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Schamanisches Märchen: Schafgarbe

Schafgarbentee

Sommer 2089. Die Frau geht zum öffentlichen Zentrum für ganzheitliches Gesundheitswesen.

Sie ist nun in den Wechseljahren. Viele Fehlschläge haben sie etwas verbittert gemacht. Ihre Kinder sind fort. Der Mann pflegt seinen eigenen Zeitvertreib, sie kommt darin nicht vor.
Ihr Herz fühlt sich so traurig an, dass es fast schon schmerzt, und sie deswegen oft keine Luft mehr bekommt.

Ein Raum erwartet sie - im Jahr 2089 gibt es Behandlungszimmer, die wie Gärten voller Pflanzen sind. Die Behandlerin trägt ihr auf, sich "ihre" Pflanze zu suchen und still dabei zu sitzen.

In diesem Fall zieht sie die Schafgarbe an, die Strahlkraft der tausend weißen Blüten. Sie hört - eher innerlich - ruhig zu:


"Es wird wieder Licht in euren Herzen. Ich berühre die vielen kleinen Verhärtungen um euer Herz, die das Leben hinterlassen hat. Du kannst wieder durchatmen und mit etwas Neuem beginnen. Wie die tausend weißen Blüten von mir öffnet sich dein klares Herz. Jetzt bist du dran, in Klarheit weiterzugehen."


Erleichtert, mit ihrem persönlichen Rezept, der Schafgarbe, macht sie sich auf den Heimweg. Ihr fehlt es in Zukunft an nichts mehr.



Überlieferung aufgezeichnet von Ursula Stübner

 



Schafgarbe ist, so wissen wir, sind seit keltisch-germanischen Zeiten in unserer Nahrung, bzw. in Kräutertees verankert. In dieser Tradition ist sie z.B. in folgenden Heuschrecke-Kräutertees enthalten und begleitet uns wie damals durch den Alltag und das Jahr: Luna-Wechseljahrestee, Frühlingstee, Sommertee, Keltischer Abendtee.

Wir freuen uns auf Ihre Meinung - Kommentare 0
Tags: schafgarbe, bio-kräutertee, schamanismus, wechseljahre
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Schamanisches Märchen: Holunder

Holunderblütentee

Der Felder waren inzwischen völlig überdüngt und die Böden deshalb so gut wie mehrfach tot. Die Regierung machte sich schon Sorgen um die Menschen, die blass, abgespannt, energie- und lustlos durch den Alltag trotteten. Die Ernährungslage war fatal, zwar im Überfluss, aber industriell so aufbereitet und übersterilisiert, dass jede Vitalität fehlte.
Die Grünen erinnerten sich, dass es früher einen vorindustriellen Zugang zur Pflanzenwelt gab. Hier könnte Rat geholt werden. Sie schickten drei Abgeordnete los.

Auf ihrem langen Weg, über dem Berg, durch ein besonderes Tal in üppiger Natur, überfiel sie Müdigkeit und unter einem Holunderbusch, noch ihr Anliegen im Kopf, schliefen sie ein. Tief im Schlaf, an ihrem kritischen Verstand vorbei, erreichte sie die Stimme der Pflanze, der hübschen, duftenden Holunderblüten-Dolde:

"Ich bin dafür da, dass Ihr magisches Essen lernt. Das heißt, wirklich zu erkennen, was Euch die Energie zu Leben gibt. Es gibt süße, saure und bittere Nahrung, jedes hat seinen Platz. Seid achtsam auf Euren Bauchraum. Seid genügsam, aber verschwenderisch bei der liebevollen Zubereitung der Nahrung. Seid untereinander freudig und festlich beim gemeinsamen Essen. Das nährt und gibt Euch alle Lebendigkeit."

Die Nachricht verbreitete sich rasch, und so kam es, dass Holunderblütentee in den Wohnungen, in Kindergärten, Heimen und Krankenhäusern Einzug hielt. Die Menschen bekamen wieder Appetit, rosige Ausstrahlung und elastischere Bewegungen. Es braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden, dass auch die Landwirtschaft von Grund auf gesundete.





Überlieferung aufgezeichnet von Ursula Stübner

 





Holunderblüten, so wissen wir, sind seit keltisch-germanischen Zeiten in unserer Nahrung, bzw. in Kräutertees verankert. In dieser Tradition sind sie z.B. in folgenden Heuschrecke-Kräutertees enthalten und begleiten uns wie damals durch den Alltag und das Jahr: Frühlingstee, Sommertee, Märchentee, Keltischer Haustee, Keltischer Abendtee.

 


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Tags: holunderblüten, schamanisch, märchen, grüne, abgeordnete
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