BLOG | Neueste Nachrichten

Joshuas Gewürzreise: Safran
10.12.2017 10:41
Buchrezension: Achim Priester -...
03.12.2017 09:32
Vanille - Der Star der Desserts
19.11.2017 13:13
Ohrenkuss: Mütter
09.11.2017 18:00
Ajowan - Gar nicht so entfernter...
05.11.2017 12:38
heupd-Reportage: Bio-Anbau in der...
25.10.2017 13:31

Blog-Text-Suche

Meist gelesene Posts

Trocknungsverfahren für Kräuter und Gewürze
96257 mal gesehen   21.03.2014
Heiliger des Monats März: Oscar Romero
94666 mal gesehen   24.03.2014
Blogst Du hier!
77532 mal gesehen   21.10.2009
Verschwörungstheorien
75595 mal gesehen   19.05.2010

Archiv

Abonnieren für RSS-Reader

RSS 0.91Nachrichten
RSS 2.0Nachrichten

Zur Zeit wird gefiltert nach: November 1
Filter zurücksetzen

Geniale Maschinen

Maschinen, die nie kaputt gehen ...

 

... aber dann gibts kein Zubehör mehr. Was nun?

Klipverschlussmaschine von Tipper Tie
Seit Jahrzehnten verschließen wir unsere Salztüten mit festen Aluklipsen.


 

Hierfür benutzen wir ein geniales Gerät von der Firma Tipper Tie:

braucht keinen Strom,

keine Gaspatrone,

ist nicht anstrengend,

und geht nie kaputt.

Könnte noch Jahrzehnte halten.

 

 







Klipverschlussmaschine 

Solche Maschinen werden hauptsächlich in Metzgereien eingesetzt.
Handwerklich arbeitende Wurstmacher brauchen sie. Sie erlaubt sehr flexibles Arbeiten.

 

Seit Kurzem werden die Klipse nicht mehr in der passenden Größe hergestellt.


Wir suchen also U-förmige Aluklipse in Größe 10/15. Die Bezeichnung des Hersteller Tipper Tie war K64. Aber theoretisch müßte jeder U-förmige Clip passen, der 1,5cm hoch und 1cm breit ist.






 



 

 

Klipverschlussmaschine

Die Klipse sind mit einem Klebestreifen zu "Stangen" zusammengeklebt, damit sie gut in das Gerät eingeführt werden können.


Wer weiß was ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



für Tipps dankbar: Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner



Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: klipmaschine, salz
Anzahl Aufrufe: 4705

Schamanisches Märchen: Schafgarbe

Schafgarbentee

Sommer 2089. Die Frau geht zum öffentlichen Zentrum für ganzheitliches Gesundheitswesen.

Sie ist nun in den Wechseljahren. Viele Fehlschläge haben sie etwas verbittert gemacht. Ihre Kinder sind fort. Der Mann pflegt seinen eigenen Zeitvertreib, sie kommt darin nicht vor.
Ihr Herz fühlt sich so traurig an, dass es fast schon schmerzt, und sie deswegen oft keine Luft mehr bekommt.

Ein Raum erwartet sie - im Jahr 2089 gibt es Behandlungszimmer, die wie Gärten voller Pflanzen sind. Die Behandlerin trägt ihr auf, sich "ihre" Pflanze zu suchen und still dabei zu sitzen.

In diesem Fall zieht sie die Schafgarbe an, die Strahlkraft der tausend weißen Blüten. Sie hört - eher innerlich - ruhig zu:


"Es wird wieder Licht in euren Herzen. Ich berühre die vielen kleinen Verhärtungen um euer Herz, die das Leben hinterlassen hat. Du kannst wieder durchatmen und mit etwas Neuem beginnen. Wie die tausend weißen Blüten von mir öffnet sich dein klares Herz. Jetzt bist du dran, in Klarheit weiterzugehen."


Erleichtert, mit ihrem persönlichen Rezept, der Schafgarbe, macht sie sich auf den Heimweg. Ihr fehlt es in Zukunft an nichts mehr.



Überlieferung aufgezeichnet von Ursula Stübner

 



Schafgarbe ist, so wissen wir, sind seit keltisch-germanischen Zeiten in unserer Nahrung, bzw. in Kräutertees verankert. In dieser Tradition ist sie z.B. in folgenden Heuschrecke-Kräutertees enthalten und begleitet uns wie damals durch den Alltag und das Jahr: Luna-Wechseljahrestee, Frühlingstee, Sommertee, Keltischer Abendtee.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: schafgarbe, bio-kräutertee, schamanismus, wechseljahre
Anzahl Aufrufe: 4033
Gastbeitrag
25.11.2009
09:30

Mikrokosmos: Felsketten-Pilzlandschaft unterm Mikroskop

Gurkenschnitzling am Wegesrand

Gurkenschnitzling - RiesenzellenSolch' gigantische "Felsenketten" kann man entdecken, wenn man die Lamellenschneiden eines nicht besonders häufigen, eher unauffälligen, weil oft zwischen Brennnesseln und Kräutern am Wegesrand versteckten Pilzes auf den Objektträger legt: Das sind die sterilen Riesenzellen von Macrocystidia cucumis, dem Gurkenschnitzling.

 

Er riecht tatsächlich nach frisch geschnitzter Gurke, wenn er jung ist und man die Nase nah an die Lamellen hält. Alt weckt sein strenger Lebertrangeruch bei manchen eher unangenehme Kindheitserinnerungen.

Wer meint, seinen Gurkensalat mit ihm anreichern zu können, hat leider fehlgeschnitzt: leider nicht essbar und roh sollte man Pilze ja ohnehin, bis auf frische Champignons aus dem Handel oder Steinpilze, nicht verspeisen.



Liebe Grüße Evi und Lothar 



Bild mit Klickvergrößerung



Genug für heute von den Hobbymykologen und Pilzsachverständigen (DGfM) Eva Wandelt (Biologin) und Lothar Claussnitzer (Streuobst-Landwirt)

In loser Folge werden wir auf dieser Seite Schönes, Kurioses, Interessantes, Essbares, Würziges anhand von einfachen Digi-Mikrofotos aus dem wilden Pilz-und Pflanzenreich vorstellen und erläutern.


Fotos ©  Evi Wandelt / Lothar Claussnitzer

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: mikrokosmos, gurkenschnitzling, pilze
Anzahl Aufrufe: 3548

(heupd) Bildungsstreik in Kita

Flashmob zum Schrei-In: Kinder wollen früher Schule

  • Kinder schreien für Frühschule
  • Auch die Kleinen wollen Bildung wie die Großen
  • Kindergarten ist zu langweilig




Köln heupd | Kinder wollen keinen Kindergarten mehr. Deshalb haben sie ein Schrei-In wie ein Flashmob veranstaltet und für große Aufregung und Verwirrung bei den Politikern gesorgt. Die Kinder wollen lieber etwas in einer Frühschule lernen, anstatt im Kindergarten nur zu spielen. Sie fordern neue Fächer: von "Seepferdchen machen" über "Nudeln kochen" und "Plätzchen backen" bis hin zu "Garten bepflanzen" oder "Theater spielen".


Die Frühschule soll für alle Kinder sein und darf deswegen nichts kosten. Außerdem werden die Kindergärten abgeschafft und die Frühschule wird Pflicht für alle Kinder. So gäbe es auch keine Diskussionen mehr über fehlende Kitaplätze und die Herdprämie, die von der neuen Regierung beschlossen wurde.


Um diese Idee umzusetzen und um für Aufmerksamkeit zu sorgen veranstalten Kinder einen Flashmob, bei dem sie kein Sit-in sondern einen Schrei-In veranstalten. Auf der vergangenen Ratssitzung zum Thema Bildung hat dies letzte Woche für große Aufregung gesorgt und die Politiker in regelrechte Verwirrung gebracht.


Die Frühschulen sollen hauptsächlich von KindergärtnerInnen geleitet werden, denen entsprechende Fortbildungen angeboten werden. Zusätzlich sollen aber auch LehrerInnen eingesetzt werden.

Greta(4) diktiert ihr Forderungen
Die vierjährige Greta verlangt folgende Schulfächer:
"Wir wollen lesen, schreiben und rechnen lernen und tanzen, turnen, schöne Märchen hören, etwas über Tiere lernen und über die Länder lernen und Rollschuhfahren üben. Und über Blumen, Obst und Gemüse. Uns ist auch wichtig wie wir über die Straße gehen können und wie das alles im Straßenverkehr mit dem Fahrrad geht. Wir wollen mit Feuer umgehen können und auch Experimente machen, bei denen es Krach macht. Gemeinsam wollen wir auch singen und Musik machen und Instrumente lernen und uns verkleiden wie Prinzessinnen oder Figuren aus Märchen. Aber auch Sachen wie die Erwachsenen sind sehr wichtig. Computer lernen und wie man putzt, wie man einkaufen geht und Geld. Und nähen und Mützen häkeln oder lernen Häuser und Hütten bauen."


Kinder wie Greta denken auch an andere mit. "Keiner soll alleine zu Hause bleiben und traurig sein. Alle zusammen ist es am schönsten." Greta und ihre Freunde bauen mit Hilfe von größeren Geschwistern ein Netzwerk  über Handy und Internet, zum Beispiel KindergartenVZ, auf um weitere Flashmobs und Schrei-Ins zu organisieren. Auch Studenten sind von der neuen Methode begeistert.





Journalisten H. und O. Stübner
Oscar Stübner (12) und Henri Stübner (16)
JIJFKUBBOUHSJ - Jugendbüro "Investigativer Journalismus für Kinder- und Bildungsthemen"


heupd - Pressedienst für unterbliebene und unterdrückte Nachrichten











Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 1
Tags: bildungsstreik, kindergarten, schrei-in, frühschule, herdprämie
Anzahl Aufrufe: 4718

Der Verrückte. Nordindische Kürzestgeschichte.

Anil Dschanvidschay: Der Verrückte

Die Kürzestgeschichten aus Nordindien, in ihrer Art zwischen Weisheits- und Schelmengeschichten, haben es uns angetan. Wir freuen uns über die Erlaubnis von Prof. Kapp, sie hier im Heuschrecke-Blog vorzustellen.



Sowohl in der heißen als auch in der kalten Jahreszeit als auch während der Regenzeit zieht er in halbnacktem Zustand, nur in Lumpen gehüllt, einfach so umher. Hin und wieder sucht er sich hier und dort eine große Menge kleiner Hölzchen zusammen. Dann arrangiert er sie stundenlang mit großer Sorgfalt. Gleichzeitig murmelt er:

"Bitte nehmen Sie doch Platz, Herr Birla! Setzen Sie sich hierher, neben Herrn Tata! Und Herr Bharatram, lassen Sie sich doch bitte zusammen mit Herrn Dalmiya dort nieder, wo Sahu Sahab sitzt! Pilu Modi wird neben Herrn Atal Platz nehmen. Was? Sollten sie etwas dagegen einzuwenden haben, so gehen Sie doch bitte dorthin und setzen sich zu Tscharansingh! Für Jaggu Bhai dürfte doch wohl dort neben Morarji der passende Platz sein. Der Platz dort in der vorderen Reihe ist für Frau Indira reserviert. Dange dürfte sich wohl neben sie setzen. Ja, und wo Nambudripad und Jyoti Basu zu sitzen wünschen, ist ihnen freigestellt. Kommen Sie und führen Sie für uns mal das Schauspiel auf: ‚Wie sitzt man neben der Gegenpartei?'..."

In dieser Art und Weise redet er so lange, bis die Unmenge der gesammelten Hölzchen nicht mehr das Aussehen eines Hölzchenhaufens hat. Dann holt er Streichhölzer heraus und zündet sämtliche Hölzchen an. Kaum aber fangen die Hölzchen an zu brennen, da gerät er außer sich. Er fängt an, in die Hände zu klatschen, er fängt an, lauthals zu lachen, er fängt an, zu jubilieren, er fängt an, vor lauter Freude zu schreien.

Dann sagen die Leute:
"Er ist verrückt geworden!"






Anil Janvijay: Der Verrückte (1989), aus: Der Schmuck einer Frau. Kürzestgeschichten aus Nordindien. Ausgewählt, aus dem Hindi übersetzt und herausgegeben: Dieter B. Kapp. Shaker Verlag Aachen 2006; S.85


Prof. Dr. Dieter B. Kapp (geb. 1941), Indologe, zuletzt Professor an der Universität Köln, Übersetzer und Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Werke, aber auch zeitgenössischer Literatur aus den verschiedenen Regionen und Sprachen Indiens. Träger der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Medaille und des Rabindranath-Tagore-Kulturpreises, und Künstler (Fotografie, Digitalkunst, Komposition).

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: indien, kürzestgeschichte, politik, der verrückte
Anzahl Aufrufe: 3531