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Gastbeitrag
28.07.2010
09:00

Mikrokosmos: Johanniskraut

Sonnenkraut mit Öltanks

Feld mit JohanniskrautJohanniskraut - Blüten
Passend zum Sommer: Ein Sonnenkraut, das Tüpfel-Johanniskraut, Hypericum perforatum






An trockenen, oft mageren Ruderalstellen (Wegrändern, Böschungen, Waldlichtungen) blüht das anspruchslose Tüpfel-Johanniskraut seit Johannis (24.Juni) fast überall in Deutschland und lässt die Sonne doppelt scheinen.







Ölbehälter des Blatts, 100x vergrößertÖlbehälter des Blatts, 20x vergrößert
Öldrüsen sekretieren ein dunkelrotes Öl (Hauptinhaltsstoff: Hypericin) in Ölbehälter , die sich in allen überirdischen Pflanzenteilen finden.
Die grünen Blätter erscheinen durchscheinend punktiert ("getüpfelt") und besonders am Blattrand kann man die Ölbehälter fast mit bloßem Auge erkennen, wenn man nur genau genug hinschaut. Auch in den dunklen Streifen der gelben Blütenblätter fließt Öl.



Leider ist uns kein mikroskopischer Schnitt durchs Blatt gelungen, der sowohl Ölbehälter als auch die umliegenden Drüsenzellen sichtbar gemacht hätte: im Anschnitt läuft das Öl gleich aus und überschwemmt das Präparat dunkelrot.


Die Blätter und weichen Triebe eignen sich von April bis Juni zur Teebereitung, als Würze zu Bitterlikör und zu Fischgerichten, die Blüten von Juli bis August zu Kräuteröl- oder zur Sirupherstellung. Die Blüten sind auch eine schöne essbare Dekoration, wie S.G. Fleischhauer in der Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen schreibt.


In der Volksheilkunde wurde (wird) die Pflanze als wahrer Allrounder, besonders aber das Johanniskrautöl (Auszug des blühenden Krauts in Olivenöl) zur Behandlung der Haut, gepriesen.




Eva Wandelt, Lothar Claußnitzer






Bilder mit Klickvergrößerung





Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: johanniskraut, hypericum, ölbehälter, hautöl, mikroskop
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Heilige des Monats Juli: Maria Magdalena

22. Juli: Maria Magdalena

 

Schöne Geschichten für das Unterbewusstsein bzw. die archaische Psyche. Das katholische Christentum und insbesondere der rheinische Katholizismus bietet mit seinen unzähligen Heiligen einen ähnlich guten spirituellen Service wie unser altes Kelten- und Germanentum (zum großen Teil wurden deren (Natur-) Gottheiten dem spröden Monotheismus zunutze gemacht).  

 

 

Festtag: 22. Juli

Patronin der Frauen insgesamt, im Besonderen der reuigen Sünderinnen; der Kinder, die schwer gehen lernen; der Friseurinnen und Kosmetikerinnen, der Parfümhersteller; der Schüler und Studenten


In den 1980er Jahren sang Sandra "I´ll never be Maria Magdalena", ich werde nie zur Maria von Magdala. Irgendwie ging's um wilde Leidenschaft, und sie wollte nichts bereuen müssen. Anders als die Maria Magdalena jedenfalls.
Die andere Seite sind dann die Keuschen, die der Fleischeslust fern stehen. Die wollen auch nicht wie Maria Magdalena sein.


Maria Magdalena war immer eine Heilige für uns normale Menschen in der Mitte: der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Einerseits bejahen wir das Gute und sehnen uns danach, andererseits sitzt uns das Teufelchen auf der linken Schulter und flüstert uns was ...
Und sie, die junge Frau aus Magdala im Norden Israels, hatte diesen Widerspruch sozusagen körperlich zu leben.
Die Legende setzt sie mit der namenlosen reuigen Prostituierten gleich, die Jesus bei einem Essen (bei dem man damals ja lag) mit ihren Tränen die Füße wusch und diese dann salbte.
Im Musical "Jesus Christ Superstar" singt sie "I don´t know how to love him", wie soll ich ihn nur lieben. Von ganzem Herzen - oder doch mit dem ganzen Körper - und wie schön wäre es, wenn beides ginge !!


Die Evangelien sehen sie, die Jesus aus einer inneren Krise gerettet hatte (damals hieß das "böse Geister austreiben"), immer treu an seiner Seite - auch in den fürchterlichen Todesstunden, als fast alle anderen weg waren, auch am Grab, als er ihr als erster von allen auferstanden erschien. Und da sagt er zu ihr "noli me tangere", berühre mich nicht !


Die ältere Kunst stellt Maria Magdalena oft verzweifelt am Fuß des Kreuzes dar: alle Träume geplatzt, der eine Gute stirbt unter schrecklichen Qualen, die alltäglichen Mitläufer und die alltäglichen Verbrecher bleiben übrig, Schweinewirtschaft, wie so oft, der Lauf der Welt. Das malt überwältigend der Künstler des Kreuzaltars im Kölner Wallraf-Richartz-Museum: unbedingt anschauen !


Neuere Romane versuchen, die dem Mittelalter eigene fromme Freude an schönen Legenden durch wilde Räuberpistolen zu toppen, in denen Maria Magdalena mit Jesus einen ganzen Kindergarten zeugt und den Babybrei im Heiligen Gral serviert. Wer´s mag, nun denn.
Die Kern-Botschaft der echten Maria ist knackiger: eine Frau in einer Männerwelt hat Probleme, verkriecht sich aber nicht, sondern formuliert sie und teilt sie mit dem Menschen, dem sie vertraut. Sie hat den Mut, ihre Liebe zu leben und den Menschen zu unterstützen, der die Liebe predigt und der ihre Unterstützung braucht (denn Feinde hat er schon mehr als genug). Das Geschwätz der Leute interessiert sie nicht, sie macht´s einfach. Klasse, find ich gut.



P.S. 1: Reue befreit, gibt Power für radikale Neuanfänge. Keine Panik vor dem Spiegelbild, dem Alleinsein - man kann sich eh nicht davonlaufen. Unsere Bibelhelden gingen zum Turnaround in die Wüste, Rheinisch-Katholische können beichten (sehr altmodisch, very cool), allen tut das Pilgern gut (Hape !). Oder einfach ein paar Tage allein in die Dünen setzen. Klappt alles, versprochen, nur nicht bange sein - "uns trennt nichts vom Paradies, außer unsrer Angst".


P.S. 2: Wallraf-Richartz-Museum ( Öffnet externen  Link in neuem Fensterhttp://www.wallraf.museum/ )  nicht vergessen, kostet ja nicht die Welt - und donnerstags ist bis 22 Uhr auf: passt eigentlich immer.








Unser Geschichtenerzähler   Peter Kirwel

Peter Kirwel

macht hauptberuflich den Vertrieb bei Öffnet externen Link in neuem   FensterViana/Tofutown.com, und hält nebenberuflich die traditionellen katholischen Prozessionsbräuche (die eigentlich die ganz alten Kulte fortführen) in seinem Eifeldorf am Laufen, auch eine Punkzeit soll es gegeben haben.



Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: maria magdalena, heilige des monats, 22.juli, jesus christ superstar, räuberpistolen
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CSS Zen Garden

Die Schönheit des CSS Design

Begriffserklärung:

CSS - Cascading Style Sheets ist eine Stylesheet-Sprache für strukturierte Dokumente. CSS gilt heutzutage als die Standard-Stylesheetsprache  für Webseiten.

Zen - eine in China ab etwa dem 5. Jahrhundert entstandene Strömung oder Linie des Buddhismus, dessen visuelles Symbol, der Kreis gleichzeitig Leerheit  und Vollendung verkörpert.

Garden - der Garten, ein Ort an dem ständig neue Blüten erblühen.


Ich bin Designer. Als ich 1996 mit dem Design im Internet begann, bestand "Webdesign" oft daraus, den Firmenprospekt für Bildschirme zu übersetzen.
Aber das Web kennt keine festen Formate wie DIN A4 oder 50 x 90 cm.
Hier erzähle ich von einer Entdeckung, die bis heute wichtig für meinen Weg als Webdesigner ist.

Die ersten HTML-Editoren, mit denen wir Internet-Auftritte versuchten zu gestalten, waren nur für Text, Aufzählungs-Listen und ab und zu mal ein illustrierendes Bild gedacht.
Also wurde getrickst, um die eigenen Vorstellungen umzusetzen: Tabellen wurden als Stütz-Gerüste für Auftritte mit fester Breite verwendet. Das gab dem Ganzen etwas Halt. Durchsichtige Bilder mit 1x1 Pixel Größe wurden in die Tabellenzellen gelegt und auf das gewünschte Maß aufgeblasen - und dieses zusammengewürfelte Puzzle war dann das Webdesign.
Ruckelige Animationen machten den Unterschied zum Druck und der König war, wer den "Mouse-over"-Effekt beherrschte: dann veränderte sich nämlich ein Bild, wenn man mit dem Mauszeiger drüberfuhr.
 
CSS Zen GardenEin Problem der ersten bis dritten Generation des Webdesigns war, dass Inhalt und Formatierung nicht getrennt waren. Für jeden Text schrieb man in den Quellcode die Anweisungen wie "Arial, 12 Punkt, schwarz, fett, zentriert..." und so weiter. Für jeden Satz. Das blähte den Code auf und machte ihn schier unlesbar für seh-behinderte Menschen, die sich die Internet-Seiten von Screenreader-Programmen vorlesen liessen ("Arial, 12 Punkt,...")

Lösung für dieses Problem war die strikte Trennung von Inhalt und Form. Das gab es auch schon in Layout-Programmen, dass über ein "Stylesheet" die Stile der verwendeten Schriften einmal definiert wurden und dann der Text nur noch als "Normal" oder Überschrift" definiert wurde. Viel klarer und viel flexibler.
Änderte man den Stil z.B. der Überschrift, änderten sich die Überschriften in der gesamten WebSite.

2004 stieß ich auf eine amerikanische Website, die eindrucksvoll zeigte, was man mit konsequenter Anwendung diese Stylesheets (genauer "Cascading Stylesheets" - CSS) erreichen konnte.
Auf der WebSite Öffnet externen Link in neuem FensterCSS Zen Garden können wir zwischen Stylesheets hunderter professioneller Designer umschalten. Der Inhalt bleibt immer der Gleiche - wird aber durch die Umschaltung des CSS immer wieder neu interpretiert. Das HTML bleibt gleich, die externe CSS-Datei wird geändert.

Es entsteht ein Hauch von CSS-Zen...
Für viele meiner KollegInnen und auch für mich war der CSS Zen Garden der inspirierende Beginn der Beschäftigung mit CSS.



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz
ist Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem    Fensterkpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.

Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein. 

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: all, css, zen, stylesheets, webdesign, html
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Gastbeitrag
16.07.2010
10:06

Ohrenkuss: Yo, también - ME TOO. Preisgekrönter, bezaubernder Sommerfilm aus Spanien - ab 5.8. im Kino!

Du bist ein Mensch, me too? Oder: Nicht küssen, mit den Zungen.

 

Eine Ohrenkuss - Filmbesprechung

 

  • "Ohrenkuss ...da rein, da raus" - Das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom. Ein Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft, unter Leitung der Herausgeberin Dr. Katja de Bragança.

  • " Yo, también  - ME TOO" - der bezaubernder Kinofilm aus Spanien mit HeldInnen mit und ohne Down-Syndrom.

  • Wir wünschen viel Spaß beim Lesen dieser außergewöhnlichen Besprechung eines außergewöhnlichen Kinofilms. Die Einleitung von Dr. Katja de Bragança erklärt Hintergründe des Films und der Ohrenkuss - Redaktion. Anschließend beschreiben die Ohrenkuss-AutorInnen ihre persönlichen Eindrücke zum Film.

  • Kinostart: 5.8.2010.

 

Einleitung


ME TOO, Filmplakat
Zunächst mal: ME TOO ist der Film des Jahres.
Unabhängig von der Anzahl der eigenen Chromosomen ist er lohnenswert und bewegend, alleine schon wegen (1) der Musik, (2) der grandiosen SchauspielerInnen, (3) dem intuitiven und flexiblen Drehbuch und (4)  der fast unerträglich intimen Kameraführung. Der Film ist in jeder Hinsicht ein Ohrenkuss.

Johanna von Schönfelds Filmempfehlung, die knappe und Ohrenkuss-Version:

Ich fand es gemischt, diesen Film ME TOO zu sehen.
Ich fand es sehr cool, weil ich würde dies' empfehlen.
In den verschiedenen vollständigen Szenen finde ich es korrekt.
Was ich mit korrekt finde ist der Nacktszene und vieles mehr.
Total witzig und ich musste darüber lachen.



Und hier die lange Version. Egal welche Sie lesen - die Ohrenkuss-Redaktion empfiehlt diesen Film, genau das Richtige, wenn man etwas Schönes in diesem Sommer unternehmen möchte.


Worum geht es genau? Johanna von Schönfeld ist 18 Jahre alt, eine junge und intelligente Frau mit Down-Syndrom - und es ist (aus verschiedenen Gründen) nicht immer leicht für sie damit zu leben. Es gibt Momente, da möchte sie "es" vielleicht weghaben. Und einige der KollegInnen aus der Ohrenkuss-Redaktion auch. Aber das geht nicht. Schade, denken sie - denn sie wären gerne "normal", normale Menschen. Wenigstens mal für einen Moment.
Aber: Was ist eigentlich ein Mensch? Wann ist man ein Mensch - auch in den Augen der anderen? Und: Wann fühlt man sich normal?

Svenja Giesler diktiert eine schwierige Passage - einige Szenen des Trailers sind ihr zu brutal (diese Szenen kommen in dem Film selber nicht vor)

  • Die Ohrenkuss-Redaktion beschäftigt sich zurzeit gerade auf vielen verschiedenen Ebenen mit diesen Fragen: Muss man bestimmte Dinge können um ein Mensch zu sein? Was unterscheidet eigentlich Inklusion von Integration? Was ist gute Kinderstube, wie wichtig ist sie? Was darf man und was darf man nicht in der Öffentlichkeit tun? Wann ist ein Mann charmant? Wo gibt es Grenzen der Intimität? Wie sagt man nein? Und: Wann darf man ja sagen?!
  • Mit denselben Fragen beschäftigt sich auch der spanische Film ME TOO (Originaltitel "Yo, también"). Die männliche  Hauptfigur Daniel hat (wie die Ohrenkuss-AutorInnen) auch das Down-Syndrom - daher ist es besonders spannend für die Bonner AutorInnen, über den Film zu berichten. Sie haben die Möglichkeit in dem Bonner Kino in der Brotfabrik den Film vorweg anzusehen - und danach stundenlang darüber zu schreiben.
  • Es ist eine sehr bewegende Aktion, sowohl die AutorInnen, als auch die Schreibunterstützer müssen sich erst sammeln, ein Kaffee bestellen und das Gesehene verarbeiten. Wir haben anschließend noch viele Stunden zusammen verbracht - jeder und jede hat seine Eindrücke niedergeschrieben (mit Hilfe oder ohne).

 

  • Man schaut den Film mit anderen Augen an, wenn man 46 oder 47 Chromosomen hat.



Hier nun meine ersten Gedanken, seit 13 Jahren Chefredakteurin des Ohrenkuss-Magazins, vorher Wissenschaftlerin u.a. am Institut für Humangenetik der Bonner Universität, und von 1995 bis 1999  erste Vorsitzende der Europäischen Down-Syndrom Assoziation, Deutschland:

Seit den 80-iger Jahren verfolgt mich das Down-Syndrom bei der Arbeit: "Patienten" bzw. "Probanden", die das haben oder hatten - und erst drei vier Jahre später änderte sich mein (bis dahin wissenschaftlich geprägter) Blickwinkel, und ich hatte es auf einmal mit individuellen Menschen zu tun, Menschen die u.a. auch das Down-Syndrom haben. Neben ihrem Geschlecht, ihrem Alter, ihrer Herkunft und auch ihrer sexueller Orientierung (ja, es gibt auch homo- und bisexuelle Menschen mit 47 Chromosomen!).

Ich hatte also (mit etwas Anlauf) gelernt, erst den Menschen zu erkennen und erst dann ein bestimmtes Merkmal wahrzunehmen.
"Erkannt werden":  Das führt dazu, dass Menschen sich persönlich wahrgenommen fühlen, dass sie sich als Mensch fühlen - dürfen. Und das gilt natürlich nicht nur für Menschen, die mit dem Down-Syndrom leben. Uns allen ist nicht wirklich klar, was es mit dem Gegenüber macht, wenn man sie mit dem Blick aussortiert - manche wissen, dass dieser Blick auch der "Pannwitz-Blick" genannt wird.  (Öffnet externen Link in neuem Fenster http://www.freitag.de/2007/24/07241801.php )


Den erkennenden und somit wertschätzenden Blickwinkel haben auch die beiden Regisseure Álvaro Pastor und Antonio Naharro. 2009 drehten sie den spanischen Film ME TOO - und wie so viele Filme aus diesem Land haben sie (aus deutscher Sicht) Grenzen überschritten. Grenzen, die es eigentlich nicht geben sollte.

Die Ohrenkuss-Redaktion schaute den Film an (und ich höre gerade wieder die bewegende Filmmusik, zum x-ten Mal: das ist ein Ohrwurm!) und anschließend wusste ich:

Genau, in solch einer Welt will ich leben. Unbedingt.

So ist das Leben, genauso wie der Film. Julio Medem, Vater von Alicia (16 Jahre, hat auch 47 Chromosomen) und der Koproduzent, sagt dazu: "ME TOO  zeigt uns die ganze Wirklichkeit, er berührt uns und ist voller wunderschöner Details und Situationen. Aber er zeigt uns auch die Härte des Lebens, die wir nur dann ertragen können, wenn wir Mitgefühl besitzen."
Genau so sollen die Menschen leben können, die mir wichtig sind.
Ich wusste sofort, dass dieser Film die Welt so zeigt, dass ein Mensch einfach er selber sein kann und darf - die Besonderheiten werden nicht verschwiegen, weil er sie haben darf.

Das macht die Vielfalt aus: Ein charmanter Mann darf 47 Chromosomen haben, eine Frau darf Narben aus ihrer Vergangenheit mit sich herumtragen und deswegen sprachlos mit dem Leben und der Nähe ringen, ein Paar darf sich suchen und finden - trotz uneinsichtiger Mutter. Ja, und die Mütter dürfen sagen, dass sie enttäuscht waren, sie hätten zunächst gerne ein anderes Kind gehabt. Brüder dürfen schmerzhafte Wahrheiten aussprechen.

Das alles ist menschlich.

Und jetzt kommen die Kommentare der KollegInnen mit den 47 Chromosomen.



Dr. Katja de Bragança




Ohrenkuss - Filmbesprechung "ME TOO"


ME TOO, Hauptdarsteller Pablo Pineda

Ohrenkuss US-Korrespondenten Tobias Wolf (31 Jahre) fasst zusammen, worum es im Film geht:

Bei dem Film geht es um einen Mann mit Down Syndrom und eine Frau, dass sie sich in ihn verliebt hat.
Man weiß, dass er ein Mann ist mit einem Down Syndrom, der dann Lehrer geworden ist. Genau das hat mich beeindruckt.



Der Hauptdarsteller Pablo Pineda ist im wirklichen Leben Lehrer. Er ist der erste Europäer mit Down-Syndrom und Uni-Abschluss (Lehramt Sonderpädagogik).


Nachwuchs Ohrenkuss-Autorin Marley Thelen (18) in der Diskussion mit einer AssistentinMarley Thelen (18 Jahre) ist während der Filmvorführung eingeschlafen, das wichtigste hat sie dennoch mitbekommen, sie beschreibt wie Daniel und Laura sich kennen lernen:

Der Mann war am Arbeit mit der Frau am Computer. Der schaut die Frau an, er verliebt in Frau. Die Frau und die Daniel sitzt da nur und guckt raus in die Landschaft. An Weihnachten da war die Mann und die Frau ihn geküsst. Der Mann findet total schön mit Frau schwimmen. Der Frau und der Mann schwimmt am Meer. Der Mann und die Frau die waren im Auto gefahren.



Und wer ist nun eigentlich diese schöne Frau, in die sich Daniel verliebt hat?
Wer kann das besser beschreiben als Antonio Nodal (36 Jahre), Spanier aus Sevilla und Ohrenkuss-Autor der ersten Stunde:

Laura hatte blonde Haare. Die lange Haare. Der Mann hatte kurze Haare. Komische Frau. Frau und der Mann, schade zusammen, mit mir zusammen sein. Gut küssen, auf Mund küssen. Schön sie lacht. Macht Spaß.


Lola Dueñas spielt unwiderstehlich gut - eine echte und schöne Frau, humorvoll und mit einer eigenen unverwechselbaren Geschichte. Hier die Beschreibung von Julian Göpel (27 Jahre):

Eine erwachsene Frau, sie hatte eine rote Rosentattoo. Sie glaubte an "Me too". (Julian hatte zunächst verstanden, dass Daniel "Me too" heißt). Laura lächelt ihn an.
Die Augen haben sich gefunkt an ihn.
Das blonde Haar von der Laura war hübsch an ihn.
Sie liebte die Musik über Rock!
Laura war das hübsches Mädchen an ihn.



Und es gibt noch mindestens eine weitere Geschichte in dem Film - ein echtes Hochzeitsdrama, mit Torte, Verfolgungsjagd und allen Drum und Dran.
Julian Göpel beschreibt die Situation von Luisa und Pedro, zwei Tanzschüler (beide auch mit Down-Syndrom), die sich verliebt haben:

Bei der Ballettschule sollen die sich nicht küssen, mit den Zungen.
Das hat die Tanzlehrerin gesagt.
Das war ja richtig.
Eigentlich war das Privatsphäre.
Das sollte man zuhause machen.
Und das Drama nimmt seinen Lauf:
Zwei Leute sind einfach abgehauen, ohne was zu sagen.
Sie hatte das Geld aus der Kasse genommen, die Mutter hat es nicht gemerkt.
Die Hochzeitstorte war weg.
Die beiden sollten auch heiraten.
Der Pedro wurde festgenommen von der Polizei.
Er wollte sie heiraten.



Marley Thelen nimmt auch großen Anteil und ärgert sich über die Mutter - die nicht einsehen möchte, dass ihre Tochter inzwischen eine erwachsene Frau ist:

Ich mag die Mann und die Frau, ich finde das schön.
Ich finde die Mutter nicht so gut, weil die Mädchen den Mann heiraten will.
Ich find das total schade, wenn das nicht geht, weil die verstehen sich immer so gut.



Es geht nicht nur bei den beiden Tänzern um die Liebe - auch bei Laura und Daniel. Sie kommen sich näher. Was für Wünsche stehen im Raum? Kann eine Frau wie Laura mit einem Mann wie Daniel Sex haben? Tanzen, küssen? Wie zeigt und teilen sie ihre Zuneigung?
Angela Fritzen (36 Jahre) ist sich nicht sicher (wie auch Daniels Mutter in dem Film), ob Laura Daniel an dieser Stelle ausnutzt.

Zuerst haben die Eltern gestritten wegen dem Sohn. Weil die haben 46 Chromosomen und (Daniel hat) das Down-Syndrom, wir (die Menschen mit Down-Syndrom) haben 47 Chromosomen - mehr als die anderen. Die Frau von dem Film (Laura) hat kein Down-Syndrom. Das heißt aber, der Daniel hat das Down-Syndrom 21. Der große Unterschied zwischen Frauen und Männern.

Der Daniel mit seiner Flamme, die quatschen zusammen. Die macht viel Witze.
Die behandeln sich, auch wenn der Daniel das Down-Syndrom hat, behandeln die sich wie Dreck. Sie nützt den Daniel aus, das ist in der Mitte von dem Bett.
Ruhiger Mensch, sein Körper hat sich ruhig gestellt.
Sex machen.
Der Daniel möchte mit seiner Flamme Sex haben.



Es beschäftigt Angela Fritzen auch, in welcher Form Daniel sein Down-Syndrom gegenüber Laura benennen kann:

 "Ich habe das Down-Syndrom" sagt der Daniel.
Die Frau nutzt den Daniel aus, dass er das Down-Syndrom hat.
Das ist nicht so ganz sicher.
Sie kann das nicht richtig wissen, dass er das Down-Syndrom hat.
Der Daniel sagt das in dem Gesicht.
Sie ist ab und zu mal traurig, dass der Daniel das Down-Syndrom hat.
Weil das so aussieht in dem Gesicht von dem Daniel.



ME TOO, die Darsteller Pablo Pineda und Lola Dueñas als Daniel und LauraLaura und Daniel müssen sich schmerzhaft mit ihrer Situation auseinandersetzen, sie streiten sich - es geht hoch her. Verzweiflung, Angst, Wut und Ohnmacht. Jeder von den beiden kommt an (traurige) Grenzen des eigenen Lebens. Kaylynn schreibt dazu:

Ich habe die Angst gespürt und in mir hat sich was ausgelöst in mir. Ich war auch traurig, sehr traurig. Ich spüre, dass die Wut in mir hoch kam.
Die Wut hat in mir was ausgelöst. Dass der Streit überhaupt angefangen hatte. Und warum man es nicht in einfachen Worte sagen kann, ohne dass es Gewalt und Tränen kommt.



Gleichzeitig fühlt Angela Fritzen mit Laura und spürt, dass es ihr Trost vermittelt, wenn sie mit Daniel Zeit verbringt:

Dann würde ich mit dem Daniel Sex machen in dem Film.
Ich tröste die Frau in dem Film und dann würde ich mit ihr zusammen quatschen unter vier Augen.
Dann muss sie öfters ausgehen zum Essen mit dem Daniel.
Romantisch mit den leuchtenden Kerzen.

Michael Häger läßt sich seinen Text nochmals vorlesen und verbessert einen Satz

Der Spanier Antonio Nodal fasst also zusammen:

Schöne Filme.
Super cool.
Musik. Tanzen. Menschen.
Spanische.
Spanien. Madrid. Ich liebe.



Und Tobias Wolf ergänzt, er ist einer Meinung mit Antonio, was die Musikfrage betrifft:

Die Filmmusik ist einfach lustig.
Ich finde, dass der Film einfach normal ist. Normal ist einfach normal. Für mich ist das kein Problem mit dem Normalsein.



Die Ohrenkuss-Redaktion hatte übrigens kein Problem mit dem Verständnis der untertitelten Version des Films - Bilder und Musik sprachen für sich, wir haben alles verstanden. Für das deutsche Publikum ist der Film synchronisiert worden. Daniels Sprechrolle wird lippensynchron von Sebastian Urbanski gesprochen, auch einem Mann mit Down-Syndrom. Urbanski ist seit acht Jahren Schauspieler im Berliner Ensemble des Theaters RambaZamba.

Die Ohrenkuss-Redaktion empfiehlt also unbedingt den Filmbesuch!


Me too
Ab dem 5. August in den deutschen Kinos
Spanien, 2009 - 35 mm- 1:1:85 - Dolby Digital
Länge: 103 Minuten - FSK: beantragt ab 0 Jahre

Öffnet externen Link in neuem FensterÖffnet externen Link in neuem Fensterwww.metoo-derfilm.de
Und hier der deutsche Trailer:
Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.movienetfilm.de/metoo/trailer.php

Film - Exposée   In dieser Pdf-Datei gibt es eine Inhaltsangabe sowie Statements der Regisseure



 


Einige Ohrenkuss-AutorInnen  in einem Kölner Hinterhof.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
Ohrenkuss ...da rein, da raus, das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom gibt es seit mehr als zehn Jahren.
Das Projekt ist einmalig auf der ganzen Welt und mehrfach preisgekrönt.
Es erscheint zweimal jährlich - mit jeweils einem Thema, Texten der bis zu 50 AutorInnen mit Down-Syndrom und professionellen Fotos.
Öffnet externen Link in neuem  Fensterwww.ohrenkuss.de


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Wer regelmäßig über Ohrenkuss informiert werden möchte, kann hier den Ohrenkuss-Ipeschl abonnieren: Öffnet externen Link in neuem  Fensterwww.ohrenkuss-ipeschl.de.

Ohrenkuss-Fotos: ©   Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.brittschilling.de




Gastbeitrag
14.07.2010
09:00

Ohrenkuss: Angela Merkel und ...

... Ohrenkuss glücklich im Sommerloch

Ohrenkuss ...da rein, da raus
Das Magazin, gemacht von Menschen mit Down-Syndrom. Ein Projekt der downtown - Werkstatt für Kultur und Wissenschaft. Die Ohrenkuss-AutorInnen unter Leitung der Herausgeberin Dr. Katja de Bragança bloggen einmal im Monat bei uns. Weitere Infos zu Ohrenkuss, Newsletter, Abo-Möglichkeit: siehe unten. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen in einem wundervollen Sommermonat.

 

 

 

 

Keine Spur von Sommerloch beim Ohrenkuss.
Das Sommerloch - eine Zeit, in der Journalisten mühevoll versuchen, die ohnehin dünnen Ausgaben ihrer Zeitungen zu füllen. Ohrenkuss Fernkorrespondent Lars Breidenbach aus Bochum (36 Jahre alt)  diktiert seine Definition des Sommerlochs:

Sommerloch weiß ich, (heißt) auch Sommerpause
immer Sommerloch bei Fernsehen
Sommerloch bei "Wer wird Millionär",  bei Talkshows
Sommerloch bei Nachtcafe
bei andere auch, bei Stratmann sagte auch manchmal Sommerloch
also Pause, Sommerpause im Fernsehen ja und viele andere Sache auch
manchmal auch Radio, sagt auch Gleiche: Sommerloch, Sommerpause

 


Auch Anna-Maria Schomburg (28 Jahre) schreibt:

Im Sommerloch sind die Zeitungen durch die Urlaubszeit oft sehr mager, es passiert nicht so viel intensives in der Welt worüber man in der Zeitung schreiben kann!

 
Illustration Angela Merkel (von Svenja  Giesler)




Nicht so beim Ohrenkuss: Locker füllen die Redakteure  trotz Sommerlochs die Seiten und so berichtet Svenja Giesler exklusiv, wo und wie Angela Merkel ( Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.angela-merkel.de/index.htm ) ihre Ferien verbringt. Angela Merkel fährt in Ferien so lautet die Überschrift, die sich Svenja Giesler bei einem Eiskaffee in brütender Hitze im Bonner Bistro Dante erdichtet. Sie diktiert weiter:


Die Angela Frau Merkel fährt in Ferien nach Palma de Mallorca. Und in Palma de Mallorca herrscht eine Hitzewelle. Und das Klima wechselt immer häufiger.
Einmal geht sie baden und schwimmen. Sie wälzt sich auf dem Strand herum. Manchmal geht sie auch mal essen. Dann macht sie eine Touristik-Tour mit. Und sie lernt sehr schnell Wasserski.
So, jetzt noch die Garderobe: Es gibt Abendkleider, so Halbarm-T-Shirts, Parkas, dann einen knappen Bikini, luftige Röcke, High-Heels. Zum Schlafengehen zieht sie immer Boxershorts an.
In Palma de Mallorca da sind UVB-Strahlen mit dabei. Angela Merkel kriegt Sonnenbrand.






Und auch andere nutzen die Urlaubssaison zur Entspannung, wie Anna-Maria Schomburg weiß:

Viele Leute freuen sic über das Sommerloch wo sie sich vom Alltag erholen dürfen und Sachen unternehmen dürfen, die im Alltag nicht so gut gehen aus zeitlichen Gründen!
Die Sommerzeit ist eine eindrückliche, intensive und lehrreiche und wunderschöne Zeit!
Ich finde das Sommerloch auch wichtig, eindrücklich und schön und freue mich auf Ausflüge, Unternehmungen und den Urlaub!





Michaela Koenig ist langjährige Auslandskorrespondentin des Ohrenkuss, sie lebt und arbeitet in Wien. Wenn sie nicht gerade Texte ins Notizbuch oder auf dem Computer schreibt ("Schreiben ist mein Leben"),  entspannt sie sich im Freibad, am liebsten macht sie beides gleichzeitig:

Anna-Maria Schomburg entspannt sich am  Sommerloch

Wenn Menschen mit Lernschwierigkeiten und Menschen mit Down Syndrom was sie in ihrer Freizeit machen, wenn die Werkstätten geschlossen haben über den Sommer. Da gehen sie mit Freunden ins Kino, oder sie gehen ins Freibad schwimmen.
Da nehmen sie sich Geld von ihrer Kassa heraus, und fahren mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in ein Freibad. Da nehmen sie sich vorher zwei Handtücher und Sonnencremen und ihre Sommerhütte und ihre CDs mit dem Wokmann und drei Bücher und genügend Geld mit, da bleiben sie den ganzen Tag im Freibad. Da setzen sie sich in den Schatten und schmieren sich ein, dann legen sie sich auf ihre Handtücher und entspannen sich und hören Musik. Danach springen sie vergnügt ins Wasser und genießen ihren Sommer in vollen Zügen, oder die Menschen mit Lernschwierigkeiten und die Menschen mit Down Syndrom.





Auch Veronika Hammel (34 Jahre) aus Süddeutschland hat zahlreiche Ideen, womit Müßiggänger ihre Sommermonate füllen könnten:

1. Sommer Pause
Sommer Schlussverkauf
Sommer Ferien
2. Sommer Fest
Sommer Rodelbahn
3. wie viele Menschen ins Freibad gehen
wie viele Menschen ins Stadion gehen
viele Karten verkauft werden und dauerkrten
wie viele zu sauer gehen in Tier Garten
wie viele ins Konzert gehen





Lars Breidenbach jedoch macht das Sommerloch nervös. Er duldet keinen Leerlauf und sucht sich Beschäftigung:

Und bei Zuhause, bei Arbeit auch Sommerloch
bei Sommerpause, deshalb hab ich Urlaub gemacht
bei Arbeit (in) Wattenscheid, bei Wochen mit Feiertag mit Brückentag
hab ich auch Urlaub gemacht
bei Tante, auch bisschen helfen, bisschen Geschirr, ist immer meine Arbeit
helfen auch bei Arbeit zu Hause
auch wenn wir (nach) Holland fahren muss ich auch helfen
meine Hände bleibt nicht ruhig, (wollen) gerne arbeiten, nicht ruhig bleiben
auch Auto waschen, Fahrrad waschen, ab und zu durchspritzen,
auch einseifen, aber nicht zu viel
das heißt das eigentlich: Hände unruhig
werde ich nervös (wenn) ich nix zu tun hab, muss was machen jeden Tag
nix tun, nix machen ist langweilig, macht mich nervös




Daniela Hansen nutzt die Gelegenheit und berichtet von einem Sommerloch der ganz anderen Art:

Es war einmal vorlanger Zeit dagabes ein Haus in dem wohnte das aller schönste Mädschen. mit dem schönsten Namen. da Salle kennen siehiess lara. EINES Tages wollte lara die ganze Welt kennen lernen Sie nahm die Beine in die Hand und ging sie sah sehr viele Sachen und sie hatte spass das was sie sah. Sie ging aufeiner schönen lichtung die sonne scheint und es ist auch grün. Aber lara sahein Wald wo die sonne nicht scheint sie überlegte kurz ob sie da hinein gehen will Aber sie ging in dem dunklen wald hinein.
Sie sah überhaupt nichts nur umrisse Aberals ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten konnte sie eine höhle erkennen. Sie ging hinein Aber als lara ging fiel sie in ein loch als sie wieder aufstnd sah sie Plötzlich ganz anders aus. Sie war kein Mädchen mehr sondern eine Frau lara konnte es nicht glauben. Aber als sie fiel hatte sie ein schild gesehen auf dem schild stand hast du schon gewusst dass es ein sommerloch gibt du bist in eins gefallen und es hat dich zu einer Frau gemacht suche einen Mannundwerde glücklich und zufrieden und sage dir du bist das Ende.

 

 


Es ist also nicht zu befürchten, dass das Ohrenkuss-Team von der sommerlichen Schreib-Blockade heimgesucht wird, sodass sich die Heuschrecke-Leserinnen und -Leser auch in den kommenden Wochen auf spannende und überraschende Berichterstattung freuen dürfen.

 

Dr. Katja de Bragança,  Anne Leichtfuß

 



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Einige Ohrenkuss-AutorInnen    in einem Kölner Hinterhof.

... mongolisch ist mongolisch und klingt wie mongolisch ...
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Tags: ohrenkuss, angela merkel, sommerloch, glücklich, schwimmen, down syndom
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