend Jahre alten Regeln übers Ohr -  was im Verkehr mit uns Pfeffersäcken nichts anderes als legitimiert ist, wenn doch dem westlichen cleveren Geschäftemacher alles erlaubt zu sein scheint, alles auch noch auf dem Weg zum Kunden nachverhandelbar ist. Organoleptische Qualitäten, Preise, Termine, warum denn auch mehr als 50 % Bio liefern, wenn sowieso fast nur Preisverhandlungen geführt werden. Kulturelle Gemeinschaften, die nicht direkt Nein sagen, haben gar keine andere Möglichkeit, diesem geschäftlichen Druck nach höchster Effizienz zu begegnen.


Bio-Kleinbauerprojekt Sahyadri Spice Farmers in Kerala, Indien: Vortrocknen von Pfeffer, Ingwer, Muskat, Curcuma ...Also sollte man derartige Herkünfte nicht mehr "überhöhen" auf das Niveau des (bei uns aus emanzipatorischen Grünen-Bewegungen entstanden, jetzt geprägt durch Industrie-Kapitalismusmaximen) West-Bios, aufgeteilt in EU-Bio, NOP-Bio (USA), BioSuisse-Bio, JAS-Bio (Japan, für jedes eine eigene Zertifizierung erforderlich, teuer) - sondern ehrlich als Entwicklungsprojekte beschreiben, die bestimmte Standards eines internen Kontrollsystems einhalten, und nur noch ab einer gewissen Größenordnung von externen Inspektoren vor Ort kontrolliert werden.

Am wichtigsten aber sind Schulungsprogramme, die dort das verlorengegangene Wissen der traditionellen, und damit am besten klimatisch angepassten Landwirtschaft wieder beleben. In gut funktionierenden Kleinbauernprojekten ist dies Schwerpunkt. In dieser Hinsicht sind auch wir wieder entwicklungsbedürftig! 
Übrigens haben Exportsubventionen, die Grüne Revolution, Gentechniksaat und patentierte Rassen und Saatgut, sowie Agrochemie-Pharmavertreter das alte Wissen ja erst vor 50-60 Jahren zu eliminieren geholfen.


Das Kriterium ist Glaubwürdigkeit.

Nicht lückenlose Dokumentation geschickter Händler, Ablader, Aufkäufer, die nichts zur  Veränderung der Landwirtschaft (und Gesellschaft) beitragen wollen. Sondern offene, barrierefreie Dokumentationen seitens der Projekte, sodass Interessierte sich auch dorthin begeben könnten (Agritourismus als Bestandteil der Projekte). Projekte, die genauso Umweltschutz wie Sozialschutz und Gesundheitsschutz beinhalten.


Der Weltagrarbericht 2009 hat dazu eine prima Vorlage geliefert: er analysiert genau, weshalb die kleinbäuerliche Bio-Landwirtschaft am besten die Welternährung sichern kann - noch vor Bio-Plantagenwirtschaft. Die konventionelle Agro-Industrie hat so viele Umwelt- und Sozialschäden im Schlepptau, dass sie abgeschlagen hinten liegt. Hier der Link zum Bericht: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.weltagrarbericht.de (Wege aus der Hungerkrise. Die Erkenntnisse des Weltagrarberichts und seine Vorschläge für eine Landwirtschaft von morgen.)


Am letzten Wochenende berichtete die Taz in mehreren Artikeln über Zukunftsvisionen für ein besseres Leben - darunter gab es einen spannenden Artikel über Terra Preta. Ursprünglich höchstfruchtbare "Indianerschwarzerde" im vorkolonialen Amazonasgebiet, fermentierte Siedlungsabfälle und Exkremente, deren Zubereitungsgeheimnis mit der Ausrottung der Urbevölkerung verloren ging, aber vor einigen Jahren experimentell nachvollzogen wurde und im heutigen Zusammenhang hochaktuell ist:
"Nach UN-Zahlen ist in den letzten 20 Jahren fast ein Viertel der globalen Landfläche degradiert; rund 1,5 Milliarden Kleinbauern ernten immer weniger, vor allem in Afrika. Humuswirtschaft mittels selbst erzeugter Schwarzerde würde sie unabhängig machen von Kunstdünger und Agrokonzernen und ihnen damit ein wirksames Mittel gegen den Hunger an die Hand geben."
Hier der Link zum vollständigen Artikel: www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/bluehende-landschaften/

 

Was wir tun:

wir sind Mitglied bei Öffnet externen Link in neuem FensterTrust Organic Small Farmers, eine Initiative von Importeuren, Projekten und Händlern zur Förderung kleinbäuerlicher Bio-Landwirtschaft, mit offenen Dokumentationen anstatt oberflächlichem Marketing, auch um die Projekte von allen möglichen, kostspieligen Zusatzzertifizierungs- und Siegelsystemen (Ethik-, Fairer Handel) zu entlasten. So stellen wir Lieferantenportraits auf unsere Website, und berichten hier im Blog über Besuche und Neuigkeiten aus den Projekten: Öffnet externen Link in neuem Fensterlieferantenportraits.htm


Im Teegeschäft ist die Struktur etwas anders. Aufgrund der Größe der klassischen (Bio-) Teeplantagen läuft der Einkauf über "Teemakler", meist alteingesessene Firmen in den Hansestädten Hamburg/Bremen. Mit "unserem" Teemakler, der besonders in den 90ern sehr aktiv im Aufbau eines umfassenden Teesortiments in Bio-Qualität war, arbeiten wir bereits 30 Jahre eng zusammen. Im Sinne einer offenen Dokumentation wurde nun die Internetseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.fairbiotee.de ins Leben gerufen. Hier werden nicht nur die einzelnen Bio-Teeplantagen vorgestellt, sondern auch Kriterien, Ziele und zusätzliche Standards der FairBioTee-Initiative über die allgemeine EG-Bio-Zertifizierung hinaus vorgestellt.



Im folgenden veröffentlichen wir die aktuelle Pressemitteilung des BNN zur Entfremdung der Mittel des Bundesprogramm ökologischer Landbau (die so schön die industriellen Zusammenhänge zeigt).

 

Ursula Stübner, Heinz Gasper







Pressemitteilung vom 23. November 2010


CDU/CSU und FDP schädigen das Bundesprogramm Ökologischer Landbau
Regierungskoalition hat für Bio nichts mehr übrig, fördert aber die "BioÖkonomie" mit 2,4 Milliarden Euro


Die von der Regierungskoalition beschlossene "Öffnung" des Bundesprogramms Ökologischer Landbau macht deutlich, dass eine Mehrheit in CDU/CSU und FDP für eine industrielle Landwirtschaft steht und moderne Formen der ökologischen Bewirtschaftung als "rückwärtsgewandte Spinnerei" abtut. Entgegen der Darstellung der Koalition werden die ohnehin geringen Mittel des Bundesprogramms Ökologischer Landbau ausgeschöpft.

Nach dem Willen von CDU/CSU und FDP wird das Programm für nachhaltige Formen des konventionellen Landbaus geöffnet. "Nachhaltige Landwirtschaft" ist jedoch ein Begriff, für den es zwar viele Definitionsvorschläge gibt, anders als bei der Biolandwirtschaft ist jedoch keine davon gesetzlich gefasst. "Das öffnet die Türen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau für Agro-Gentechnik, industrielle Tierhaltung und Pestizideinsatz und verringert gleichzeitig die vergleichsweise winzige Summe, die dem Ökolandbau seit 2001 zur Verfügung steht", befürchtet der Geschäftsführer der Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) Dr. Uli Zerger. Naturland-Präsident Hans Hohenester geht einen Schritt weiter und betont, "Die Öffnung des Bundesprogramms ist ein Angriff auf uns Öko-Bauern!"

In die Agro-Industrie fließen dagegen seit Jahren sehr viel höhere Summen. Während das Bundesprogramm Ökologischer Landbau heute nur noch über einen Etat von 16 Millionen Euro verfügt, werden in den nächsten sechs Jahren allein 2,4 Milliarden Euro in die sogenannte Bioökonomie-Forschung fließen. Von diesem Programm werden große Konzerne profitieren, die angesichts der schwindenden Ölvorräte die Landwirtschaft als neue Rohstoffquelle ausgemacht haben. Dabei gehören Methoden der Agro-Gentechnik, die rund 80 Prozent der Bevölkerung ablehnen, zum üblichen Repertoire.

Das Programm "Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" wird von einem "BioÖkonomieRat" gestaltet und geleitet werden, dem keine Vertreter der Zivilgesellschaft und keine Wissenschaftler mit dem Schwerpunkt ökologische Landwirtschaft angehören, dafür jedoch Vertreter von Unternehmen wie BASF und KWS SAAT AG. "Der BioÖkonomieRat übernimmt für die Konzerne die Vorbereitung eines gewaltigen Umbaus der zurzeit noch weitgehend bäuerlichen Landwirtschaft zu einem Wirtschaftszweig, der als Rohstofflieferant für die Industrie dienen soll. In einer industriellen Landwirtschaft, wie sie Regierungskoalition und BioÖkonomieRat anstreben, werden Aspekte wie Artenvielfalt und Landschaftsästhetik voraussichtlich kaum noch von Bedeutung sein", warnt Dr. Steffi Ober, Referentin für Gentechnik und Biodiversität beim NABU.

"Die Koalition stellt sich gegen ihre offiziellen Beteuerungen und handelt gegen die Verbraucher, denen es immer wichtiger ist, gesunde und nachhaltige Lebensmittel zu essen", kritisiert Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren. "Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau ist unverzichtbar, denn der ökologische Landbau ist im besonderen Maße dazu geeignet, Antworten zu geben auf die großen Herausforderungen der Zukunft wie dem Klimaschutz und der Ernährung der Weltbevölkerung, dem Schutz der Gewässer und der Artenvielfalt", unterstreicht Tanja Dräger, WWF-Agrarexpertin. "Eine Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2010 ohne ökologischen Landbau kann nicht das nachhaltige Lösungspotential für die globalen Probleme entwickeln", resümiert Stephan Illi, Vorstand des Demeter-Verbandes.
Die Verbände fordern die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, in der bevorstehenden Haushaltsberatung das Bundesprogramm Ökologischer Landbau in der bisherigen Form beizubehalten und deutlich besser auszustatten.


Pressekontakte:

Elke Röder, Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V.
Tel.: 030-8471224-24, E-Mail: presse@n-bnn.de
Der BNN Herstellung und Handel e.V. ist der Verband der mittelständischen Naturkost-Großhandelsunternehmen und Naturkost-Verarbeiter. Der Verband verabschiedet besondere Qualitätsrichtlinien für den Naturkost-Fachhandel, die über die gesetzlichen Anforderungen für Bio-Produkte hinausgehen. Der Naturkost-Fachhandel erzielte 2009 in Deutschland einen Umsatz von 1,95 Milliarden Euro mit Bio-Lebensmitteln und Naturkosmetik.

Dr. Steffi Ober, NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V.
Tel.: 030-284984-1612, E-Mail: steffi.ober@NABU.de
Der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) ist seit 111 Jahren für Mensch und Natur aktiv. Mit über 460.000 Mitgliedern und Förderern ist er einer der größten und ältesten deutschen Naturschutzverbände.

Dr. Uli Zerger, Stiftung Ökologie & Landbau
Tel.: 06322-989700, E-Mail: zerger@soel.de
Die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) ist eine private Stiftung, die sich seit fast 50 Jahren für die Förderung des Ökolandbaus engagiert. Zahlreiche Einzelprojekte, eine Fachzeitschrift sowie ein eigener Schul- und Seminarbauernhof stellen die Arbeitsschwerpunkte der SÖL dar.

Stephan Illi, Demeter e.V.,
Tel.: 06155-8469-0, E-Mail: stephan.illi@demeter.de
Demeter, der Verband für Biologisch-Dynamische Landwirtschaft, ist die älteste Öko-Landbauorganisation mit zahlreichen, innovativen Preisträgern als Mitgliedern. Demeter-Lebensmittel zeichnen sich durch eine besondere Qualität aus.

Tanja Dräger, WWF Deutschland
Tel.: 030-308742-21, E-Mail: draeger@wwf.de
Der WWF Deutschland ist Teil der weltweit führenden Umweltschutzorganisation World Wide Fund for
Nature (WWF). Er ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Weltweit unterstützen uns 5 Millionen Förderer.

Carsten Veller, Naturland - Verband für ökologischen Landbau e.V.
Tel.: 089-898082-31, E-Mail: c.veller@naturland.de
Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 55.000 Bauern und über 500 Herstellern als Naturland Partner einer der größten Öko-Verbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.

Gastbeitrag
24.11.2010
10:20

Mikrokosmos: Kreuzsporiges im Friedhofsmonat November

Kreuzsporiger Filz-Rötling

 

Entoloma conferendum, deutsch: der Kreuzsporige Filz-Rötling
Schon lange haben wir keine Pilzsporen mehr fotografiert, obwohl manche Pilzgattungen gerade an den Sporenformen, die ihre Arten ausbilden, besonders leicht zu erkennen sind, während sie makroskopisch auch dem Pilzkundler oft Rätsel mit sieben Siegeln bleiben.

 

Dazu gehört die in Deutschland ca.275 Arten umfassende Gattung der Rötlinge (Entoloma). Sie heißen nicht deshalb so, weil sie vielleicht besonders rötliche Fruchtkörper hätten, sondern weil alle Arten der Gattung Rosasporer sind. 






 

 

 

Entoloma conferendum, deutsch: der Kreuzsporige Filz-Rötling
Und die rosa Sporen sind alle außerdem - man staune - irgendwie eckig. Bis auf die Artebene dringt man aber leider nicht unbedingt vor, auch wenn man diese beiden Eigenschaften kennt: zu viele Rötlingsarten sind sich da einfach zu ähnlich, um sie voneinander unterscheiden zu können, es sei denn, die Sporen sind "kreuzförmig", wie auf unseren Mikrofotos.

 

 

Dann wissen wir: aha, ein Kreuzsporer! Wenn dann noch Sporengrößen und makroskopische Eigenschaften stimmen, haben wir ihn, bzw. sie: die Entoloma conferendum, deutsch: der Kreuzsporige Filz-Rötling.



 

 


Eva Wandelt und Lothar Claußnitzer

Bilder mit Klickvergrößerung





Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos ©  Evi Wandelt / Lothar Claussnitzer

 



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Tags: pilzsporen, rötlinge, rosasporer, entoloma conferendum, kreuzsporige filz-rötling
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heupd| Gesundheitsreform verabschiedet

Kassenärztliche Vereinigung wird der Handwerkskammer angegliedert

 

Berlin heupd | Die neue Gesundheitsreform ist nun endgültig vom Bundesrat verabschiedet worden. Nach heftigen Diskussionen zwischen schwarz-gelber Koalition und rot-rot-grüner Opposition am Freitag Abend wurden noch einige überraschende Änderungen zum ursprünglichen Entwurf an die Opposition zugestanden. Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler zeigt sich dennoch zufrieden.

Parallel zur Rente 67 gibt es nun einen schrittweisen Übergang zum Vorkasse-System im Gesundheitswesen. Damit verlieren die Ärzte zukünftig ihren Sonderstatus und unterliegen den gleichen wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten, Haftungs- und Regresspflichten wie Handwerker. Folgerichtig werden die Aufgaben der Kassenärztlichen Vereinigung angepasst, und diese wird der Handwerkskammer angegliedert.

Ab 1.1.2011 geht der typische Arztbesuch dann folgendermaßen vonstatten: der Patient legt mit seinem Arzt das Behandlungsziel fest und einigt sich mit ihm auf einen Behandlungsplan. Der Arzt erstellt einen Kostenvoranschlag, der nur bei Nicht-Zustandkommen des Behandlungsvertrags kostenpflichtig ist, wenn der Patient die nämliche Leistung von einem anderen Arzt in Anspruch nimmt.

Der Arzt bekommt allerdings das Recht, die Behandlung von Hypochondern und Psychosomatikern, falls die Aufgabe unlösbar erscheint, ablehnen zu dürfen.

Sollte das Behandlungsziel in der vorgegebenen Zeit nicht vollständig erreicht sein, kann der Patient seinen Arzt in Zukunft in Regress nehmen. Die Arztrechnung darf dann gekürzt oder ganz einbehalten werden, bis die Nachbesserungen zur Zufriedenstellung des Patienten erfolgt sind. Ebenfalls neu ist die Haftungspflicht des Arztes für unangekündigte Nebenwirkungen. Erst bei offensichtlich zufriedenstellendem Gesundheitszustand wird die Rechnung bezahlt, und der Krankenkasse eingereicht, die einen Teil (max. 50%) erstattet. Zur Erstattungshöhe wird ein Punktesystem eingeführt. Eine nachweislich gesunde Lebensführung mit Vollwerternährung und Sport, ohne Rauchen und anderen Drogen, wirkt sich dabei begünstigend aus. Denkbar wäre der Einkauf mit Chipcode, wobei es z.B. im Bioladen Pluspunkte, und bei der Fast-Food-Kette Minuspunkte gäbe.

Die HK, sowie die Handwerkerversicherungen formulieren bereits spezielle Angeboten für ihre künftige Zielgruppe.

Neben kritischen Stimmen gibt es auch Zustimmung. Karl Lauterbach, MdB und Gesundheitsexperte der SPD: "Na, wenigstens hat der Tanz um das goldene Kalb nun ein Ende." hg/us



heupd - Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten

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Tags: gesundheitsreform, kassenärztliche vereinigung, handwerkskammer, rösler, lauterbach
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Die Schlösser entlang der Hohenzollernbrücke

Ich bau Dir ein Schloß...

Die Hohenzollernbrücke in Köln ist die Eisenbahnbrücke.
Man erreicht sie mit wenigen Schritten vom Hauptbahnhof am Kölner Dom vorbei. Sie führt über den Rhein nach Köln-Deutz.
Die zentralen Bahngleise sind durch Gitter von eigenen Fußgängerspuren abgetrennt, über die Kölner und auch Touristen seit dem Wiederaufbau der Brücke im Jahre 1959 flanieren.

Im Spätsommer 2008 hörte ich davon, dass verliebte Paare damit begonnen hatten, an das Gitter zwischen Fußweg und Bahngleisen Vorhängeschlösser anzuschließen.
Als Symbol ihrer Liebe und Zusammengehörigkeit.

Schlösser Hohenzollerbrücke KölnSchlösser Hohenzollerbrücke Köln
Fotos: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0

Die Schlösser enthielten meist eine Beschriftung oder Gravur der Vornamen oder Initialen der Partner, teilweise mit Datum.
Die Schlüssel zum Schloß wurden nach dem Anschließen über das Geländer in den Rhein geworfen.

Schlösser Hohenzollerbrücke KölnSchlösser Hohenzollerbrücke Köln
Fotos: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0

Andere Paare machten es nach, Schlösser wurden mit den Namen der Liebenden beschriftet, mit Filzstift oder in Handarbeit graviert und es entstand ein buntes, glänzendes Sammelsurium von Schlössern.
Und die Schlösser entflammten die Neugier der Passanten: Erich liebt Erna, Sibel + Yüksel, und in Köln natürlich auch Martin mit Claus.
Und das Datum ist auch interessant: wie lange schon? wie frisch ist die Liebe?
Moderne Schlösser, stabile Schlösser, alte Schlösser, exotische Schlösser, witzige Schlösser: der Kreativität der Menschen sind auch hier keine Grenzen gesetzt.

Schlösser Hohenzollerbrücke KölnSchlösser Hohenzollerbrücke Köln
Fotos: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0

Immer mehr Spaziergänger sahen die Versprechen ewiger Verbundenheit, so viele, dass die ersten Schlüsseldienste sich auf die Nachfrage einstellten und Schlösser fertig mit Gravur "für die Brücke" anboten.

Anfang 2009 dann der Schock in der regionalen Presse:
Die Deutsche Bahn hatte angekündigt, die Schlösser zu entfernen, da die Verkehrssicherheit auf der Brücke gefährdet sei.
Wie erleichtert waren die lieben Liebenden, als die Bahn nach heftigen Protesten einlenkte: "Wenn natürlich Tonnen von Schlössern hängen, müssen wir vielleicht doch was tun, solange der Zaun aufrecht steht und die Schlösser weder auf die Gleise noch auf Spaziergänger oder Radfahrer fallen könnten" würde aber nichts unternommen, räumte die Bahn ein.

Mittlerweile ist die südliche Seite der Hohenzollernbrücke schon ziemlich dicht (und das Phänomen pflanzt sich jetzt auf der nördliche Seite fort).
24 000 Schlösser zieren inzwischen das 400-Meter-Brückengitter. Die Kölner Musik-Gruppe "Höhner" widmete ihnen sogar ein Lied („Schenk mir dein Herz“).

Schlösser Hohenzollerbrücke KölnSchlösser Hohenzollerbrücke Köln
Fotos: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0

Ich habe auf meinen wochenendlichen "Foto-Walks" einige besonders schöne Exemplare fotografiert.
Nehmen Sie die vergrößerbaren Fotos als Anreiz für Ihren nächsten Besuch in Köln, 5 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt - oder als wärmende Aufhellung dieser trüben Herbstzeit.

Schlösser Hohenzollerbrücke KölnSchlösser Hohenzollerbrücke Köln
Fotos: Wolfgang Kurtz, CC-BY-SA-3.0


Wolfgang Kurtz
Wolfgang Kurtz

ist Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.

Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.
 

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Tags: schloß, schlösser, köln, koeln, cologne, hohenzollernbrücke, liebes-schlösser, all, Blog
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Hintergrund: Stevia, aktueller Stand

Was ist Stevia? Was sind Steviol-Glykoside?

Von der Cooperativa Ruiz de Montoya bekommen wir unseren argentinischen Bio-Mate-Tee. Wir werden auch Bio-Stevia von dort beziehen - sobald es zugelassen ist. Kurt Steiner vom Förderverein der Cooperative beschreibt hier noch einmal anschaulich die rechtliche Situation um das Süsskraut Stevia rebaudiana, das in der EU nicht zugelassen ist.

 

 

Stevia ist ein Thema in den Medien. Das motiviert Konsumenten Stevia-Produkte zu kaufen. Dabei beginnt das Problem. Denn in der Öffentlichkeit werden die Begriffe Stevia und Steviol-Glykosid nicht auseinander gehalten. Daraus entstehen Irrtümer und Verwirrungen.


Steviol-Glykoside sind Stoffe, die durch ein komplexes chemisches Verfahren gewonnen werden. Sie haben mit der Natürlichkeit der Pflanze Stevia rebaudiana nichts mehr zu tun. Die positiven Inhaltsstoffe der Pflanze sind - bis auf die Süsskraft ohne Kalorien, ideal für Diabetiker - im Steviol-Glykosid nicht mehr enthalten. Als Stevia-Produkte dürfen eigentlich nur die Blätter der Steviapflanze bezeichnet werden. Alle anderen Produkte, die legal auf dem Markt kommen, müssen als Steviol-Glykoside bezeichnet werden.


Hier soll nicht die chemische Herstellung der Steviol-Glykoside kritisiert werden. Verbraucher und Konsumenten sollten kaufen, was sie wollen. Doch sie sollten über Informationen verfügen, damit sie wissen, was sie wirklich kaufen.


Zur rechtlichen Situation

  • In der EU sind Stevia und Steviol-Glykoside weiterhin nicht zugelassen.
  • Ausnahme ist Frankreich, dort erhielt das Steviol-Glykosid Rebaudiosid A 97 % im Jahr 2009 eine auf zwei Jahre beschränkte Zulassung.
  • In der Schweiz ist seit Jahren die Zugabe von 1 bis 2 % Stevia in Teemischungen erlaubt. Die reinen Blätter sind nicht zugelassen, weil bis heute die notwendigen Unbedenklichkeitsstudien nicht durchgeführt wurden.
  • In der Schweiz können Steviol-Glykoside eine provisorische Zulassung vom BAG erhalten, sofern sie mind. 95 % Reinheit aufweisen und den internationalen JECFA-Spezifikationen entsprechen.



Begriffs-Klärung

  • Stevia:     Stevia ein Gattungsbegriff aus der Botanik. Stevia rebaudiana Bertoni ist eine süssschmeckende Pflanze mit rund 300 Inhaltsstoffen, vorwiegend aus den Gruppen der Terpene und Flavonoide.
  • Süssstoffe:    Stevioside, Rebaudioside A, C, D, E und F, Dulcoside A. In Stevia rebaudiana werden hauptsächlich Stevioside und Rebaudioside A gebildet.
  • Steviol-Glykoside:     Steviol-Glykoside sorgen für den süsslichen Geschmack der Steviapflanze. Diese Glykoside werden aus der Pflanze extrahiert und aufgereinigt. So können auch einzelne Glykoside gewonnen werden, zum Beispiel Steviosid oder Rebaudiosid A.
  • Reb A 97:    Extrakt aus Rebaudiana A mit 97 % Reinheit
  • Artefakte:    Artefakte sind Moleküle in einem Produkt, welche durch technische Einwirkung entstanden sind und natürlicherweise nicht vorhanden waren.
  • Isomere:    Isomere sind spiegelverkehrte Moleküle. Isomere und Artefakte können, müssen aber nicht, gesundheitliche Folgen haben. In der Gesundheits-Prävention sind sie nicht erwünscht.    





Herstellung

Das Standardherstellungsverfahren von Steviol-Glykosiden besteht grundsätzlich aus fünf Schritten, die zum Teil mehrfach wiederholt werden müssen, um eine ausreichende Reinheit oder geschmackliche Qualität zu erreichen:
1. Extraktion, bei der die Steviol-Glykoside und alle anderen löslichen Bestandteile aus den Blättern entfernt werden. In der Regel werden hier als Lösungsmittel Alkohole, Wasser oder alkoholische Lösungen, z.B. Ethanol 70 Prozent verwendet.
2. Fällung mittels Salzen: Hier werden häufig Calziumhydroxid, Calciumoxid, Eisen-III-Chlorid oder Aluminiumsulfat eingesetzt. Bei der Fällung können im Steviablatt-Extrakt Artefakte und Isomere gebildet werden.
3. Zur Entfärbung werden üblicherweise Absorberharze verwendet. Die Steviol-Glykoside werden dann durch alkoholische Lösungen vom Absorberharz wieder getrennt; für den nächsten Schritt muss zunächst der Alkohol wieder entfernt werden.
4. Entsalzung mit Ionenaustauschern: Hier werden in Kombination Anionen- und Kationenaustauscher eingesetzt. Anschließend wird die Lösung mit den Steviol-Glykosiden aufkonzentriert und gegebenenfalls auch getrocknet.
5. Im letzten Schritt geschieht die Kristallisierung der Steviol-Glykoside aus alkoholischen Lösungen. Dieser Kristallisationsschritt muss mehrfach wiederholt werden, bis die gewünschte Reinheit von mindestens 95 Prozent erreicht ist. Anschließend wird das so hergestellte Steviol-Glykosid wieder     gelöst und getrocknet. Dabei werden Lösungsmittelrückstände entfernt.


Toxikologisch ist die Fällung der interessante Schritt. Hier werden im Stevia-Extrakt je nach eingesetzten Fällungsmitteln, Temperatur und pH-Werten Artefakte und Isomere gebildet. Auch die Wahl des Lösungsmittels spielt hier eine Rolle. Ebenso kann es bei der Nutzung von Ionenaustauschern vermehrt zur Bildung von Steviol-Glykosid-Isomeren kommen, da zum Teil sehr niedrige pH-Werte von pH1,9 bei gleichzeitigen Temperaturen von 50°C und Verweilzeiten von mehreren Stunden, anfallen.


Ursprünglich haben die japanischen Firmen als Fällungsmittel nur Calciumsalze eingesetzt, ähnlich dem Verfahren bei der Zuckerherstellung. Seit Ende der 90er Jahre wurden dann als zusätzliches Fällungsmittel Eisen-III-chlorid oder Aluminiumsalze eingesetzt, die eine bessere Reinigung versprachen. Auch Cargill gibt u.a. Eisen-III-Chlorid oder auch Aluminiumsulfat bei der Beschreibung seines Produktionsprozesses als Fällungsmittel an.


Bei der Herstellung entstehen Abfälle. Geht man davon aus, dass Stevia-Blätter im Schnitt ungefähr 10 Prozent Steviol-Glykoside enthalten, dann werden durch die Anwendung des Standardverfahrens die restlichen 90 Prozent der Stevia-Blätter in Abfall umgewandelt. In China werden diese Abfälle als Dünger genutzt. Auf den ersten Blick eine gute Idee, aber wenn man weiss, dass für die Aufbereitung einer Tonne Stevia-Blätter ungefähr 86 kg Aluminiumsalze gebraucht werden, und diese dann als Dünger auf Felder kommen, beschleicht einen ein Unbehagen. In Europa wäre so etwas ein Umweltstrafbestand.


Alle Stevioside und Rebaudioside der Steviol-Glykoside haben 0 (Null) Antioxidative Kapazität. Die beispielsweise im Tango-Tee eingesetzten Stevia-Blätter haben dagegen eine Antioxidative Kapazität von rund 120 mg Trolox/g. Mit Hilfe der Trolox Equivalent Antioxidative Capacity (TEAC) kann die antioxidative Kapazität eines Tees angegeben werden. Bei der Messung dient das Vitamin E-Derivat Trolox als Referenz, deswegen das Ergebnis in Trolox-Äquivalenten angegeben wird.


Der Förderverein der Cooperativa Ruiz de Montoya hofft, mit dieser Zusammenfassung zur Unterscheidung von Stevia und Steviol-Glykosiden beigetragen zu haben und wird im Frühling 2011 ein Büchlein zur Thematik publizieren.


Bern, November 2010, Kurt Steiner

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Tags: stevia, steviol-glykoside, süsskraut, süssstoff
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