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Alles im Griff

ICH HABE MEIN LEBEN IM GRIFF:

- ich mache brav die monatlichen Windows-Updates, sowie die wichtigen Updates für Browser, Programme und Apps, sichere regelmäßig meine Festplatten und halte meinen Virenscanner aktuell.

Mittendrin- ich zahle meine Steuern, bleibe an roten Ampeln stehen (aber eher wegen der Vorbildfunktion für Kinder) und pflege Kontakte zu Familie und Freunden.

- ich bin aus der katholischen Kirche ausgetreten, wähle Grün/Links, kaufe Bio und schreibe einen Blog.

- ich gehe zu den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen (ungern!) und lasse regelmäßig Blutdruck, Zuckerwerte, Herz und Lunge testen.

- ich informiere mich über Politik und Kultur, lese regelmäßig die lokale Tageszeitung, den Spiegel (größtenteils) und online die TAZ.

- jeden Morgen verlasse ich das kuschelige Bett, rasiere mich und fahre zur Arbeit.
Vom Zigaretten-Rauchen habe mich vor 15 Jahren getrennt.

- ich funktioniere, verdiene meinen Lebensunterhalt, bin sozial integriert und ein verantwortungsvoller, mündiger Bürger.


UND MANCHMAL MÖCHTE ICH VIEL EINFACHER LEBEN:

Im Auge des medialen Sturms- ohne tägliche Berieselung durch Medien und Werbung, dieses Grundrauschen der modernen Welt.

- nicht an Sicherheit und Regeln denkend. Keine Termine und Aufgaben abhakend.

- mal 2 Wochen nicht übers Tagesgeschehen informiert sein - würde das was ändern?

- zur Ruhe kommen und Aufhören zu bewerten, zu urteilen, zu denken.

Einfach sein. Atmen. Im Hier. Im Jetzt.

Das wäre wohl

                    das Ziel

                              der Reise.





Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

 

 

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Tags: pflicht, ordnung, loslassen, ruhe, mitte, ausatmen
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Ohrwurm

Adel Tawil - "Lieder"

Meine Tochter Johanna machte mich auf einen besonderen Pop-Song aufmerksam, den ich seitdem in meinem Hirn und meinen Ohren habe: "Lieder" von Adel Tawil.

Adel Tawil 2008-08-30.jpg
Adel Tawil 2008-08-30“ von Torsten Crull for Szenebilder - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.



Adel Tawil, ein Sänger, der in den letzten Jahren im Duo "Ich + Ich" auftrat, hat im Oktober 2013 sein erstes Solo-Album herausgebracht.
Johanna war von dem Song berührt, weil er sich mit diesem Lied bei seiner bisherigen Partnerin Annette Humpe bedankt, die es dem vormals völlig unbekannten Tawil ermöglichte, jetzt Karriere als Sänger seiner eigenen Lieder zu machen.

Adel Tawil (Adel Salah Mahmoud Eid El-Tawil) ist gebürtiger Berliner mit Eltern ägyptisch-tunesischer Herkunft und wurde von Annette Humpe, für die Vertonung eines Filmmusikstücks engagiert. Seine Stimme gefiel ihr so gut, dass beide das Duo Ich + Ich gründeten.
Annette Humpes Gruppe "Ideal" gehörte in den 80ern zu den bedeutendsten Bands der Neuen Deutschen Welle, danach war sie Teil von DÖF, Humpe & Humpe zusammen mit Schwester Inga, danach Produzentin von Rio Reiser und z.B. den Prinzen - also deutsche Pop-Prominenz.
Adel Tawil sang und mischte, sie schrieb die Songs und sang mit.
Sieben Jahre und drei erfolgreiche Alben später wagt Adel Tawil sein erstes Solo-Album und bedankt sich stilsicher.

Als ich den Song dann auf Youtube hörte und sah, hat es mich ziemlich weggeblasen:
Adel Tawil hat in jede Zeile des Songs Anspielungen auf wichtige Musiker oder bekannte Songs eingebaut, präsentiert damit ein reiches pop-kulturelles Wissen und rührt auch mein Herz mit seiner Liebe zur Musik.

Im Folgenden habe ich mal den Text aufgeschrieben und löse einige Bezüge auf.
OK - jeden Song kannte ich auch nicht - Google war bei 5 Zeilen mein Freund.
Aber das genaue Hören des Liedtextes hat enorm Spaß gemacht!

1. Strophe Original:
Ich ging wie ein Ägypter
Hab mit Tauben geweint
War ein Voodoo-Kind
Wie ein rollender Stein
Im Dornwald sang Maria für mich
Ich starb in Deinen Armen, Bochum 84
Ich ließ die Sonne nie untergehen
In meiner wundervollen Welt.

**************************************

Und hier die 1. Strophe mit Auflösung:

Ich ging wie ein Ägypter
(Walk like an Egyptian - The Bangles)

Hab mit Tauben geweint
(When doves cry - Prince)

War ein Voodoo-Kind
(Voodoo Child - Jimi Hendrix)

Wie ein rollender Stein
(Like a rolling Stone - Bob Dylan)

Im Dornwald sang Maria für mich
(Maria durch ein Dornwald ging - Kirchenlied)

Ich starb in deinen Armen, Bochum 84
(I just died in your arms tonight - Cutting Crew / Bochum - Grönemeyer)

Ich ließ die Sonne nie untergehen
(Don't let the sun go down on me - Elton John)

In meiner wundervollen Welt.
(What A Wonderful World - Louis Armstrong)


Refrain:

Und ich singe diese Lieder

Tanz mit Tränen in den Augen
(Dancing with tears in my eyes – Ultravox)

Bowie war fürn Tag mein Held
(Heroes – David Bowie)

Und EMF kann es nicht glauben
(Unbelievable - EMF)

Und ich steh im lila Regen
(Purple Rain - Prince)

Ich will ein Feuerstarter sein
(Firestarter – Prodigy)

Whitney wird mich immer lieben
(I will always love you – Whitney Houston)

Und Michael lässt mich nicht allein.
(You are not alone – Michael Jackson)


Strophe 2:

Ich war willkommen im Dschungel
(Welcome to the Jungle – Guns N' Roses)

Und fremd im eigenen Land
(Fremd im eigenen Land – Advanced Chemistry)

Mein persönlicher Jesus
(Personal Jesus – Depeche Mode)

Und im Gehirn total krank
(Insane in the Brain – Cypress Hill)

Und ich frage mich, wann
Werd ich, werd ich berühmt sein
(When Will I Be Famous – Bros)

So wie Rio, mein König für die Ewigkeit
(König von Deutschland – Rio Reiser)

Ich war am Ende der Straße angelangt
(End Of The Road – Boyz II Men)

War ein Verlierer, Baby, doch dann
(Loser – Beck)

Hielt ich ein Cover in der Hand
Darauf ein Mönch, der in Flammen stand
(Das Cover von Killing in the Name – Rage Against the Machine)

Kurt Cobain sagte mir, ich soll kommen wie ich bin.
(Come as you are – Nirvana / Im Hintergrund das bekannte Gitarrenriff)


Strophe 3:

Ich war einer von fünf Jungs
(The Boyz - die erste Band von Adel Tawil)

"One Minute" aus, dann wars vorbei
(One Minute – The Boyz)

Ich sang nur noch für mich,
für ne unendlich lange Zeit
Dann traf ich auf sie
(Anette Humpe, mit der er das Duo Ich + Ich hatte)

Und sie erinnerte mich
(Du erinnerst mich an Liebe – Ich + Ich)

Wir waren Welten entfernt
Und doch vom selben Stern...
(Vom selben Stern – Ich + Ich / Im Hintergrund der DÖF-Hit "Codo")

***********************************

Ein geniales Musik-Rätsel, intelligente Pop-Musik, ergreifend präsentiert und absolut hörenswert.

Hier der Link zum Original-Video auf VEVO:
Opens external link in new windowhttp://vevo.ly/XHnSLj     (Bitte Cookies zulassen, sonst stockt das Video)

Und hier noch ein Link zu einem schönen alternativen YouTube Video:
Opens external link in new windowhttp://youtu.be/kiMG_JV2gbo

Hattet ihr auch schon mal solche Ohrwürmer? Welche Musik hast Du grade im Kopf?

Tragt euch unten ein...




Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

ist
Mit-Inhaber der Kölner Internet-Agentur Öffnet externen Link in neuem FensterKpunkt.

Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

Heute gestaltet er Internetauftritte für viele Naturkost-Firmen und hat mit seinem Team auch die technischen Voraussetzungen für den Heuschrecke-Blog geschaffen.


Sein Faible für Computer und technisches "Spielzeug" und seinen unerschütterlichen Glauben an positive Utopien bringt er in diesen Blog ein.

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Tags: adel tawil, lieder, musik, rätsel, annette humpe, ideal, ich + ich, Blog
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Die Entwicklung einer Leidenschaft

Gibt's Tee?!

Unsere Heuschrecke-Tee Test-KandidatenHier ein Rezept für die Zubereitung grünen Tees:
1. 7 TL grüner Tee für 6 Tassen kochendes Wasser nehmen.
2. Tee in eine vorgewärmte Teekanne aus Ton geben, keine Glaskanne benutzen.
3. Kochendes Wasser auf die Teeblätter gießen, möglichst weiches Wasser verwenden.
4. Etwa 2 1/2 Minuten ziehen lassen.
5. In eine andere gewärmte Kanne seihen.
6. Den Tee mit Zucker, Honig oder Kandis süßen.


Bei uns läuft das anders!
Wir sind eine Bürogemeinschaft von Webdesignern, Programmierern und Computer-Nerds in Köln und haben in diesem Jahr unsere Leidenschaft für Tee entdeckt.

Bei uns kommen ca. 5 Teelöffel grüner Tee in eine dünne Papier-Filtertüte für Halter (gibts 100 Stück für ca. 3 Euro).
Leicht zusammen gedreht kann man diese Papierfilter mit der langen Lasche auch ohne Halter in eine 1-Liter-Kanne hängen und mit dem Deckel fixieren.
Wir verwenden eine Thermos-Kanne, dann ist auch später die zweite Tasse noch heiß.
Das Wasser für den Tee nehmen wir ganz normal aus der Leitung ("et Wasser vun Kölle es joot").
Wir kochen es energiesparend mit einem separaten Wasserkocher und warten nach dem Kochen noch etwas, damit das Wasser sich beruhigen kann. Wenn das Wasser dann nicht mehr brodelt wird es über die Teefiltertüte gegossen, so dass der Beutel oben im Wasser hängt und ziehen kann. Dann warten wir 4 - 5 Minuten.
Wir lieben den Tee etwas kräftiger. Zucker, Honig oder Kandis sind vollkommen überbewertet und nicht notwendig.
Für uns ist nur eines wichtig: der feine, reine Geschmack des Tees und die anregende Wirkung.

Früher
zuckelten meine Kollegen zwischendurch zur Senseo-Pad-Kaffee-Maschine in unserer kleinen Küche, um nach Stunden konzentrierter Arbeit vor den Rechnern Erfrischung, Labsal und Atzung zu tanken.
Die Kaffee-Maschine ist mittlerweile kaum noch in Betrieb. Tee ist angesagt!


Im Sommer erhielten wir vom Bio-Tee-Großhändler "Heuschrecke GmbH" ein kleines Sortiment Grüntees als Dankeschön für fachliche Unterstützung beim geplanten Einsatz von QR-Codes auf den Verpackungen einiger Heuschrecken-Produkte.
Diese Tees sind derart hochwertig und lecker, dass nach und nach alle Kollegen zu begeisterten Teetrinkern mutierten.
Anstatt morgens nach Betreten des Büros als Allererstes einen Kaffee zu kochen, wird jetzt von Thomas, dem "numero uno" Teekocher-Ober-Babo erstmal ein "schönes Teechen" gekocht. Er hat die Zubereitung raus und wenn auf seinem Smartphone  der MP3-Hahn kräht ist der Tee fertig gezogen.

In den letzten Woche war als beliebter Morgentee ein "Dung Ti Oolong" in der "rotation": ein guter Starter in den Tag, wolkig und schön grün in der Tasse.
Ein Oolong ist ja ein halb-fermentierter Tee. Dafür müssen die Teeblätter zunächst nach dem Pflücken in der Sonne zu welken beginnen und werden danach zur Ruhe gelagert. Es beginnt eine Oxidation, bei der die Blätter immer wieder leicht gerieben und geschüttelt werden, so dass der austretende Saft mit dem Sauerstoff der Luft reagiert.
Je nach Oxidationsdauer tendiert der Oolong geschmacklich mehr zum Grün- oder zum Schwarztee.
Der von uns getrunkene "Dung" ist ein Grüntee und kann deshalb ruhig etwas höher dosiert werden, damit er kräftiger schmeckt und belebender wirkt.


Meist kommt unser Kollege und Grafik-Designer Edgar etwas später ins Büro, da er bei seiner zweiten Leidenschaft als DJ oft bis tief in die Nacht die Menschen zum Wippen & Shaken bringt. Seine erste Frage, wenn er die Bürotür durchquert: "Gibt's schon Tee?"
Der "Dung Ti Oolong" baut ihn dann rasch wieder auf und bringt den gewohnten "groove" zurück...

Gegen 11 Uhr vormittags geht dann noch ein blumiger "Grüner Earl Grey mit Bergamotte".
Der erinnert uns an Captain Jean-Luc Picard vom Raumschiff Enterprise, der vor dem Replikator (einer Nahrungs-Erzeuger-Maschine der Zukunft, wahrscheinlich Weiterentwicklung der heutigen 3D-Drucker) stehend per Sprach-Befehl einen "Tee, Earl Grey, heiß!" bestellt.
Sein Lieblingsgetränk.
Tee aus dem Replikator wollen wir nicht, unser Tee ist nicht-synthetisch und Bio-zertifiziert!
Ursprünglich war Earl-Grey-Tee ausschließlich chinesischer Schwarztee. Die Legende sagt, "dass bei einem Sturm auf einer Überfahrt auf hoher See zwischen England und China die transportierte Ladung des Schiffes stark durcheinander geworfen wurde und sich dabei auslaufendes Bergamotteöl auf mitgeführte Teeballen ergoss.
Lord Grey ließ sich bei der Ankunft des Schiffes in London die Schäden zeigen und beschloss, zunächst den „verschmutzten“ Tee zu probieren und erst dann zu entscheiden, ob die Ladung vernichtet werden müsse.
Der betreffende Tee kam bei Freunden und Bekannten jedoch so gut an, dass der Earl beschloss, den von nun an als aromatisiert bezeichneten Tee in den Handel zu bringen." (Zitat: Wikipedia.de).
Wir lieben ihn in der grünen Version!

Nach der Mittagspause steht dann Chefgrafiker und ex-Star-Fotograf Ulli ( hat 1980 das Cover der BAP-Platte "Affjetaut" fotografiert) am Wasserkocher und braut einen "lecker Marrakesch-Tee" für den Nachmittag.
Dieser Grüntee mit Nanaminze ist auch mein persönlicher Favorit. Frisch, belebend und klar in der Tasse.
Der Hamburger Comedian Olli Dittrich als "Dittsche" würde ihn "perlig" nennen. ("Das perlt aber heute wieder").
Ein Tässchen dieser nordafrikanischen Mischung gibt genug Schwung, um geschmeidig den Nachmittag mit Kunden-Support ("...mein Internet geht nicht") und langwieriger Programm-Fehler-Suche zu überstehen.

Außer Konkurrenz hatte uns Ursula von der Heuschrecke Naturkost GmbH noch einen Kräutertee dazu gepackt - Männertee "Zeit für Wesentliches".
Eigenwerbung: "Dieser Tee ist gedacht für die heutigen Männern in ihrem Spagat zwischen Beruf/Leistung und Familie ... scheinbar gegensätzliche Themen werden durch die ausgewählten Pflanzen, Blüten und Wurzeln, von Bibernell,  Eschenrinde über Odermennig und Orange, bis zu Zitronenmyrte ... in der Teemischung zusammengeführt.

Auch wenn die Zeitschrift "Titanic" den Tee schon getestet hat und der Ex-NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ihn lobte (Opens external link in new windowhttp://www.heuschrecke.com/maennertee-2.htm) - mein Ding ist das ehrlich gesagt nicht.
Kräutertee ist meines Erachtens eher zum gesund bleiben und werden, für unsere kreative Arbeit darf es ruhig etwas belebend und anregend sein, wie all die vorzüglichen Grüntees, die wir jetzt täglich genießen.
Wir haben unser Getränk gefunden!

In Köln kann man die Bio-Tees der Firma Heuschrecke in den NATURATA-Biomärkten erhalten oder ganz problemlos und bequem von zu Hause aus im Online-Shop Opens external link in new windowwww.naturata-koeln.de bestellen und liefern lassen.



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

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Er war brotloser Künstler, glücklicher Bioladner und "regionaler Ansprechpartner des Bundesverbandes Naturkost" bevor er 1992 seine Werbeagentur gründete.

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Herbstthema Pilze

Pilzmythen

Der Autor vor einem auch sehr großen Lebewesen - Scheibe eines Mammutbaums im GeoMuseum Uni Köln (Aufnahme: R. Moll)Wußten Sie es?
Das größte Lebewesen auf unserem Planeten ist nicht ein Elefant oder Blauwal, sondern ein Pilz.

In den USA, im Bundesstaat Oregon lebt ein Pilz, dessen Pilzgeflecht, das Myzel, über eine Fläche von neun Quadratkilometern gewachsen ist. Das ist größer als die Fläche von Köln-Mülheim mit seinen 7 Quadratkilometern.
Die lebende Masse wiegt grob geschätzt 600 Tonnen, das entspricht dem Gewicht von 4 Blauwalen.

Der Riesen-Pilz ist gleichzeitig auch das älteste Lebewesen des Planeten.
Der Hallimasch wächst seit etwa 2400 Jahren indem er sich von Baumwurzel zu Baumwurzel ausdehnt.

Erst im Jahr 2000 entdeckten amerikanische Forscher um die Forstwissenschaftlerin Catherine Parks mit Hilfe von Luftaufnahmen den Hallimasch. In Gebieten, in denen der Wald krank war, sammelten sie Proben pilzbefallener Wurzeln. Die überraschende Erkenntnis bei der Genanalyse: 61 der Proben stammten von demselben Hallimasch. Als sie ihre Werte auf eine Landkarte übertrugen, dämmerte den Forschern, welch einem Riesen sie da auf die Spur gekommen waren.
Der Hallimasch befällt aber nicht nur gesunde Pflanzen, sondern verspeist auch totes Holz - und recycelt so das organische Material, arbeitet also zusammen mit Bakterien als Sperrmüll-Abfuhr des Waldes.

Hexenring im Wald - von This image was created by user Sporulator at Mushroom Observer, a source for mycological images.You can contact this user here. [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia CommonsPilze sind eh sehr interessante Lebewesen.
Bisher sind nur 100.000 von den vermuteten 1,5 Millionen Arten weltweit bekannt und erforscht.
Sie sind weder Pflanzen, noch Tiere. Nicht Flora, nicht Fauna sonder "Funga".
Ähnlich den Insekten sind ihre Zellen teilweise aus Chitin aufgebaut. Statt Blattgrün, mit dem sie Sonnenlicht in Energie umwandeln könnten, ernähren sie sich von organischen Stoffen, die sie zersetzen oder beziehen die Nahrung direkt aus Pflanzen oder Bäumen. So wie Schimmelpilze organisches Material zersetzen und umwandeln oder wie Baumpilze, die auf Bäumen wachsen und sich die Fertignahrung aus den lebenden Bäumen holen.
Der japanische Shiitake etwa wird auch in Europa gezüchtet. Er kann auf Buche, Eiche, Kastanie, Ahorn oder Walnuss angebaut werden. (Interessantes Detail am Rande: der Shiitake-Pilz schmeckt nicht süß, salzig, bitter oder sauer - er schmeckt "umami". Diese 5. Geschmacksrichtung wurde erst jüngst von der Wissenschaft anerkannt. Es gibt auf der menschlichen Zunge eigene Zellen zur Wahrnehmung von "umami".)

Hexenring auf einer Wiese - von User:Mrs skippy (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia CommonsFür mich hatten Pilze schon als Kind eine geheimnisvolle, mystische Qualität.
In einem belgischen Comic hatte ich mit etwa 9 Jahren eine Geschichte gelesen, in der es um einen "Hexenring" ging.
Ein kreisrunder Ring, auf dessen Außenrand die Pilze wuchsen. Die Mitte leer. Im magischen Glauben nahm man an, diese Spuren hätten etwas mit Hexen und Elfen zu tun. Man glaubte, dass die Pilze in dem seltsamen Kreis die Spuren eines nächtlichen Tanzes beim Hexensabbat waren. Oder dass der Ring den Platz zeige, wo der Blitz in die Erde gefahren sei. Dabei habe er elektrische Energien entwickelt, die sich sternförmig ausbreiteten.
Oder er würde von Schlangen erzeugt, die im Kreis schlängelten oder von Hexen, die grasende Pferde bestiegen und mit ihnen immerzu im Kreis herum ritten.
Wissenschaftlich betrachtet ist es so, dass das Pilzmyzel sich an einem unterirdischen Wirt, zum Beispiel einer verrottenden Baumwurzel entwickelt, kreisrund weiter wächst und wenn die Fruchtkörper (das was landläufig "Pilz" genannt wird) an einem feuchten Herbsttag aus dem Boden sprießen, bleibt ein von Pilzen umringter Tanzplatz über.

Fliegenpilz - I, Tony Wills [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia CommonsSpäter als Jugendlicher, interessierten mich Pilzgeschichten, wie die vom Fliegenpilz, dessen berauschende Wirkung seit Urzeiten Gegenstand von Mythen ist. Der nordische Gott Wotan soll in seiner Wut Fliegenpilze sprießen gelassen haben wo er die Erde berührte. Germanische Krieger berauschten sich mit Fliegenpilzen, um furchtlos und mit berserker-hafter Wut in den Kampf zu ziehen. Besonders interessant fand ich als 15-jähriger Pubertierender bezeichnenderweise, dass in Sibirien der Urin von Fliegenpilz-Berauschten getrunken und damit der Pilz-Wirkstoff recycelt wurde, da er nicht komplett im Körper abgebaut wird. In Finnland soll man den Urin von Rentieren getrunken haben, die man vorher mit Fliegenpilzen gefüttert hatte. Sehr seltsame Stories...
Fliegenpilze sind übrigens normalerweise nicht gefährlich. In Teilen Japans gehört er als leckere Spezialität auf den Speiseplan. Und auch in Deutschland wurde er am Anfang des 20. Jahrhunderts noch gegessen, verschwand aber wegen der unsicheren Wirkung von den Sammel-empfehlungen. Die letale (tödliche) Dosis liegt für einen erwachsenen Menschen bei mehr als 10 Pilzen - anders der Knollenblätterpilz: hier reicht ein halber Pilz für die letzte Reise.
 
Eine andere Sorte Pilz, die hierzulande auf vielen feuchten Wiesen wächst lernte ich mit gut 20 Jahren während meines Zivildienstes im gut bewaldeten Weserbergland kennen: den kleinen "Spitzkegeligen Kahlkopf", der den psychoaktiven Wirkstoff Psilocybin enthält.
Aber auch das gängigste Rauschmittel unserer heutigen Gesellschaft, der Alkohol, wird erst durch einen Pilz möglich: der Hefepilz wandelt Traubensaft oder gemälzten Gerstensud in Alkohol um.

Am ungefährlichsten ist es wohl, die Früchte der Pilze zu einem guten Essen zu geniessen.
Gezüchtete Champignons mit Zwiebeln in Rahmsoße, heilende Shiitake-Pilze zu einer makrobiotischen Mahlzeit oder ein Hauch Trüffel auf einem Nudelgericht. 

Doch Vorsicht bei Pfifferlingen! Diese dürfen per Gesetz in Deutschland zwar zum eigenen Gebrauch gesammelt, aber nicht verkauft werden. Alle hier gehandelten Pfifferlinge stammen aus dem Ausland und oft aus Russland oder osteuropäischen Ländern in denen die Strahlenbelastung nach Tschernobyl immer noch sehr hoch ist.
Die Pfifferlinge sammeln die damals auf den Waldboden herabgeregneten radioaktiven Isotope, und sollten deshalb gemieden werden.



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

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Von Pixeln und Größe

Responsives Webdesign


Wer von uns hätte vor 15 Jahren gedacht, dass das "Internet" mal so wichtig würde?
Heute für viele unvorstellbar: kein Wikipedia, keine Online-Nachrichten, kein Youtube, keine schnelle Suche nach einer Telefonnummer auf Google. Kein Facebook, kein Twitter, keine schnellen E-Mails...
Und all das funktioniert nur, weil Millionen meiner Kollegen, die weltweite Gilde der Webmaster, Programmierer und Webdesigner seit vielen Jahren Inhalte eingeben, Strukturen vernetzen und Webseiten gestalten.
Und das "Web" immer weiter weben und entwickeln.

Vor etwa 5 Jahren habe ich mir das erste Smartphone gekauft. OK, ich geb's zu: es war das allererste iPhone...
Damals gab es ja nix anderes ("wir hatten ja nichts") womit man komfortabel unterwegs, mobil im Internet surfen konnte und Mails abrufen konnte. Der Bildschirm dieses ersten iPhones hatte ein Größe von 320 x 480 Pixeln. Nach Nokia-Handys und Palm-Organizern riesig groß!
Mittlerweile gibt es mobile Geräte von vielen Herstellern und in den unterschiedlichsten Bildschirmgrößen.
Neben den kleinsten Smartphones mit einer Bildschirmgröße von 240 x 320 Pixel gibt es Tablet-Computer mit Auflösungen von 768 x 1024 Pixeln und all das dann auch noch im Querformat...

Viele bisherige Internet-Auftritte passen nicht auf die kleinen Bildschirme, da sie ja für große Computer-Bildschirme entwickelt wurden. Und auch wenn's passt, sind doch viele Schaltflächen (Buttons) nicht lesbar oder mit dicken Fingern (nicht empört sein, ich spreche von mir :-) auf kleinen Screens schlecht bedienbar.
Folgerichtig ist die aktuell edelste Aufgabe für Webdesigner, die Web-Seiten in passenden Auflösungen für diese unterschiedlichen Bildschirmgrößen zu liefern. Der Doppelklick auf Text, um diesen in die richtige, lesbare Größe zu zoomen oder die (bei der Vorstellung des ersten iPhones durch Steve Jobs bejubelte) Geste des "Pinch & Zoom" bei der man mit 2 Fingern den Inhalt "auseinanderzieht" um ihn zu vergrößern, soll beendet werden.

von Muhammad Rafizeldi (Google+) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia CommonsDie neue Entwicklung nennt sich "responsive webdesign" was etwa mit "reaktionsfähiges Webdesign" beschrieben werden kann und ist durch den Einsatz moderner Standards wie HTML5, CSS3 und etwas Javascript umsetzbar.
Dazu fragt der Browser, wie groß der Bildschirm des Gerätes ist und liefert dann über eine Art "Weiche" (die "media queries") die richtigen Maße.
Ist bei einem großen Bildschirm der Internet-Auftritt zum Beispiel dreispaltig - sind auf einem kleinen Smartphone dann alle Spalten untereinander. Auch Inhalte wie Bilder und Textbreiten, Schriftgrößen sollten sich dem Bildschirm optimal anpassen. Fehlt der Platz für ein horizontales Menu mit nebeneinander angeordneten Buttons, können die Buttons zum Beispiel als Schaltflächen untereinander dargestellt werden.

3 verschiedene Größen sollte man in zukünftigen Internet-Auftritten mindestens berücksichtigen:
- Smartphones: 320px bis 480px
- Tablets: 768px bis 1024px
- Computer-Desktop: 1024px+

und die Varianten für quer gehaltene Geräte. Mit ständig neu hinzukommenden Geräten und größen kann der Aufwand durchaus auf 5 oder mehr Größen hinauslaufen. Mehr Aufwand für uns Webdesigner aber auch besserer Nutzen für den Anwender, der sich nicht an ein starres Design anpassen muss, sondern umgekehrt flexibel bedient wird.  
Ein einfacher Test
auf responsives Webdesign besteht in der momentan wahrscheinlich meist ausgeübten Geste unserer Zunft: auf einem Desktop-Rechner mit der Maus die untere rechte Ecke des Browser-Fensters anfassen und dasOpens external link in new window Fenster verkleinern und vergrößern (klicken zum Anzeigen). Dabei sieht man recht deutlich wie der Auftritt sich verhält.

Wir sind momentan dabei, die ersten Kunden-Auftritte responsive umzusetzen.
Auch unsere eigenen Auftritt Opens external link in new windowwww.kpunkt.com haben wir begonnen, so umzubauen, dass er mit möglichst vielen Geräten flexibel funktioniert.

Mit diesen kostenlosen Online-Tools kann man beliebige Adressen testen:  
Opens external link in new windowhttp://www.active-value.de/responsive-design-viewer/
Opens external link in new windowhttp://mattkersley.com/responsive/

Zum Vertiefen des Themas:
Opens external link in new windowhttp://t3n.de/news/tipps-tools-fuer-besseres-485235/

Und bei allen Menschen, die sich eigentlich gar nicht für Webdesign interessieren und das hier trotzdem gelesen haben, möchte ich mich entschuldigen und bedanken. Sorry folks - it's my Blog and I like it :-)



Wolfgang KurtzWolfgang Kurtz

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Tags: responsive, webdesign, design, media queries, pixel, trends, smartphones, tablet, desktop
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