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Gastbeitrag
24.02.2010
09:30

Mikrokosmos: Labyrinth

Das Geheimnis des Eichen-Wirrlings

Seit Mitte Dezember geschlossene Schneedecke in unserem Hunsrücker Mittelgebirge, das bedeutet: frischer Wildpilz ist nur als Baumpilz zu haben.


Wir haben Daedalea quercina, den Eichen-Wirrling, ausgesucht, weil er uns mit seiner wirr-labyrinthischen Fruchtschicht beeindruckt.

Eichen-Wirrling von untenEichen-Wirrling von oben















Eichen-Wirrling FruchtkörperMan findet den zähen Burschen konsolenförmig angewachsen ganzjährig und häufig mehrjährig an toten Eichenstümpfen, die er allmählich zersetzt (Braunfäule).


Unsere Fotos zeigen zwei verwachsene Fruchtkörper von 4 und 13 cm Breite.


Das vielfach gewundene, korkartige Hymenophor schafft eine immense Oberflächenvergrößerung der sporenbildenden Schicht, d.h. zum Arterhalt setzt er auf Masse, wir finden's trotzdem Klasse!




Eva Wandelt, Lothar Claußnitzer






Bilder mit Klickvergrößerung





Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt).

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos ©  Evi Wandelt / Lothar Claussnitzer

 

 

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Tags: eichen-wirrling, labyrinth, baumpilz, pilz
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(heupd) WTO schützt Kleinbauern

WTO-Klage auf EU-Zulassung von Stevia

GENF heupd |  Die WTO führt aktuell Klage gegen die EU auf endgültige Zulassung der auf anderen Kontinenten traditionell benutzten Süßpflanze Stevia (Stevia rebaudiana).

Die EU hatte im Jahr 1999 die 1997 für neuartige (gentechnisch veränderte) Lebensmittel geschaffene Novel-Food-Verordnung dazu benutzt, den Handel mit Stevia zu verbieten. Entsprechende Lobbyarbeit der Süßstoffmultis war vorausgegangen.

WTO-Sprecher John Ganapathiplackal: "Es kann nicht angehen, dass eine natürliche Pflanze, die in Südamerika und Teilen Asiens traditionell seit 1000 Jahren in der Nahrung verankert ist, in Europa unter dem Begriff neuartiges Lebensmittel verboten wird, während hightec-manipulierte Pflanzen diese Novel-Food-Verordnung ohne seriöse Umweltstudien passieren."

Die Eu wird zusätzlich aufgefordert, die Kleinbauern Südamerikas und Asiens für die seit 1999 entgangenen Umsätze zu entschädigen. Die Entschädigungen können nach Meinung von EU-Rechtsexperten aus dem Agrarsubventionstopf fließen. us/hg

heupd = Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten.

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Tags: stevia, novel food, gentechnik, süßpflanze, kleinbauern, wto, eu
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Die Frage. Nordindische Kürzestgeschichten

Ram Kumar Atrey: Die Frage

Im Dschungel hatte sich eine schreckliche Unruhe ausgebreitet. Es schien, als stünde ein Angriff von außen bevor. Der Löwe zog immer wieder sein Schwert aus der Scheide und überprüfte dessen Schneide. Der Leopard war damit beschäftigt, die Spitze seines Speers noch mehr zu schärfen. Der Elefant zerrte sein Geschütz zu sich heran und machte sein Gewehr schussbereit. Alle übrigen Tiere standen auf Abruf in Soldatenuniform bereit.

Ein Vogel, der den Grund für diese Unruhe in Erfahrung bringen wollte, fragte den Löwen:
"Bruder Löwe, in was für eine Bedrängnis seid Ihr denn geraten, dass Ihr allesamt plötzlich zu den Waffen greift?"

Da gab der Löwe grollend zur Antwort:
"Eine Ameise hat Flügel bekommen."

"Was macht denn Helden wie Euch so etwas zu schaffen? Wird die arme Ameise Euch etwas Schaden zufügen?", fragte der Vogel verängstigt.

"Die Frage ist doch nicht, ob sie irgendeinen Schaden anrichten wird oder nicht. Die Frage ist vielmehr, warum der Ameise Flügel gewachsen sind", versetzte der Löwe zähneknirschend.







Die Kürzestgeschichten aus Nordindien, in ihrer Art zwischen Weisheits- und Schelmengeschichten, haben es uns angetan. Wir freuen uns über die Erlaubnis von Prof. Kapp, sie hier im Heuschrecke-Blog vorzustellen.



Ram Kumar Atrey: Die Frage (1996), aus: Der Schmuck einer Frau. Kürzestgeschichten aus Nordindien. Ausgewählt, aus dem Hindi übersetzt und herausgegeben: Dieter B. Kapp. Shaker Verlag Aachen 2006; S.47



Prof. Dr. Dieter B. Kapp (geb. 1941), Indologe, zuletzt Professor an der Universität Köln, Übersetzer und Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Werke, aber auch zeitgenössischer Literatur aus den verschiedenen Regionen und Sprachen Indiens. Träger der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Medaille und des Rabindranath-Tagore-Kulturpreises, und Künstler (Fotografie, Digitalkunst, Komposition).

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Tags: indische kürzestgeschichte, löwe, ameise, schelmengeschichte, indien
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Lichtverschmutzung stoppt Nachrichten aus dem All

Lichtverschmutzung

Die MilchstrasseEins der beeindruckensten Erlebnisse meiner Kindheit war, in einer lauen Sommernacht auf der Wiese vor dem Haus meiner Eltern zu liegen und in den Sternenhimmel zu schauen.

Millionen und Milliarden von Lichtpunkten, von denen ich als begeisterter 14-jähriger Science-Fiction Leser wusste, dass es sich bei jedem "Stern" um eine Sonne mit eigener Farbe, Größe und Alter handelte. Die Vorstellung, viele dieser Fixsterne könnten eigene Planetensysteme haben und auf einigen dieser Planeten sei vielleicht intelligentes Leben (im Gegensatz zur Erde) entstanden, war immer erhebend und brachte meine Phantasie auf Touren.

Der Anblick der funkelnden Sterne verband mich mit den alten Griechen, die viele der Sternbilder mit magischen Namen wie "Plejaden" oder "Orion" benannt hatten und den arabischen Völkern, von denen so schöne Sternen-Namen wie "Aldebaran" oder "Algol" stammten.
Wenn ich lange genug auf der duftenden Erde lag und in die Sterne schaute, hatte ich das Gefühl, ich könnte von der Oberfläche unseres Planeten in das Meer der Sterne fallen.
Der Blick ins All stellte auch die wahren Relationen klar: wie klein und nichtig unsere irdischen Sorgen waren.
Und wie überheblich wir Menschen uns ins Zentrum stellten.

Mit 19 Jahren reiste ich mit Freunden im VW-Bus durch Griechenland.
Auf dem Peloponnes konnten wir abends die griechischen Landschildkröten durch den Sumpf kriechen hören und nachts in den Schlafsäcken sahen wir eine Myriade funkelnder Sterne auf tiefschwarzer Ewigkeit und das Band der Milchstraße, unserer Galaxis. Ich konnte mich kaum sattsehen und schlief entrückt mit dem Blick auf die Sterne ein.
Nächsten Monat werde ich 53 Jahre alt (unglaublich...) und seit 30 Jahren habe ich keinen so beeindruckenden Sternenhimmel mehr gesehen. Ein Leben in der Großstadt Köln und Urlaube an Hollands Stränden verhinderten den
Blick auf die Sterne.
Öffnet externen Link in neuem FensterLichtverschmutzungIn unseren modernen Ballungsgebieten wird es nicht mehr dunkel genug um viele Sterne sehen können. Straßen werden beleuchtet, Autobahnen werden nachts erhellt. Das ist zwar gut für das Sicherheitsgefühl der Bürger - aber der Bezug der Menschen zum All geht verloren.
Das Problem nennt sich "Lichtverschmutzung" und ist seit Jahren Thema unter Astronomen. Die größten Verursacher sind Großstädte und Industrieanlagen, aber auch angestrahlte Gebäude oder Scheinwerfer für Werbezwecke. The City never sleeps...
Hier ein Vergleichsbild zwischen dem Sternenhimmel auf dem Lande und in einer Stadt mit einer halben Million Einwohner (Autor: Jeremy Stanley)    Bitte klicken:

Es wurden Karten erstellt, die zeigen, dass es in den Industrie-Nationen kaum noch dunkel wird.

Hier ein Link zu einer Licht-Karte Deutschlands Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://www.ajoma.de/assets/images/Lichtverschutzung%20Deutschland.jpg

Öffnet externen Link in neuem FensterWeltkarte LichtverschmutzungHier eine Karte. die die Lichtverschmutzung der gesamten Erde zeigt: Öffnet externen Link in neuem Fensterhttp://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/61/Flat_earth_night.png

Beim Betrachten der Karten wird klar, dass in wenigen Jahren den Menschen in den Städten der Blick zu den Sternen verloren gehen wird. Wir schauen nicht mehr nach oben.
Kinder werden Begriffe wie "Milchstraße" nur noch aus Erzählungen kennen...

Dabei gibt es einige Ansätze, die Situation zu verändern: es werden Straßenbeleuchtungen entwickelt, die das Licht nur nach unten abstrahlen. Beleuchtete Autobahnen werden in der Wirtschaftskrise eh als zu teuer abgeschafft und es gibt erste Projekte, dass Strassenlaternen sich nur bei Annäherung, quasi nur bei Bedarf, einschalten. Dann würde hinter uns nachts automatisch wieder das Licht ausgemacht.

Ich habe mir für diesen Sommer schon den Ort ausgeguckt, an dem es in meiner Nähe am Dunkelsten ist und mir vorgenommen, mit Schlafsack und Astronomie-Software auf meinem Smartphone dort hin zu fahren. Und mal wieder das leuchtende Band der Milchstraße zu sehen.



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz
ist Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem Fensterkpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.

Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein. 

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Tags: lichtverschmutzung, science-fiction, milchstraße, sterne
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Im Februar: Zitronenpfeffer

Fischpfanne - edel und schnell

 

 

Gewürz des Monats: Zitronenpfeffer
Vorstellung: Zitronenpfeffer, gemahlen, kbA. Zutaten: Zitronenschale, Pfeffer weiß, Zitronengras, Lemon Myrtle (Zitronenmyrte), Pfeffer schwarz, Pfeffer grün.
Zitronenmyrte, eine Myrtenart, die nur in Australien wächst, schmeckt unglaublich zitronig, mehr noch als Zitrone. In Australien werden die Blätter wie Lorbeerblätter dem Essen zugegeben. Das brachte uns auf die Idee, sie für einen zitronigen Pfeffer zu mahlen.

 

 



Fischpfanne,

etwas Besonderes für abends - schnell und edel

Für 4 Personen


Unsere Zutaten:

  • 800gr gemischten Fisch (z.B. Pangasius, Lachs - eine gute Auswahl gibt es mittlerweile in vielen Naturkostläden tiefgekühlt)
  • 200gr Garnelen oder Shrimps
  • Eine Stange Lauch, in feinen Streifen geschnitten
  • Eine rote Paprika, in feinen Streifen geschnitten
  • Eine Zehe Knoblauch
  • Zitronenpfeffer
  • Butter
  • Salz


Zubereitung:

  • Pfanne mit Knoblauchzehe einreiben
  • Butter zerlaufen lassen
  • Gemüse andünsten
  • Fisch und Garnelen hinzufügen, salzen, mit Zitronenpfeffer nach belieben würzen
  • Alles zusammen 10 Minuten garen



Dazu passt:
Baguette, Aioli und gemischter Blattsalat der Saison

 

Buon apetito wünscht

Maria Stübner

 



Maria Stübner (Familie!) entwickelt für uns Rezepte mit unseren Gewürzen. Alle Rezepte tragen das Familiensiegel (d.h. sie haben die gnadenlose Kritik gestresster Väter, pubertärer Söhne und selbstbewusster Töchter überstanden) und sind einfach nachzukochen, natürlich gerne mit Biozutaten.

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Tags: fischpfanne, zitronenpfeffer, bio, rezept
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