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Mutter Natur gibt umsonst. Wir wünschen Euch ein wundervolles Jahr 2012.
Weihnachtsgeschenk von Kille Enna
Rezept: Pain d'épices - Gewürzbrot

Kille Enna lebt in Ystad und ist in Schweden und Dänemark vielleicht so etwas wie Sarah Wiener hier.
Sie liebt Gewürze, ihre Aromen, und ist begeistert von unseren Qualitäten.
Wir wiederum sind begeistert von ihrer überschwänglichen Energie, ihrem Mut und der Kreativität in dem, was sie tut. Wir haben selten so lebensfreudige, authentische Rezepte gesehen wie in ihrem Kochbuch (siehe Buchtipp unten).
Kurz vor Weihnachten erreichte uns ein Päckchen aus Schweden. Überraschend, duftend, als Dankeschön für Gewürzproben, die wir für Kille Enna, für ihre Versuchsküche, "gecrusht" hatten.
Das Gewürzbrot war natürlich kein normales Gewürzbrot, wie wir es kennen. Süß, aber geheimnisvoll würzig, fest, kräftig, aber von schmeichelnder Konsistenz - und man will mehr davon ...
Wir freuen uns, dass wir das Rezept bekommen haben - hier also Kille Ennas Weihnachtsgeschenk (gebacken mit den guten Heuschrecke-Gewürzen). Wir haben deutsche Übersetzungen in Killes Originaltext eingestreut:
Pain d'épices - Gewürzbrot
The cake can last for several months if stored in refrigerator or kept in a cool (max. 10 c) dry place. (Der Kuchen hält im Kühlschrank gelagert mehrere Monate.)
It's certainly not a cake to be eaten on the baking day - quite the contrary: The consistency and taste, which is allowed to develop, is irresistible if you wait some weeks. (Dieser Kuchen sollte nicht am Tag des Backens gegessen werden. Die Konsistenz und der Geschmack werden unwiderstehlich, wenn ihm erlaubt wird, sich zu entwickeln.)
Makes 1 cake (für 1 Kuchen)
Spice Mixture (Zutaten für die Gewürzmischung):
- 1 teaspoon whole aniseed (1 TL Anissamen)
- 3/4 Ceylon- cinnamon stick, broken into smaller pieces (eine 3/4 Stange Zimt, in Stückchen gebrochen)
- 1 tablespoon fresh ginger (cleaned weight), finely grated (1 EL fein gehackter frischer Ingwer)
- 1 teaspoon dried angelica root (1 TL Angelika-Wurzel, aus dem Kräuterfachgeschäft oder Apotheke)
- 3/4 teaspoon whole cloves (1 TL Nelken ganz)
- 1/2 teaspoon whole caraway seeds (1 TL Kümmel ganz)
- 1/2 teaspoon whole white peppercorns (1 TL Weiße Pfefferkörner)
- 1 teaspoon dried bitter orange zest (1 TL Bitterorangenschale getrocknet)
Dough (Zutaten für den Teig):
- 2 1/2 dl hot water (250 ml heißes Wasser)
- 2 1/2 dl (450 grams) liquid honey (250ml (450g) flüssiger Honig)
- 150 g light cane sugar (150g heller Rohrzucker)
- 200 g wholegrain rye flour (200g Vollkorn-Roggenmehl)
- 200 g wheat flour, sieved (200g ausgesiebtes Weizenmehl)
- 1/4 teaspoon sea salt flakes (1/2 TL Meersalzflocken, man kann Fleur de Sel nehmen)
- 2 teaspoon bicarbonate of soda (2 TL Natronpulver)
- 1 teaspoon baking powder (z.B. Weinsteinbackpulver)
- 1/2 dl pastis, arak or gin (50 ml Pastis, Arak oder Gin)
- 1 teaspoon freshly grated orange zest e.g. Seville orange ( 1 TL frisch gewürfelte Orangenschale)
Spice Mixture: Put all the spices up in an electric coffee grinder and blend them into a fine powder.
(Die Gewürze zusammen mahlen, z.B. in der elektrischen Kaffeemühle).
Dough: Stir the honey with warm water until the honey is dissolved.
Put all the dry ingredients up in a large bowl and mix together. Add the honey water, pastis, fresh citrus peel and the freshly ground spice mixture.
(Teig: Honig in dem warmen Wasser auflösen. Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermischen. Honigwasser, Pastis, frische Orangenschale und frisch gemahlenen Gewürze hinzufügen.)
Mix it all thoroughly together. Let batter stand for at least 5 days in the refrigerator before using. But if you leave the batter in the fridge for up to 1-2 month, the texture will be much more terrific.
(Alles sorgfältig zusammenmischen. Den Teig mind. 5 Tage im Kühlschrank lagern, bevor er gebacken wird. Aber wenn Du den Teig bis 1-2 Monate im Kühlschrank lässt, wird die Textur des Kuchens noch fantastischer.)
Place parchment paper in a bread tin (30 x 10 centimeters) Pour the dough in. Put a lid on or close with a piece of aluminum foil.
(Die Brotbackform mit Pergamentpapier auslegen. Den Teig hineingeben. Mit einem Deckel oder einem Stück Alufolie abdecken.)
Bake the cake in the oven at 200 C (convection oven) degrees for 10 minutes. Turn oven temperature down to 180 c degrees and bake the cake for 50-60 minutes. The cake is ready when you can poke a baking needle down in the middle of the cake and take it up without any dough on it.
(Im Umluftofen die ersten 10 Minuten bei 200°C backen. Dann auf 180°C runterschalten und weitere 50-60 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Nadelprobe funktioniert.)
Alles Gute für die Weihnachtsfesttage bzw. God Jul
Und hier der Buchtipp, übrigens ein schönes Geschenk:
Kille Enna und Georg Schweisfurth: Der echte Geschmack. Christian Verlag GmbH, München
www.christian-verlag.de . Rezepte nach Jahreszeiten, mit wunderschönen Fotos von Kille Enna.
Lebensmittelinformationsverordnung
Grüne Ampel für EU-VO 1169/2011
- Die neue EU-Verordnung 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, kurz LIV, tritt heute am 13.12.2011 in Kraft.
- Sie bezieht sich auf Endverbraucher- und Gastronomie-Verpackungen.
- Herzstück ist die Nährwerttabelle, die verpflichtend bis 2016 angebracht werden muss - so wurde die heftig diskutierte "Ampel" umgangen. Gewürze, Kräuter, Tee und Salz gehören (logischerweise) zu den Ausnahmen - eine Nährwerttabelle müssen wir also nicht aufbringen.
Hier beschreiben wir nun die Änderungen, die unsere Produktverpackungen betreffen, für Neudrucke ab 13.12.2011, mit einer Übergangsfrist bis zum 13.12.2014.
Allergene Stoffe
Es gibt eine EU-Einstufungsliste (Richtlinie 2000/13/EG Anhang IIIa) mit deklarationspflichtige Stoffe, die relativ häufig Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können. In unseren Spezifikationen für andere Lebensmittelhersteller sind sie schon lange angegeben.
Nun sollen sie zur besseren Übersicht der betroffenen VerbraucherInnen auf der Ware hervorgehoben werden. Bekannte Beispiele aus der EU-Allergen-Liste sind: Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut), Schalenfrüchte (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien usw.) Sellerie, Senf, Schwefeldioxid und Sulphite als Zusatzstoff ab einer bestimmten Konzentration, und einiges mehr.
Für unser Sortiment bedeutet das:
Wir heben bei Gewürzmischungen auf dem Rücketikett von Tütchen, Dosen und Kilopacks innerhalb der Zutatenliste Senf und Sellerie fett unterstrichen hervor.
Bei Monoprodukten, also Senf gelb und Senf braun/schwarz pur, schreiben wir direkt unter dem Sortennamen noch einmal: "enthält Senf".
Für Gastronomie- und Verarbeiterkunden führen wir weitere Sellerieprodukte (Knolle, Blatt, ganz und gemahlen) sowie Mandelmilchpulver im Kilo. Hier wird entsprechend gekennzeichnet: enthält Sellerie bzw. Mandeln.
Bei Knoblauch + Zwiebel ist der natürliche hohe Schwefelgehalt nicht deklarationspflichtig. 
Nüsse, Sesam und glutenhaltiges Getreide verarbeiten wir nicht in unserem Betrieb.
Übrigens: dennoch können auch Kräuter und Gewürze kleine Mengen Gluten enthalten, da die Bauern meistens ebenfalls Getreide anbauen und alles über dieselben Reinigungsmaschinen läuft. In der Mahlzeit dürften die evtl. Mengen an Gluten aus Gewürzen aber nicht zu Buche schlagen.
Sonderregeln
Zwei Sonderregeln betreffen uns noch:
Schutzgas:
Die edlen ersten Pflückungen unserer Japan Grüntees aus Kagoshima, , sowie der neue, kostbare Silver Sprout Grüntee aus China sind, eingeschweißt in einem Alu-Beutel, unter Stickstoff (natürlicher Hauptbestandteil der Luft / Erdatmosphäre) verpackt worden, um die Sauerstoff-Oxidation und damit zu schnelles Altern zu vermeiden.
Diese tragen dann den Zusatz auf dem Rücketikett: "unter Schutzatmosphäre verpackt".
Glycyrrhizinsäure:
Süßholz und als Produkt daraus Lakritz enthalten natürlicherweise Glycyrrhizinsäure, die in zu hoher Menge genossen in Zusammenhang mit hohem Blutdruck steht.
Bei unseren Süßholzstangen in der 50g-Tüte, sowie Süßholzstückchen und Lakritzpulver (letztere beiden nur im Kilo für Verarbeiter) muss daher direkt unter der Sortenbezeichnung auf dem Rücketikett der Satz stehen: "enthält Lakritz - bei hohem Blutdruck sollte ein übermäßiger Verzehr dieses Erzeugnisses vermieden werden".
Das betrifft aber nicht unsere Kräuterteemischungen mit Süßholz (z.B. Ayurveda-Tees), da dort der Gehalt unter dem Grenzwert liegt.
Ziel der Lebensmittelinformationsverordnung ist, dass EndverbraucherInnen der Produktpackung entnehmen können, was drin ist (und ob es gesund ist, oder sie es vertragen), wieviel drin ist, wielange es haltbar ist, und was man damit macht. Durch die LOT- oder Chargennummer muss die Rückverfolgbarkeit bis zum Ursprung gewährleistet sein.
Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper
Aktuell: Bio Betrug Italien
Stellungnahme Heuschrecke Naturkost GmbH zur Meldung: Betrug mit Bio-Lebensmitteln in Italien/ Auslieferung gefälschter Ware u.A. nach Deutschland
Liebe Kunden und Kundinnen
Heute berichten die Medien über den aktuell aufgedeckten Bio-Betrugskandal aus Italien - siehe z.B. Taz vom 8.12.2011:
http://www.taz.de/Skandal-um-Lebensmittel-aus-Italien/!83320/ und
http://www.taz.de/Skandal-um-Bio-Lebensmittel/!83335/ : ein Fälscherring hat wohl von 2007 bis 2010 für insgesamt 220 Millionen Euro 703.000 Tonnen konventionelle Nahrungsmittel als teurere Ökoware unter anderem nach Deutschland verkauft, vor allem Getreide und Soja.
Seit gestern früh sind die Naturkosthersteller informiert, und seitdem laufen die Telefone heiß. Unser Branchenverband BNN (Bundesverband Naturkost Naturwaren) hat unter seinen Mitgliedern recherchiert, und im Moment sieht es noch so aus, als wäre die klassische Naturkostbranche - wohl auch wegen seiner Politik der langfristigen Lieferantebeziehungen (wie es auch die Verbraucherzentrale Düsseldorf heute zu uns sagte) nicht betroffen. Lesen Sie dazu weiter unten die Stellungnahme des BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft).
Wir beziehen nur sehr wenige Produkte aus Italien, und natürlich ausschließlich Gewürze und Kräuter. Diese wurden auf der Liste gefälschter Produkte nicht genannt.
Bei unseren italienischen Produkten importieren wir oder lassen einen Kollegen jeweils von konkreten Bauern oder Kooperativen importieren, zu denen wir seit langem, teilweise über 20 Jahre, eine Beziehung haben und als überzeugte Bio-Produzenten kennen.
Für unserer spezialisiertes Sortiment wählen wir bestmögliche Qualitäten, die natürlich ihren Preis haben. Die Bio-Sicherheit der Produkte wird durch ein Analyse-Screening gestützt.
Unsere italienischen Produkte sind:
- Basilikum - seit über 20 Jahren Spitzenware im Naturkostladen und für Verarbeiter, von der Cooperative Sud Officinale
- Spezialitäten: Flohsamen, Meisterwurz, Buchweizenkraut, Passionsblumenkraut, (selten: kleine Partie Bertram) - für eigene Mischungen und Verarbeiter
- Lavendelblüten - Lavande, echter Lavendel, im Naturkostladen und für Verarbeiter
- Schabzigerklee - rar, deshalb mischen wir Ware von unseren deutschen Bioland-Bauern, kleine Menge vom italienischem Kollegen eines Bioland Bauers, sowie von Terra Magnifica/Kroatien.
- Veilchenwurzeln - seit über 20 Jahren von Az. Agr. Ca dei Fiori, Simon van Hilten.
- Zitronenverbene - Spitzenware im Naturkostladen und für Verarbeiter von der Cooperative Sud Officinale
- Zitronenmelisse - Spitzenware im Naturkostladen und für Verarbeiter
Dieses sind alles keine Massenprodukte und stehen auch deshalb sicher nicht im Fokus von Fälschern.
- Tomatenprodukte:
Bei unseren Tomatenprodukten (Granulat, Flocken, Stückchen usw., nur Verarbeiterware, und in einigen Mischungen) haben wir gesondert unsere Hersteller dazu angefragt, woher sie die Tomaten bzw. Tomatenmark beziehen. Die Antworten besagen, dass die zugelieferten Tomaten nicht von Suole & Salute, der im Betrug involvierten Kontrollstelle, zertifiziert wurden, sondern von BIOAGRICERT, oder aus einem anderen Herkunftsland stammen. So können wir davon ausgehen, dass sie wirklich Bio sind.
Weder wir noch unsere Produzenten haben Kontakt zu einer der im Betrugsskandal genannten Firmen (siehe Aufzählung in folgendem Link von Bio-Markt.info. Laut Bio-Markt.Info vom 12.12.11 sind Obst und Gemüse entgegen vorheriger Meldungen nicht betroffen - lesen Sie hier den ganzen Artikel:
http://www.bio-markt.info/web/Aktuelle_Kurzmeldungen/Lebensmittelqualitaet/Bio-Betrug/15/27/0/11527.html
Sollten sich im Laufe des Ermittlunsprozesses weitere Erkenntnisse ergeben, werden wir auf unserer Website dazu informieren.
Heinz-Dieter Gasper, Ursula Stübner
Bio aus Italien - Deutsche Bio-Branche handelt sofort
Stellungnahme des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
Berlin, 7.12.2011. Seit Bekanntgabe der Betrugsfälle mit Bio-Lebensmittel in Italien überprüfen die deutschen Bio-Verbände umfassend, ob Mitgliedsunternehmen mit der fraglichen Ware beliefert wurden.
Dabei arbeiten die deutschen Bio-Verbände eng mit den italienischen Verbandskollegen und den Bio-Kontrollstellen zusammen.
Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise darauf, dass Lieferanten des deutschen Naturkosthandels betroffen sind.
Die Mitglieder des BÖLW verurteilen jeden Betrugsversuch auf das Schärfste.
Die italienischen Behörden verhafteten sieben Personen aus vier Unternehmen, die über mehrere Jahre konventionelle Ware im Wert von 200 Mio. Euro umdeklariert und als Bio-Ware verkauft haben sollen.
Der BÖLW fordert die deutschen und italienischen Kontrollbehörden auf, die notwendigen Informationen zu betroffenen Unternehmen und den Handelswegen der Betrugsware umgehend auszutauschen und bekannt zu geben.
Kein Bereich der Lebensmittelwirtschaft wird so streng kontrolliert wie der Bio-Bereich. Das beste Kontrollsystem kann jedoch kriminelle Machenschaften nicht verhindern. Ein strenges Kontrollsystem kann aber - wie in diesem Fall - dazu beitragen, den Betrug aufzudecken und den Kriminellen das Handwerk zu legen.
Insgesamt gehen wir davon aus, dass der Anteil von Betrugsfällen am Gesamtumsatz mit Bio-Produkten in Europa bei unter 0,5 Prozent liegt. Diese Fälle konnten nahezu alle durch Kontrollstellen und Behörden aufgedeckt werden Betrüger, die gegen die Bio-Richtlinien verstoßen, müssen mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft werden. Sie schädigen nicht nur ihre Handelspartner, sondern bringen eine ganze Branche in Verruf.
Der BÖLW ist der Spitzenverband deutscher Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio- Produkten.
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Marienstr. 19-20, 10117 Berlin
Tel. 030.28482300 Fax 030.28482309 info@boelw.de www.boelw.de
China - gefälschte Biozertifikate, Medienberichte
China - Fairbiotea - Transparenz
Medienberichte über gefälschte Bio-Zertifikate in China
Das Problem unkorrekter Bio-Ware aus China, und im Grunde genommen aus weiteren Ländern, wo die bürokratische Struktur durch Korruption zu leicht unterwandert werden kann, ist seit längerem bekannt.
In ihrer Ausgabe vom 1.12.2011 berichtet die TAZ über das Thema:
http://www.taz.de/Gefaelschte-ko-Zertifikate/!82846/
Wie schützen wir uns davor?
- Wir arbeiten mit langjährigen Partnern zusammen.
- Unsere Produzenten werden durch europäische Kontrollstellen geprüft (die aber natürlich chinesische Mitarbeiter haben).
- Bio-Ware aus China wird lückenlos und meist mehrfach analysiert. Unser langjähriger Teeimporteur (seit 30 Jahren) untersucht unsere Tees aus China meist 4x mal bei unterschiedlichen Laboren. Bei der heutigen globalen Umweltverschmutzung kann allerdings auch bei Bio-Ware keine Rückstandsfreiheit mehr garantiert werden (wir berichteten in unserem Blog: www.heuschrecke.com/blog/blog-post/2011/11/15/weltweiter-pestizideinsatz-erschwert-rueckstandsfreie-bioproduktion.htm )
- Obiger Teeimporteur hat aus den bekannten Gründen das von einer unabhängigen Kontrollstelle geprüfte Qualitätsmanagementsystem "Fairbiotea" ins Leben gerufen. Von den teilnehmenden Teefarmen beziehen wir den Hauptteil unserer chinesischen Tees.
Fairbiotea ist ein IMO-geprüftes Qualitätsmanagement-System unseres langjährigen Teeimporteurs, entstanden wegen der unsicheren Situation in China bezüglich Bio-Qualität und sozialer Lage der Teebauern.
Mittel sind Schulungen der Bauern, intensive Begleitung bei Prozessentwicklung und Analytik, Abnahme- und faire-Preis-Garantie - ohne die Almosen-Rückvergütungssysteme der kommerz. Fairtrade-Organisationen - , konkrete Verbesserung der Situation der Teebauern durch Zuteilung von Gärten und Kühen, faires Lohnsystem, Verbesserung der Ökologie (Nährstoffkreisläufe). Vier Teegärten, von denen der Hauptteil unserer China-Tees auch stammt, sind z.Zt Teil des Fairbiotea-Systems.
Die Überwachung und Begleitung der Maßnahmen ist sehr aufwendig und teuer, wir zahlen entsprechend einen Aufpreis an den Koordinator, und es gibt eine ständige Auseinandersetzung der Kulturen: was ist machtbar, was wird nicht akzeptiert, wie macht man es besser.
Berichte, die auch ethno-soziologisch sehr interessant sind (es wird nicht beschönigt oder glattgeschrieben) werden auf der Website
www.Fairbiotea.de veröffentlicht. Auf dem Logo-Aufkleber auf unseren Teetüten wird hierauf hingewiesen. Zur Zeit tragen im Heuschrecke-Sortiment ca. 20 Sorten reine und aromatisierte China-Grün- und Weiße Tees das Fairbiotea-Logo.
Worum es Heuschrecke geht: wir unterstützen die Maßnahmen unseres langjährigen Importeurs, die über die EG-Bio-VO hinausgehen, und im Gegensatz zu vielen üblichen Fairtrade-Siegeln eine intensivere, verantwortlichere und partnerschaftlichere Begleitung der Produzenten darstellen. Die enge, gegenseitig beratende Partnerschaft mit Produzenten gehört zu unserer Firmenphilosophie. So arbeiten wir z.B. bevorzugt mit Bio-Kleinbauernprojekten zusammen und sind Gründungsmitglied in der Initiative "Trust Organic Small Farmers", wo diese auch Mitglied sind.
Ursula Stübner, Heinz-Dieter Gasper
Newsletter 11/2011
Bericht aus den nachhaltigen fairbiotea Projekten: Inspektion der "fairbiotea"-Standards durch eine unabhängige Kontrollstelle

Unter
http://www.fairbiotea.de/zertifizierung.html haben wir die IMO Bestätigung für alle 4 Bio-Farmen veröffentlicht. Leider können wir diese Originale nur in englischer Sprache zur Verfügung stellen.
Grundlagen für die im Sommer 2011 von IMO durchgeführten Inspektionen waren die "fairbiotea"-Entwicklungspläne und Standards bis zum Jahr 2010.
Die Bestätigungen sind von IMO so verfasst, daß der Entwicklungsstand der jeweiligen Entwicklungsbereiche kurz beschrieben wird und mit "Fullfilled" oder "partly fullfilled" bewertet wird.
Die Bewertung "partly fullfilled" wird dann vergeben, wenn die Entwicklungspläne noch nicht vollständig umgesetzt wurden oder nicht umgesetzt werden konnten, wie z.B. bei den Biogasanlagen, die nicht für den Nährstoffkreislauf in der Bio-Farm genutzt werden konnten, weil sowohl tierische als auch menschliche Exkremente in den Anlagen vermischt werden. Aus diesem Grund sind auch zukünftig Biogasanlagen nicht mehr Bestandteil der natürlichen Nährstoffbeschaffung.
Außerdem musste 2011 die gesamte Entwicklungsplanung für den Nährstoffkreislauf aufgegeben werden, weil diese auf falschen Daten beruhte und nicht mehr wie geplant umgesetzt werden konnte.
Ab 2011 steht Schulung in der Kompostherstellung und Kompostnutzung und ein praktisches Forschungsprogramm für die Anwendung und effektive Nutzung von hochwertigem Kompost im Vordergrund der Entwicklung. (Bericht folgt mit nächstem Newsletter.
Probleme gab es auch bei Bonusauszahlungen an die Bauern für die Jahre 2009 und 2010. Diese Themen wurden auch schon im Newsletter 09/2011 beschrieben.
Detaillierte Informationen zu diesen Themen erhalten sie auch unter folgenden Links:
http://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Hunan/qingshan01.html
http://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/hecheng.html
http://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/xinanyuan.html
http://www.fairbiotea.de/Land/Provinz/Anhui/mingzhou.html
Fotos: ©
www.fairbiotea.de
Fairbiotea-Newsletter 11/2011


































